Grüne Energie in Afrika: Chancen für deutsche Unternehmen
„Die deutsche Wirtschaft steht heute vor großen Herausforderungen“, sagt Heinz-Walter Große, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), beim Frühjahrsempfang zu Ehren des Afrikanischen Diplomatischen Corps in Berlin. Große betont die Notwendigkeit, alternative Quellen für Rohstoffe und Energie sowie neue Absatzmärkte zu erschließen.
Karibuni nyumbani – willkommen zuhause
Unter der Leitung von Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, besuchte eine mehrköpfige Wirtschaftsdelegation im April die kenianische Hauptstadt Nairobi. Die Reise erfolgte anlässlich des Ibrahim Governance Weekend mit dem kenianischen Präsidenten William Ruto und des „The Africa Roundtable“ der Global Perspective Initiative (GPI). Wolfgang Niedermark fasst seine Eindrücke wie folgt zusammen:
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Bundesregierung bremst deutsche Unternehmen aus
„Um im globalen Wettbewerb dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, müssen deutsche Unternehmen ihre Lieferketten und Absatzmärkte stärker diversifizieren. Die afrikanischen Märkte spielen hierbei eine immer wichtiger werdende Rolle“, so Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) konterkariert jedoch die Diversifizierungsbemühungen.
Chancenkontinent Afrika: Afrika-Aktivitäten des BDI
Wirtschaftlich betrachtet ist Afrika als Nachbarkontinent Europas heute wichtiger als je zuvor. Grund dafür sind die immer wichtigeren Rohstoffvorkommen wie seltene Erden, Kobalt, Erdöl und Erdgas. Doch es ist nicht Europa, welcher als wichtigster Handelspartner Afrikas fungiert, sondern das geographisch weitaus entferntere China. Welche Entwicklungen müssen weiterhin vorangebracht werden damit aus dem Chancenkontinent keine vertane Chance wird?
Mehr Wirtschaft mit Afrika!
Im Rahmen der G20-Präsidentschaft wurden für die zukünftige Kooperation mit dem afrikanischen Kontinent und für dessen wirtschaftliche Entwicklung entscheidende Weichen gestellt. Die von den verschiedenen Ministerien formulierten Positionen gilt es umzusetzen mit einem klaren Fokus auf die Privatwirtschaft. Zur Stärkung des Engagements deutscher Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent sollten aus Sicht der Träger der Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) und der Deutschen Afrika Stiftung (DAS) drei Prioritäten bei der zukünftigen Afrikapolitik gesetzt werden.
19. WP: Empfehlungen | Internationale Märkte
Um im Konzert der großen Wirtschaftsmächte weiterhin ein Taktgeber sein zu können, hat Deutschland ein großes Interesse daran, enge Handelsbeziehungen mit den wichtigsten Wachstumsregionen zu halten und auszubauen. Asien, Amerika, Nah- und Mittelost sowie Afrika bieten der deutschen Wirtschaft große Marktchancen. Um sie optimal nutzen zu können, braucht die Industrie politische Flankierung.
Deutsche Wirtschaft engagiert sich in Ostafrika
Afrika ist im Wandel und wichtiger Zukunftsmarkt für die deutsche Industrie. Deutsche Unternehmen in der Region streben daher eine langfristige geschäftliche Beziehung an. „Wir wollen Partner auf Basis einer zuverlässigen Zusammenarbeit sein, keine Geber“, unterstrich Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, auf der ersten „East African Business and Entrepreneurship Conference“ in Nairobi, Kenia.
Ghana: Partnerschaft für die Wirtschaft
Die Stärkung des ghanaischen Partnerverbands in der wirtschaftspolitischen Interessenvertretung ist erklärtes Ziel des BDI. Der BDI unterhält seit 2009 ein Partnerschaftsprojekt mit dem ghanaischen Industrieverband Association of Ghana Industries (AGI) mit dem Ziel, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen in Ghana zu verbessern.