Ergebnisse des Koalitionsausschusses: Positives Zeichen für den gemeinsamen Reformwillen und die Arbeitsfähigkeit der Koalition, aber kein kraftvoller Wachstumsimpuls
Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin, zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: „Positives Zeichen für den gemeinsamen Reformwillen und die Arbeitsfähigkeit der Koalition, aber kein kraftvoller Wachstumsimpuls.“
Erwartungen an Koalitionsausschuss: Koalition muss umfassendes Reformpaket liefern
Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin, zu den Erwartungen an den Koalitionsausschuss: „Die Koalition muss ein umfassendes Reformpaket für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit liefern.“
BDI-Präsident Peter Leibinger: Ein Zukunftsplan für ein resilientes und wettbewerbsfähiges Deutschland
Die Industrie steht unter starkem Druck, doch ihre Basis ist noch intakt. Damit wir diese Krise bewältigen können, brauchen wir Richtung, Tempo und ein klares Zielbild für den Standort. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam handeln, um Hemmnisse abzubauen, Investitionen zu stärken und Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Die Rede des BDI-Präsidenten auf dem TDI 2026.
Konjunkturprognose: Deutsches BIP wächst 2026 nur noch um 0.4 Prozent
Die Konjunktur schwächt sich weiter ab: Der BDI senkt seine Wachstumserwartung für Deutschland 2026 von 1,0 auf 0,4 Prozent, auch im Euroraum und weltweit fällt das Wachstum geringer aus. Industrie und Nachfrage verlieren an Dynamik. Jetzt braucht es ein entschlossenes Reformpaket, um Investitionen zu stärken und Wachstum wieder anzukurbeln.
BDI-Präsident: Lage der Industrie kritisch – Aufbruch braucht klares Zielbild und Reformpaket
Berlin, 22. Juni 2026 - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert von der Bundesregierung einen deutlich entschlosseneren wirtschaftspolitischen Reformkurs. „Die Lage der deutschen Industrie ist kritisch. Kritisch heißt aber nicht hoffnungslos. Kritisch heißt, dass es jetzt auf Entscheidungen ankommt“, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger anlässlich des Tags der Industrie (TDI) 2026 in Berlin.
TDI26: Lage der Industrie kritisch – klares Zielbild und Reformpaket notwendig für gemeinsamen Aufbruch
Die deutsche Industrie ist in einer kritischen Lage. Der Weg aus der Krise liegt jedoch auf dem Tisch. Wir brauchen ein klares Zielbild für das Land und ein faires Gesamtpaket an Reformen. Die Politik muss liefern, konsequent, verlässlich und mit Priorität für Wachstum. Dann wird die Wirtschaft folgen - mit mehr Investitionen, Wachstum und einen neuen Aufbruch am Standort Deutschland.
Resilienz braucht Strategie – nicht nur Einzelmaßnahmen
Unternehmen investieren bereits erheblich in ihre eigene Widerstandsfähigkeit. Doch viele Risiken lassen sich nicht allein auf betrieblicher Ebene bewältigen. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Aus Sicht vieler Unternehmen fehlt eine klare Vorstellung, wie ein resilienter Wirtschaftsstandort aussehen sollte ebenso wie eine übergreifende Strategie für den Weg dorthin. Gefragt sind klare Ziele, bessere Rahmenbedingungen und ein Staat, der dort handelt, wo Unternehmen an Grenzen stoßen.
Unternehmen stärken ihre Resilienz – aber sie können es nicht allein
Geopolitische Spannungen, gestörte Lieferketten und veränderte Energiemärkte haben wirtschaftliche Resilienz zu einer Kernaufgabe der deutschen Industrie gemacht. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Große Unternehmen stärken ihre Widerstandsfähigkeit proaktiv mit konkreten Strategien und Investitionen. Die hohen Kosten dafür tragen sie meist selbst. Dauerhafte Krisenfestigkeit entsteht jedoch nur im Schulterschluss mit den staatlichen Akteuren.
Energiepreisschock bremst Europas Wachstum deutlich aus
Europas Wirtschaft verliert deutlich an Dynamik: Der Energiepreisschock infolge des Nahostkonflikts bremst das Wachstum im Euroraum spürbar aus. 2026 dürfte das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,7 Prozent zulegen – halb so stark wie im Vorjahr. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, droht der Wirtschaft eine Phase der Stagnation, im ungünstigen Fall sogar eine Rezession.
Wirtschaft im Jahr 2025 um 0,2 Prozent gewachsen
Nach schwachem Auftakt im Sommerhalbjahr ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig war die Wirtschaftsleistung in Deutschland erstmals seit zwei Jahren war wieder höher als im Vorjahr. Die Industrieproduktion war 2025 um 1,6 Prozent geringer als im Vorjahr. Dies war der vierte Rückgang in Folge.
Rede von BDI-Präsident Peter Leibinger auf der Müncher Sicherheitskonferenz 2026
Hier finden Sie die vollständige Rede von BDI-Präsident Peter Leibinger auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Leibinger: „Ohne starke Industrie gibt es keine Sicherheit, Freiheit und Handlungsfähigkeit.”
BDI: Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum angesichts der Weltlage umso notwendiger
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert auf seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz von der Bundesregierung eine konsequente Ausrichtung der Politik auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Dies sei angesichts der Weltlage und der jüngsten Zolldrohungen aus den USA umso notwendiger, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger am Mittwoch in Berlin.
BDI-Jahresauftakt: Präsident Leibinger fordert ambitionierte Reformen
Bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz des BDI hat Präsident Peter Leibinger die Bundesregierung zu konsequenten Strukturreformen aufgerufen. 2026 müsse das Jahr werden, in dem Reformen ambitioniert umgesetzt und neue angeschoben werden.
Deutschland bleibt beim Wachstum zurück
„Die Außenwirtschaft wird das Wachstum in diesem Jahr erneut bremsen. Deutschland bleibt im EU-Vergleich unter dem Wachstum anderer Länder", warnt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner in ihren Ausführungen zur Konjunktur. Die Weltwirtschaft wächst voraussichtlich um drei Prozent, die USA um zwei Prozent, China um 4,5 Prozent.
Quartalsbericht Deutschland: Nach zwei Rezessionsjahren nur Mini-Wachstum in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft wächst nur langsam aus der Rezession heraus. Der BDI rechnet für das gesamte Jahr 2025 mit einem leichten Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um plus 0,1 Prozent. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sinkt das vierte Jahr in Folge. Allein von Januar bis Oktober 2025 sank die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um minus 2,1 Prozent.
Investitionen in der Warteschleife
Trotz des verschärften weltweiten Wettbewerbs dürfte der Euroraum moderat wachsen. Zwar wurde ein Zollkompromiss mit den USA erzielt, doch die Belastung für den Außenhandel bleibt hoch. Deutschland setzt mit umfangreichen Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben den stärksten fiskalischen Impuls im Euroraum. Dennoch ist keine deutliche Zunahme der europäischen Investitionstätigkeit im Sinne der Draghi-Agenda erkennbar. Insgesamt bleibt das Wachstumspotenzial im Euroraum zu niedrig, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Europa muss daher seine strukturellen Rahmenbedingungen dringend verbessern.
Industriebericht Dezember 2025
Der BDI rechnet mit einem Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe um minus zwei Prozent (bisher - 0,5 %). In der Europäischen Union dürfte die Industrierezession bereits beendet sein, daher korrigiert der BDI seine Prognose nach oben und rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Industrieproduktion um ein Prozent (bisher - 1 %). Die deutschen Warenexporte dürften im Jahr 2025 nicht weiter sinken.
BDI zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: Industriestrompreis hilft Industrieunternehmen
Zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses sagt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI: „Industriestrompreis hilft Industrieunternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben“.
Vorschläge zum Bürokratieabbau
Bürokratie kostet die Wirtschaft viel Zeit und Geld. Sie behindert Unternehmensübergaben und Existenzgründungen und hemmt Investitionen in Menschen, Maschinen und Geschäftsmodelle. Das Maß an Bürokratie entscheidet mit darüber, wie Deutschland und Europa als Standort im internationalen Wettbewerb erlebt und bewertet werden. Als BDI haben wir eine nicht abschließende Liste mit über 250 Vorschlägen für konkreten Bürokratieabbau auf Bundes- und Europa-Ebene vorgelegt. Es braucht jetzt politischen Mut, klare Ziele und hohes Tempo auf allen Ebenen, um bürokratische Entlastungen unternehmerisch spürbar zu machen und Wachstum zum Nulltarif zu erzeugen.
Die deutsche Industrie in Zeiten von Bitcoins, Stablecoins und digitalem Euro
Digitale Zahlungsmittel sind mehr als ein technisches Update. Sie können die Wettbewerbsfähigkeit von Währungsräumen beeinflussen und die industrielle Wertschöpfung verändern. Damit Europa nicht den Anschluss verliert, braucht es industriegerechte Lösungen.