Dialog mit asiatischen Partnerländern auf hohem Niveau fortsetzen

  • Gerade in Asien ist der Einsatz für eine Marktöffnung dann erfolgreich,
    wenn Politik und Wirtschaft kooperieren.

Deshalb:

  • Enge Abstimmung mit Staaten Asiens fortführen.
  • Wirtschaftsthemen zentralen Stellenwert einräumen.
  • Für Marktöffnung und Beteiligung deutscher Firmen an Projekten
    eintreten.

Freien Handel mit Asien fördern

  • 2015 betrugen Exporte nach Asien 154 Mrd. Euro (Anteil von 13,3 %).
  • Im globalen Vergleich wachsen asiatische Entwicklungs- und Schwellenländer weiterhin überdurchschnittlich stark.

Deshalb:

  • Ambitionierte Freihandelsabkommen mit asiatischen Wachstumsmärkten
    abschließen.

Technologie deutscher Unternehmen auf asiatischen Märkten schützen

  • Deutschland und Asien ergänzen sich zum Teil technologisch mit spezifischen Kompetenzen.
  • Technologieschutz ist Voraussetzung für Kooperation mit Asien im Bereich Industrie 4.0.

Deshalb:

  • Staatliche Regulierung, die zu Technologie-Offenlegung zwingt, zurückdrängen.
  • IPR-Schutz verbessern.

Moderne Freihandelsabkommen mit Ländern Lateinamerikas abschließen

  • 2015 betrugen Exporte nach Lateinamerika 33,5 Mrd. Euro.
  • Fehlende/unzureichende Abkommen verschlechtern Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen.

Deshalb:

  • EU-Mercosur-Verhandlungen zügig abschließen.
  • Abkommen mit Mexiko und Chile entsprechend aktuellen Anforderungen modernisieren.

Zugang zum nordamerikanischen Markt erhalten und ausbauen

  • Nordamerika ist zweitgrößte Zielregion deutscher Exporte außerhalb der EU.
  • Zugang zur NAFTA-Zone durch Abkommen mit USA, Mexiko und Kanada.

Deshalb:

  • Handel mit Mexiko auf Basis eines modernisierten FTA weiter intensivieren.
  • CETA zügig ratifizieren.
  • TTIP auf der Agenda halten und fortsetzen.

Nachhaltig Fluchtursachen in Nahost und Nordafrika bekämpfen

  • Nur politische und wirtschaftliche Stabilität vor Ort senkt Flüchtlingszahlen nachhaltig.
  • Deutsche Unternehmen engagieren sich in der Region.

Deshalb:

  • Gesamtstrategie für Region ausarbeiten.
  • Länderspezifische Maßnahmen und Instrumente zur Förderung von Handel und Investitionen erarbeiten.

Auftragsvergaben in Nah- und Mittelost, Nordafrika effektiver flankieren

  • Geschäfte deutscher Firmen in der Region sind stark abhängig vom Erfolg bei der Vergabe von Großprojekten.

Deshalb:

  • Partnern hochrangig und auf Augenhöhe begegnen.
  • Politische Kontakte verstärkt für wirtschaftliche Anliegen nutzen.
  • Vorteile deutscher Produkte hervorheben.

Marktzugang in Iran mindestens erhalten

  • Durch Atomabkommen ist Iran der potenziell größte Wachstumsmarkt der Region.
  • US-Finanzmarktsanktionen erschweren Finanzierung für deutsche Firmen.

Deshalb:

  • Gleichklang der Sanktionslockerungen v. a. mit USA erreichen.
  • Nachteile für US-Geschäfte deutscher Unternehmen, die im Iran aktiv sind, ausschließen.

Afrika als Chancenkontinent begreifen

  • 2017 werden voraussichtlich 9 der 15 weltweit am stärksten wachsenden Volkswirtschaften in Subsahara-Afrika (SSA) liegen.
  • 5 der Top-10-Reformländer befinden sich in SSA.

Deshalb:

  • EPA-Ratifizierung aktiv unterstützen.
  • Länderkreis für Doppelbesteuerungsabkommen erweitern.
  • Wirtschaft aktiv bei Delegationsreisen einbinden.

Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen in Afrika verbessern

  • Rahmenbedingungen sind entscheidend für verstärktes Engagement deutscher Unternehmen in Subsahara-Afrika.
  • Ausgeprägtes Infrastrukturdefizit verhindert Investitionen.

Deshalb:

  • Infrastruktur verbessern.
  • Regionale Integration weiter stärken.
  • Berufliche Bildung fördern.

Visaliberalisierung vorantreiben

  • Strenge Visavorgaben erschweren Geschäftsreisen unnötig.
  • Geschäftsreisende schließen wichtige Verträge ab und geben während ihres Aufenthalts überdurchschnittlich viel Geld aus.

Deshalb:

  • Visapflicht auf europäischer Ebene wo immer möglich abschaffen.
  • Antragsprozesse beschleunigen und verschlanken; Transparenz gegenüber Antragstellern erhöhen.

Gesundheit als wichtigen Entwicklungsfaktor in der Außenpolitik nutzen

  • In Schwellenländern steigt Bedarf an hochwertigen Gesundheitsleistungen.
  • In Entwicklungsländern muss Gesundheitsversorgung verbessert werden.

Deshalb:

  • Expertise deutscher Unternehmen empfehlen und gezielt positiv in der Wirtschafts- und Außenpolitik einsetzen.
Ansprechpartner

Friedolin Strack

Co-Bereichsleiter Internationales, BDI e.V.

Matthias Wachter

Co-Bereichsleiter Innovation, Sicherheit und Technologie, BDI e.V.