
Öffentliche Aufträge sind für Unternehmen attraktiv – wenn die Bedingungen stimmen
Ob Laptops, Reinigung oder gleich ein ganzes Gebäude: Öffentliche Auftraggeber aus Bund, Ländern und Kommunen beschaffen Liefer-, Dienst- und Bauleistungen, um ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen zu können. Dies ist eine Chance für die deutsche Industrie, ihre Leistungen anzubieten.
Der ökonomische Wert
Öffentliche Aufträge sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Das jährliche Gesamtvolumen der öffentlichen Aufträge in Deutschland wird mit ca. 400 Milliarden Euro angegeben. Im EU-Binnenmarkt sind es sogar ca. 2 Billionen Euro. Geregelt wird das Ganze durch das Vergaberecht.
Was bleibt zu tun?
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge haben Auftraggeber eine Vielzahl von Vorgaben zu beachten, die eine transparente und nichtdiskriminierende Vergabe im Wettbewerb gewährleisten sollen. Vieles läuft reibungslos, an manchen Stellen gibt es aus Sicht der anbietenden Industrie aber auch nach der Vergaberechtsreform noch Verbesserungsbedarf. Dazu zählt insbesondere die überfällige Einführung eines effektiven Rechtsschutzes für Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte sowie die Abschaffung der Landesvergabe- bzw. Landestariftreuegesetze. Letztere verkomplizieren mit ihren divergierenden Regelungen die Beteiligung an Vergabeverfahren für bundesweit tätige Unternehmen Dies gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Startups.
