Gemeinsame Erklärung von BDI, BDA und MEDEF anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrats: Europa am Scheideweg: Zeit zu führen
Die Handelsspannungen nehmen erneut zu; die jüngsten EU–US-Zollverhandlungen haben deutlich gemacht, wie fragil die globale Ordnung geworden ist. Europa kann es sich nicht leisten zu zögern: Es muss als starker, souveräner und wettbewerbsfähiger Akteur handeln. Der Draghi-Bericht hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Die Wettbewerbsfähigkeit geht zunehmend verloren, und weiteres Zögern wird die Kosten nur erhöhen.
Europa stärken – durch bilaterale Zusammenarbeit
Eine politisch starke und wettbewerbsfähige EU ist die Grundlage für den Wohlstand in Deutschland. Der europäische Binnenmarkt ist der Heimatmarkt für hiesige Unternehmen. Für die Zukunft bedarf es einer intensiven Kooperation der politischen und wirtschaftlichen Akteure der EU-Mitgliedsländer nicht nur in Brüssel, sondern auch auf bi- und multilateraler Ebene. Wir als BDI arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um Europa zu stärken und die Voraussetzungen für ein stabiles Wirtschaftswachstum in Deutschland zu schaffen.
Frankreich übernimmt Ratspräsidentschaft: „Die Wirtschaft erwartet konkrete Ergebnisse“
Frankreich muss als „ehrlicher und realistischer Makler“ die wichtigsten EU-Gesetzgebungsverfahren voranbringen, fordert Marie-Christine Vaccarezza. Sie leitet seit 15 Jahren das Verbindungsbüro des führenden französischen Wirtschaftsverbands „Mouvement des Entreprises de France (MEDEF)“ in Brüssel und spricht im Interview über die anstehenden französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die EU-Ratspräsidentschaft Frankreichs und die Erwartungen an die neue deutsche Bundesregierung.
Französische Ratspräsidentschaft: Macrons Fahrplan für Europa
Die französische Ratspräsidentschaft hat begonnen. Mit der Veröffentlichung der Agenda ist klar geworden, wie ambitioniert die Pläne von Präsident Emmanuel Macron für die EU sind. Gleichzeitig drohen eine Reihe von Risikofaktoren, diese politischen Pläne zu durchkreuzen. Was ist vom nächsten halben Jahr zu erwarten?
2. Trilaterales Business Forum
Prioritäten für den europäischen Aufschwung
Die gegenwärtige Situation wird ein in Friedenszeiten bisher unbekanntes Maß an öffentlicher Unterstützung erfordern. Die Reaktion der EU muss von beispielloser Tragweite sein. Um den Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft in dieser Krise so gering wie möglich zu halten, braucht es eine starke finanzpolitische Reaktion mit einem hohen Maß an Solidarität für die besonders betroffenen Länder.
1. Trilaterales Business Forum
Anlässlich des ersten trilateralen Business Forums fordern der BDI, Confindustria (Confederazione Generale dell' Industria Italiana) und MEDEF (Mouvement des entreprises de France) die deutsche, italienische und französische Regierung zur Umsetzung struktureller Maßnahmen auf. Diese sollen wesentlich dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit ihre Unternehmen wiederherzustellen und ihre Wirtschaftssysteme sehr viel dynamischer zu machen.
Europas Unabhängigkeit stärken
Angesichts der Herausforderungen im transatlantischen Verhältnis und der Krise der internationalen Zusammenarbeit muss Europa in der Außen- und Sicherheitspolitik enger zusammenstehen als je zuvor. Doch der Weg zu mehr strategischer Autonomie ist umstritten.
Erfolgsfaktor Export: Gemeinschaftsprojekte auf der Kippe
Die diesjährige ILA steht ganz im Zeichen der deutsch-französischen Partnerschaft. Beide Staaten haben im vergangenen Jahr wichtige erste Schritte im Hinblick auf eine engere Kooperation bei Entwicklungs- und Beschaffungsprojekten unternommen. Scheitern könnten die Bemühungen allerdings an unterschiedlichen Auffassungen zum Thema Rüstungsexport.
Deutsch-Französische Zusammenarbeit im Fokus der ILA 2018
Ende April 2018 öffnet die ILA Berlin ihre Pforten für 1.100 Aussteller aus 41 Ländern und rund 150.000 Besucher aus aller Welt. In der Luft- und Raumfahrt stehen Deutschland und Europa weltweit technologisch an der Spitze. Trotz der Spitzentechnologien „Made in Germany“, lassen sich viele Vorhaben jedoch nur gesamteuropäisch realisieren. Umso wichtiger ist der enge deutsch-französische Schulterschluss als Motor Europas. Die deutsch-französischen Weichenstellungen auf der ILA sind wichtige Beiträge zum Ausbau der Verteidigungsfähigkeit Europas, so Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI, im Gastbeitrag.
Länderbericht Frankreich 07/2015
Frankreichs wirtschaftliche Lage bessert sich allmählich. Die Erholung ist jedoch bislang schwach ausgeprägt. Seit Anfang 2014 ist eine klarere Linie für Reformen in der Regierungstätigkeit erkennbar. Die Wirtschaftspolitik ist seitdem in vielen Feldern stärker an Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit orientiert. Frankreichs Finanzpolitik steht allerdings weiterhin vor großen Herausforderungen. Dank einer erneuten Fristverlängerung kann Frankreich gegenwärtig das europäische Regelwerk einhalten.