Pressemeldung

AI Act Omnibus: Trilog Einigung reduziert Doppelzertifizierungen

Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI):

„Die Einigung im Trilog zum AI-Act-Omnibus ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Praxistauglichkeit und Rechtssicherheit für die europäische Industrie. Die Verschiebung der Maschinenverordnung reduziert unnötige Mehrfachzertifizierungen und schafft spürbare Entlastung für eine Schlüsselindustrie. Es ist ein zentraler Schritt zur Vermeidung von Doppelregulierung.

Gleichzeitig bleiben in anderen Sektoren weiterhin Risiken von Doppelanforderungen und regulatorischer Fragmentierung bestehen. Elf sektorspezifische Gesetze führen nach wie vor zu Doppelanforderungen und schädigen die Innovationskraft von Unternehmen.

Die verlängerten Übergangsfristen sind entscheidend, um Unternehmen die notwendige Planbarkeit für Investitionen und Umsetzung zu geben.

Der BDI begrüßt ausdrücklich den Einsatz der Bundesregierung und der Europaabgeordneten, die sich für industriepraktikable Lösungen im Trilog eingesetzt haben.

Entscheidend ist nun, dass die verbleibenden Unklarheiten im Zusammenspiel mit sektoralem Recht konsequent adressiert und rechtssicher umgesetzt werden.

Der AI Act Omnibus zeigt: Gezielte Vereinfachung ist möglich, muss aber konsequent fortgeführt werden, damit Europa seine Wettbewerbsfähigkeit und Technologiesouveränität stärkt.“

Ansprechpartner

Alexander Mihm

Pressesprecher Kommunikation
BDI e.V.