
Publikationen
EU-Steueromnibus: Position der Wirtschaft
Die internationale Unternehmensbesteuerung ist zu einem kaum noch beherrschbaren Flickenteppich aus komplexen und inhaltlich überlappenden Regelwerken geworden. Der EU-Steueromnibus bietet die Chance, Doppelregulierungen abzubauen, Quellensteuerverfahren zu vereinfachen und die Rechtssicherheit im Binnenmarkt zu stärken. Die vorgesehenen Entlastungen müssen ambitioniert umgesetzt werden und dürfen nicht durch nationales Gold-Plating verwässert werden. Ziel muss ein einfacheres, verlässlicheres und investitionsfreundlicheres EU-Steuerrecht sein, das Europas Wettbewerbsfähigkeit stärkt und auf neue Belastungen für Unternehmen verzichtet.
Aussetzung und Vereinfachung der globalen Mindeststeuer
Die globale Mindeststeuer verursacht Wettbewerbsnachteile und unverhältnismäßigen Bürokratieaufwand der deutschen Wirtschaft, trotz der jüngsten Vereinbarung der G7 von Juni 2025. Mit einem aktuellen Positionspapier fordert der BDI eine temporäre Aussetzung der EU-Mindeststeuerrichtlinie sowie weitreichende Vereinfachungen, um den unverhältnismäßigen Bürokratieaufwand und bestehende Wettbewerbsnachteile der deutschen Wirtschaft zu verhindern.
5-Punkte-Plan für eine Steuerpolitik der Zukunft
Attraktive steuerliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen sind ein entscheidender Wachstumsimpuls für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die neue Bundesregierung muss in der 20. Legislaturperiode endlich mutige Reformschritte in der Steuerpolitik umsetzen. Dafür schlägt der BDI ein Sofortprogramm für eine wachstumsfördernde Steuerpolitik der Zukunft vor.
Einigung der G20-Staaten zur globalen Mindeststeuer
Der BDI unterstützt die Einigung der G20-Staaten über eine globale Mindeststeuer und begrüßt die Neuaufteilung der Besteuerungsrechte an Unternehmensgewinnen zur Vermeidung unilateraler Digitalsteuern. Hiermit wird eine Steuervermeidung bei Unternehmen über Steuergestaltung und Verlagerung von Gewinnen in Niedrigsteuerländer verhindert. Im Ergebnis wird damit ein „Level Playing Field“ bei der Besteuerung von Unternehmensgewinnen geschaffen, auf das sich alle Staaten weltweit einigen. Für die Unternehmen sind in der Umsetzung Rechtssicherheit, klare Regeln und die Vermeidung von Doppelbesteuerung entscheidend.