Peter Leibinger Rede TDI26
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BDI Präsident Peter Leibinger: Ein Zukunftsplan für ein resilientes und wettbewerbsfähiges Deutschland

Die Industrie steht unter starkem Druck, doch ihre Basis ist noch intakt. Damit wir diese Krise bewältigen können, brauchen wir Richtung, Tempo und ein klares Zielbild für den Standort. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam handeln, um Hemmnisse abzubauen, Investitionen zu stärken und Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

I. Einstieg: Lage ist kritisch, strukturelle Krise tief – deshalb wird Optimismus zur strategischen Entscheidung

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
liebe Mitglieder des Deutschen Bundestages und
des Europäischen Parlaments,
Exzellenzen,
sehr geehrten Damen und Herren,

ich habe meine Pressekonferenz gestern mit dem Satz eröffnet: Die Lage in der Industrie ist kritisch. Genau deshalb sind wir heute hier: nicht, um die Krise zu beschreiben, sondern um den Weg aus ihr zu formulieren.

Wir befinden uns in einer schweren Krise. Und die stellt unsere bisherigen Gewissheiten in Frage. Es liegt an uns selbst, an der Regierung, an der Industrie, an uns als Gesellschaft, ob und wie wir reagieren.

Deutschland wirkt wie gelähmt. Oft heißt es: Wir haben gar kein Erkenntnis-, sondern wir haben ein Umsetzungsproblem. Mit Umsetzung ist dabei meistens ein umfassendes Reformpaket gemeint. Nur so könnte die Lähmung überwunden werden.

Aber stimmt das wirklich? Haben wir nur ein Umsetzungsproblem? Oder ist es nicht vielmehr so: Die Erkenntnis, dass wir handeln müssen, ist vorhanden. Die Erkenntnis jedoch, wie wir ins Handeln kommen, die fehlt. Eine überzeugende wirtschaftspolitische Antwort auf die existenzielle Bedrohung unseres Gemeinwesens durch wirtschaftlichen Niedergang, die fehlt bis jetzt.

2026 muss das Jahr der Veränderung sein – ein Jahr des Aufbruchs!
Deshalb müssen wir alle gemeinsam hier ins Gespräch gehen, wie wir es heute tun – mit Mitgliedern der Bundesregierung, mit Unternehmerinnen und Unternehmern, mit internationalen Partnern und mit Ihnen allen. Ein besonderer Dank geht an Deloitte und an Sie, lieber Herr Krug, sowie unsere weiteren Partner. Ohne Ihre Unterstützung wäre der TDI so nicht möglich. Danke auch den anderen Sponsoren.

Meine Damen und Herren,
Ich habe vorhin Optimismus schon erwähnt, und es ist paradox: Unser wirtschaftliches Fundament ist unverändert intakt. Zentrale Stärken, die uns in der Vergangenheit wirtschaftlichen Erfolg und damit geopolitischen Stellenwert eingebracht haben, sind unverändert vorhanden.

Viele unserer Unternehmen sind technologisch Weltspitze, der deutsche Mittelstand, und ich möchte das hier ausdrücklich sagen, ist exzellent geführt. Aus vergangenen Krisen wurde gelernt, viele haben Rücklagen aufgebaut und Prozesse verbessert.

Dazu kommt eine außergewöhnliche Fähigkeit der deutschen Industrie, Nähe zum Kunden aufzubauen. Diese „Customer Centricity“ ist heute mehr denn je fundamentaler Bestandteil unseres Innovationsystems. Die Kundennähe entsteht auch durch eine deutsche kulturelle Neugier, die uns besser als andere dazu in die Lage versetzt, Märkte zu erschließen. Wir haben daraus folgend echten Marktzugang – nicht nur Marktpräsenz, wie die meisten. Hinzu kommt unser systemisches industrielles Alleinstellungsmerkmal: ein Ökosystem - von Mittelstand bis Großunternehmen -, komplementär ergänzt durch ein Bildungs- und Wissenschaftssystem - von der Berufsschule bis Max-Planck. Diese Kombination ist in der Intensität der Zusammenarbeit weltweit einzigartig.

Ergebnis ist die Fähigkeit, innovative Produkte in höchster Qualität zu erzeugen, die dem Kundenbedürfnis nicht nur entsprechen, sondern die dem Kundenbevürfnis entspringen.

Teil dieses Alleinstellungsmerkmals ist unsere Fähigkeit, diese Produkte lokal, global und im globalen Netzwerk zu erzeugen. Wir beherrschen die Integration komplexer Systeme und gleichzeitig das Management eines komplexen Netzwerks aus Kundenbedürfnis, internationaler Innovationspartnerschaft und globalem Produktionsverbund wie niemand auf der Welt. Wir können das besser als jeder auf der Welt. Und das ist in dieser globalen Welt essentiell wichtig.

Das ist unsere eigentliche Stärke. Und sie ist unverändert vorhanden.
Gleichzeitig stehen wir unter enormen Druck. Wir agieren vorsichtig. Wir zögern. Wir verschieben Entscheidungen und Investitionen – seit Jahren. Der Bruch kam 2019.

Ein Teil der Ursachen liegt außerhalb Deutschlands: geopolitische Risiken, schwache globale Nachfrage und internationaler Wettbewerb, der uns in unseren Kernkompetenzen trifft – beim Automobil, in der Automatisierung, in der Hochtechnologie, – gerade und vor allem aus China.

Aber auch das gehört zur Wahrheit: Wir sind oft nicht mehr so viel besser, wie wir teurer sind. Die Kostenbasis, die Kombination aus Lohnstück-, Lohnzusatz und Energiekosten, die hohen Steuern und auch groteske Bürokratiekosten machen uns häufig zu teuer.

Als Resultat haben wir je nach Betrachtung seit dem Peak 2019 zwischen 15 % und 20 % der Produktion in Deutschland verloren. Das ist der Produktionswert einer ordentlichen mittleren Volkswirtschaft.

Diese strukturelle Verschiebung trifft uns im Kern. Denn Wertschöpfung - in Deutschland - ist die Grundlage unseres Wohlstands:

  • Sie finanziert unseren Sozialstaat - durch gut bezahlte Arbeitsplätze. Denn dies ist die Logik unseres beitragsfinanzierten Modells.
  • Sie finanziert unsere Importe an Rohstoffen und Energie - durch Exporte.
  • Sie sichert Beschäftigung weit über die Industrie hinaus - da die Hebelwirkung von drei bis fünf Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich für jeden Industriearbeitsplatz gilt.
  • Und sie ist ein Teil unseres Innovationsmodells - denn Innovation und Produktion in Deutschland bedingen sich gegenseitig.

Wenn wir weiter industrielle Wertschöpfung verlieren, steht nicht nur eine Branche unter Druck. Dann ist auch nicht nur die Industrie in Gefahr. Sondern dann ist unser ganzes Wirtschaftsmodell gefährdet - und damit unser Gemeinwesen:

Unser Leben in Deutschland in Freiheit, Einheit, Sicherheit und Wohlstand.

Was uns aber nicht fehlt, ist Potenzial.
Was uns fehlt, ist Richtung.
Und was uns auch fehlt, ist Optimismus.

Optimismus nicht in seiner naiven Variante. Optimismus vielmehr als Resultat einer strategischen Entscheidung für einen Zukunftsplan, der Orientierung gibt und neues Vertrauen schafft.

II. Ins Handeln kommen mit klarem Zielbild für den Standort: Ein ideelles Dach für die umfassenden Reformen mit Priorität für Wachstum und Investitionen

Lieber Herr Bundeskanzler, ich bin Ihnen dankbar, dass sie mit Überzeugung und immer auch mit Leidensfähigkeit für Reformen kämpfen und diese eine nach der anderen versuchen umzusetzen.

Die Vorschläge der Rentenkommission von heute Morgen, lieber Herr Bundeskanzler, sind ein guter und wichtiger Ansatz. Jetzt kommt es darauf an, diese als Gesamtpaket konsequent umzusetzen – nicht selektiv.

Aber wir brauchen mehr als einzelne Reformen. Es braucht Richtung, die aus einem Plan entsteht, der über Legislaturperioden hinaus und über gesellschaftliche Gruppen hinweg trägt. Nur so kann die Regierung aus dem Modus des „Cherry Picking“ bei jeder einzelnen Reform herauskommen - und wir als Gesellschaft können dann gemeinsam die gute Gesamtlösung finden und umsetzen.

In diesem Sinne wiederhole ich das Angebot, das ich hier vor einem Jahr gemacht habe: Wir als Industrie stehen bereit mit konstruktiven Lösungen, mit strategischer Intelligenz, aber auch und vor allem mit dem Willen, immer wieder einen neuen Anlauf zu machen, Brücken zu bauen. Dies verstehe ich als den Kern vom Kern meiner Aufgabe beim BDI.

Wie soll unser Land in zehn Jahren sein? Wie kann Europa sein Potenzial entfalten? Welche Rolle wollen wir in der Welt spielen? Welchen Wirtschaftsstandort wollen wir unseren Kindern hinterlassen?

Ein Zielbild, das diese Fragen beantwortet, kann ein ideelles Dach sein. Es knüpft an das an, was uns stark gemacht hat und weist zugleich den Weg nach vorn.

“Stärke. Sicherheit. Zukunft - Made by Europe” ist das Motto des Tages der Industrie 2026.

  • Dahinter steht ein Gedanke: Ein Deutschland und ein Europa im play-to-win-Modus, nicht im play-not-to-lose-Modus - wie jetzt.
  • Ein Deutschland, das bei Schlüsseltechnologien eine wichtige Rolle spielt: In der Quantentechnologie, in der Kernfusion – für mich persönlich am liebsten die Laser-Trägheitsfusion –, in MedTech und Biotechnologie, in der Mikroelektronik - von System on a Chip bis zur Angström Technologie – bdas alles sind Dinge, die wir fordern und fördern müssen.
  • Ein Deutschland, in dem die besten Firmen zuhause sind und deshalb die besten Talente anzieht. Denn es ist so einfach: Die besten Talente suchen sich die besten Firmen.

Was heißt das konkret? Auf welche Grundgedanken können wir uns verständigen? Grundgedanken, die uns sofort einleuchten, die auch emotional begriffen werden? Ich möchte einen Versuch wagen:

Ein gutes Deutschland ist für mich ein Land, in dem Arbeit die Grundlage für ein gutes Leben ist. Ein Land, in dem Mut und Leistung angereizt und belohnt werden.
Ein Land, in dem der Staat nur das verspricht, was er auch leisten kann, der Schutz bietet und Risiken reduziert, der aber dabei nicht fesselt. Ein Staat kann keine Versicherung für alles sein.

Aber auch ein Land, in dem der Staat das leistet, was von ihm zurecht erwartet wird:

  • Äußere Sicherheit,
  • innere Sicherheit,
  • exzellente Bildung,
  • und eine funktionierende Infrastruktur.

Das sind unstrittige Erwartungen.

Aber eben auch ein Land, in dem nicht nur Partikularinteressen optimiert werden, sondern jeder Einzelne seine Verantwortung für das Gemeinwesen begreift und lebt - mit Rücksicht, Respekt, Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft.

So oder so ähnlich lauten für mich Grundgedanken für das geforderte ideelle Dach. Ohne ein solches ideelles Dach und ohne ein vereinendes und vereinbartes Zielbild, bleibt Reformpolitik Stückwerk. Und Stückwerk ist eben keine Strategie.

Industrielle Wertschöpfung und Produktivität gehören ins Zentrum dieser Überlegungen. Lokale Wertschöpfung ist dabei entscheidend.

Damit ein Zukunftsplan Wirkung entfaltet, braucht es konkrete, spürbare Maßnahmen. Ich mache ganz knapp fünf Vorschläge:

Erstens: Beschleunigung von Genehmigungen um Faktoren.
Das heißt: Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen in Wochen und Monaten statt in Jahren und Jahrzehnten stattfinden.

Zweitens: drastische Vereinfachung der Verwaltung.
Eine vertrauensbasierte Regulierung und größere Ermessensspielräume für die Verwaltung sind nötig. Mit “Law as Code” können wir dabei Recht digital anwendbar machen. Der BDI hat in diesem Sinne über 250 konkrete Vorschläge für spürbaren Bürokratieabbau vorgelegt.

Drittens: bessere Rahmenbedingungen für Investitionen.
Steuerpolitik ist aktive Standortpolitik. Wir brauchen Erleichterungen, die sofort wirken, insbesondere für Personengesellschaften, denn der Mittelstand ist unser Rückgrat. Wenn Personengesellschaften durch eine Steuerreform belastet würden, wäre dies fatal.

Viertens: Bezahlbare Energie.
Wir müssen uns von „die Sonne scheint umsonst“ Träumen verabschieden und Energie in Systemkosten denken. Wir brauchen ein systemisches Denken bei der Energie. Zugleich gilt es, den Europäischen Emissionshandel rasch umfassend zu reformieren.

Letztlich: Europas Binnenmarkt ist unser größter ungenutzter Hebel.
Ihn müssen wir deutlich stärker fokussieren und stärken. In einem starken Europa liegt unsere eigentliche Chance.

Alle müssen mitziehen. Die Politik setzt den Rahmen, sie muss konsequent reformieren, priorisieren und effizienter werden. Ich fordere aber auch: Wenn die Politik breit konkrete Reformen umsetzt, muss die Wirtschaft investieren. Dann entsteht für uns in der Industrie die Verpflichtung, in Vorleistung zu gehen. Die Investitionsentscheidung muss dann neben der Betriebswirtschaft, neben der Mathematik, auch für den Standort getroffen werden. Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis die Reformen wirken, sondern müssen für unser Land denken und dann investieren, wenn die Reformen glaubhaft und konkret da sind.

Auf diese Weise überwinden wir die Lähmung. Es entsteht eine Zug-um-Zug-Logik. Alle ziehen mit, alle tragen bei. So entsteht Aufbruch in Deutschland.

III. Leading Collaboration neu denken als Schlüssel für Aufbruch

Erfolg entsteht im Verbund. Genau das ist der Kern unseres industriellen Ökosystems: Ein Geflecht, in dem sich Stärken ergänzen. Und genau dieses Prinzip brauchen wir im größeren Maßstab.

Das bezeichnet man auch als „Leading Collaboration“, ein Prinzip, das Agilität durch Kooperation, Transparenz und Verantwortung des Einzelnen für das Ganze erzeugt.

Das Grundprinzip unseres politischen und gesellschaftlichen Systems ist aber eben nicht Agilität, es ist Stabilität. Dies war Fundament für unseren Erfolg über 70 Jahre. Aufbau, Organisation, Karrieren und Rituale – alles ist stabil und vorhersehbar.

Disruption wurde dabei stets eingehegt. Aus dem langen Marsch durch die Institutionen wurde die Mittlere Beamtenlaufbahn, die 68er wurden Beamte. Aus der Friedensbewegung und Atomkraftgegnern wurde eine bürgerliche Partei, Rebellen wurden zu Gemeinderäten und Parteifunktionären.

Doch in einer Welt der permanenten Bedrohung reicht Stabilität nicht mehr. Wir brauchen Agilität.

Das bedeutet: Wir müssen das Risiko eingehen, aus der Sicherheit der jeweiligen Organisationslogik auszubrechen. Von Parteien bis zu Gewerkschaften, von Verbänden bis zu Unternehmen. Nur so entsteht die Handlungsfähigkeit, die wir jetzt brauchen. Der Begriff Leading Collaboration beschreibt diese Haltung.

Auch in Europa können wir unseren Wohlstand nicht durch Abschottung oder nationale Alleingänge sichern. Auch hier ist der richtige Ansatz, die Gemeinsamkeit und das Verlassen der Organisationslogik. Auch in Europa ist Leading Collaboration entscheidend.

Und das Gleiche gilt natürlich auch für die geopolitische Dimension. Entsprechend des Ansatzes von Mark Carney kann das Netzwerk handlungsfähiger Mittelmächte ein Gegengewicht zu den Supermächten USA und China darstellen. Darin liegt unsere Stärke: in strategischer Zusammenarbeit mit Partnern in Leading Collaboration.

IV. Resilienz-Strategie entwickeln

Und in derselben Logik ist auch Resilienz ein strategischer Faktor geworden. Das zeigen auch die Ergebnisse unserer Umfrage unter Führungskräften der deutschen Industrie, die das Institut für Demoskopie Allensbach für uns im April und Mai befragt hat:

Vier von fünf Unternehmen verfolgen bereits aktiv eine interne Resilienzstrategie. Sie nehmen erhebliche Kosten in Kauf, um ihre Resilienz zu stärken. Diese Strategie umfasst neue Prioritäten beispielsweise im Risikomanagement oder in der Lagerhaltung.

Auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen funktioniert schon ganz gut, etwa beim Schutz kritischer Infrastrukturen. Aber auch die neuen Handelsabkommen der EU werden positiv bewertet.

Was noch fehlt, sind drei Dinge:
Erstens: bessere Lagebilder und verlässliche Informationen über kritische Sachverhalte.
Zweitens: zielgenaue, wirksame Instrumente in den wenigen Feldern, in denen Förderung notwendig ist.
Drittens und vor allem: eine klare Strategie, die eine Klammer für Ministerien, Behörden und Unternehmen bietet, gut in die EU-Strategie eingebettet ist und wie in Japan die strategischen Abhängigkeiten in den Fokus nimmt und konsequent abbaut.

V. Optimismus als Ermöglicher von Resilienz, Handlungsfähigkeit und Aufbruch

Meine Damen und Herren,
ich habe meine Ausführungen mit der Aussage eröffnet: die Erkenntnis, dass wir handeln müssen, ist da, aber die Erkenntnis, wie wir ins Handeln kommen, fehlt. Eine überzeugende wirtschaftspolitische Antwort auf die existenzielle Bedrohung unseres Gemeinwesens durch wirtschaftlichen Niedergang fehlt.

Ich möchte trotzdem schließen mit der Aussage: Wir haben allen Grund für Optimismus. Denn unser Fundament ist intakt. Und unsere Fähigkeit zur Kollaboration ist unsere zentrale Stärke. Wir dürfen unserem Land und uns selbst mehr zutrauen, als wir das gerade tun. Wir dürfen die Frage, ob die Deutschen es noch können, wenn sie wollen, mit einem klaren Ja beantworten. Wir haben die Kraft. Wir dürfen an uns selbst glauben.

Was uns heute bremst, ist Lähmung. Die Lähmung, die viele von uns empfinden und die viele frustriert, ist aber kein Schicksal. Franklin Delano Roosevelt hat zu Beginn seiner Amtszeit gesagt: „The only thing we have to fear is fear itself“.

Wenn wir unserem Potenzial, unseren Talenten und unseren Fähigkeiten mit einem Zukunftsplan Richtung geben, wird Aufbruch möglich. Diesen Plan zu formulieren und das Narrativ zu liefern, das ist die eigentliche Aufgabe der Politik.

Alle müssen dann mitziehen. Denn wenn wir diesen Schritt gemeinsam gehen – jeder in seinem Verantwortungsbereich, losgelöst von Organisationslogiken – dann durchbrechen wir nicht nur die Lähmung. Dann verbinden wir Stabilität mit neuer Agilität und gewinnen Handlungsfähigkeit zurück.

Wirtschaftliche Stärke ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von bewussten Entscheidungen. Treffen wir sie heute und hier gemeinsam. Dann entstehen Investitionen, Wachstum und Aufbruch. Der Weg nach vorn ist unsere gemeinsame Aufgabe.

Vielen Dank.

Es gilt das gesprochene Wort.

Ansprechpartner

Anna-Lena Gleich

Co-Bereichsleiterin Strategie, Koordination und Mitglieder
BDI e.V.

Julian Ostendorf

Senior Referent Strategie, Koordination und Mitglieder
BDI e.V.