
Young Leaders 2026: 360 Grad Resilienz – unerschütterlich in einer Welt im Wandel
360° Resilienz – unerschütterlich in einer Welt im Wandel. Unter diesem Motto sind in dieser Woche mehr als 30 junge Führungskräfte aus Mittelstand, Beratung und Industrie nach Berlin gekommen.
Das Ziel: Wirtschaft und Politik unmittelbar zusammenbringen, Perspektiven öffnen und gegenseitiges Verständnis stärken. Denn nur gemeinsam lassen sich Antworten finden, gerade in Zeiten, in denen Unsicherheit zur Konstante geworden ist.
Fünf Tage lang haben unsere Young Leaders 2026 mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, Vordenkern und Unternehmerinnen und Unternehmern diskutiert: intensiv, ehrlich, manchmal herausfordernd. Und sie haben erlebt, wie Führung Stabilität schaffen kann, auch wenn sich die Rahmenbedingungen täglich verschieben.
Innovation & Zukunftsräume
Bei unserem Besuch bei Soltrac und der BDI NewSpace-Initiative wurde deutlich, wie NewSpace Technologien neue industrielle Spielräume für Deutschland öffnen. Zukunft entsteht, wo Mut und Innovation aufeinandertreffen, manchmal eben auch jenseits der Erde.
Die Diskussion über den Umgang mit extremen politischen Kräften aus Unternehmenssicht machte klar: Resilienz heißt auch, Widerspruch auszuhalten und Werte klar zu vertreten. Gerade in aufgeheizten Zeiten ist Haltung kein „nice to have“, sondern Führungsleistung.
Globale Bruchlinien verstehen
Ob im Gespräch mit dem chinesischen Botschafter in Deutschland, im Austausch mit Serap Güler vom Auswärtigen Amt oder beim Besuch in der US amerikanischen Botschaft: Überall wurde spürbar, wie eng wirtschaftliche Zukunft, Außenpolitik und geopolitische Sicherheit miteinander verwoben sind. Wirtschaftliche Resilienz gelingt nur, wenn Unternehmen internationale Abhängigkeiten neu denken, bewusst steuern und auf starke Partnerschaften setzen.
Politik unter Hochdruck
In den Gesprächen im Bundestag mit Franziska Hoppermann und Andreas Audretsch sowie im Bundeskanzleramt mit Dr. Jörg Semmler wurde spürbar, wie Politik unter permanentem Entscheidungsdruck funktioniert: Prioritäten müssen in Minuten gesetzt, Lagebilder in Sekunden neu sortiert werden. Einblicke, die zeigen, warum moderne Führung Klarheit braucht – und die Fähigkeit, auch dann entschlossen zu handeln, wenn die Informationslage alles andere als perfekt ist. BDI-Präsident Peter Leibinger und BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner gaben persönliche Einblicke in ihre Resilienz-Strategien und setzten wichtige Impulse für eine neue, von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik. Zugleich betonten sie die dringende Notwendigkeit eines strategischen Umsetzungsplans, damit politische Maßnahmen spürbar in den Fabrikhallen des Landes ankommen.
Medien, Macht & öffentliche Wirkung
Michael Bröcker von Table Media machte klar, dass gute Inhalte allein heute nicht mehr reichen. In einer Zeit, in der Narrative politische Entscheidungen prägen und Aufmerksamkeit der knappste Rohstoff ist, wird Resilienz auch zu einer Frage der Kommunikation: klar, präzise und strategisch gesetzt.
Resilienz als persönliche Challenge
Zum Abschluss ging es darum, was resiliente Führung im persönlichen Alltag ausmacht. Im Dirigierworkshop wurde spürbar, wie sehr Führung von innerer Haltung, Präsenz und klaren Impulsen lebt. In der Bundeswehr Kaserne zeigte sich, wie entscheidend es ist, unter Druck Orientierung zu geben und als Team verlässlich zu funktionieren.
Eine Woche voller Perspektivwechsel, ehrlicher Gespräche und echter Inspiration.
Danke an alle, die diese Erfahrung möglich gemacht haben! Und ein großes Dankeschön an die Young Leaders, die gezeigt haben, wie kraftvoll eine neue Generation von Führung aussieht.
Wir freuen uns jetzt schon auf 2027!
Anna-Lena Gleich
BDI e.V.





