Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Industriepolitik Dossier 11/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um vier Prozent. Die Warenexporte aus den Schwellenländern dürften dabei deutlich stärker steigen als die aus den entwickelten Volkswirtschaften. Dem noch immer hohen Auftragsbestand ist es zu verdanken, dass im laufenden Jahr die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe nicht sinkt. In der Europäischen Union setzt die Industrie mit einem Plus von zwei Prozent ihren Wachstumskurs im dritten Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie fort.
Globaler Wachstumsausblick 06/2022: Im Zwillingsschock
Die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr nur noch um rund drei Prozent zulegen. Zum Jahresauftakt waren wir von vier Prozent ausgegangen. Der Zwillingsschock des russischen Kriegs in der Ukraine und der Covid-Strategie Chinas treibt weltweit die Inflation und senkt das Wachstum. Die hohe Inflation im Euroraum und Deutschland erfordert eine geldpolitische Reaktion. Die Europäische Zentralbank strafft die Zügel, um die Inflation bis 2024 wieder in Richtung zwei Prozent zu lenken.
Quartalsbericht Deutschland II/2022: Krieg und Pandemie bremsen Wachstum aus
Aufgrund der russischen Invasion verzögert sich die Erholung von den Pandemie-Folgen. Zum Jahresbeginn war der BDI von 3,5 Prozent BIP-Plus ausgegangen. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau ist frühestens zum Jahresende zu erwarten. Die reale Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr nur um rund 1,5 Prozent steigen. Der Außenhandel wird zur Wachstumsbremse: Der BDI rechnet mit einem Anstieg der Exporte von Waren und Dienstleistungen um 2,5 Prozent. Die Importe werden mit 4,5 Prozent stärker steigen. Grund sind hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie anziehende Auslandsreisen.
Quartalsbericht Deutschland I/2022: Ukraine-Krieg dämpft Investitionsbereitschaft
Für Deutschland sieht der konjunkturelle Ausblick sehr trübe aus. Der Ukraine-Krieg dämpft die wirtschaftlichen Erwartungen und die Investitionsbereitschaft der Industrie erheblich. Eine Störung bei den Gaseinfuhren aus Russland wird komplexe Kaskadeneffekte für Produktionsstörungen in vielen Branchen auslösen. Zusätzlich verursachen hohe Energiepreise erhebliche Kaufkraftverluste für die Verbraucher. Nach zwei Jahren Pandemie sind kaum Steigerungen bei den Privaten Konsumausgaben zu erwarten.
Lessons Learned aus der Corona-Krise
Der BDI, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Zentralverband des Deutschen Handwerks haben einen Zehn-Punkte-Plan mit konkreten Handlungsempfehlungen und Vorschlägen für ein zukünftiges Krisenmanagement entwickelt.
COVID-19: Plädoyer für eine Impfpflicht
Mit dem Auslaufen weitreichender Corona-Beschränkungen zum 19. März 2022 stehen wir vor einer neuen Phase der Pandemie. Für diese erwartet die Industrie von Bund und Ländern nicht nur einen klaren bundeseinheitlichen Fahrplan, sondern auch Richtungsentscheidungen für den weiteren Umgang mit dem Corona-Virus. Dazu gehört die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland.
Zentrale Unternehmensplattform für Deutschland
Der Bund und die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen wollen auf Basis des Einer-für-Alle-Prinzips eine zentrale Unternehmensplattform schaffen, die als One-Stop-Shop möglichst alle Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft bündelt. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sehen darin einen entscheidenden Schritt, um den Bedürfnissen der Unternehmen gerecht zu werden. Zunächst jedoch müssen wesentliche Grundlagen für vollständig digitale Verwaltungsprozesse geschaffen werden.
Referentenentwurf zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von AGs
Das Bundesjustizministerium hat Anfang Februar 2022 einen Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften“ vorgelegt. Der Referentenentwurf sieht die dauerhafte Verankerung der virtuellen Hauptversammlung als vollwertige Alternative zur Präsenzversammlung im Aktiengesetz vor. Aus Sicht des BDI fällt die Gesamtwürdigung des Referentenentwurfs positiv aus. Gleichwohl sind an einigen Stellen Nachbesserungen erforderlich.
Globaler Wachstumsausblick I/2022: Die Weltwirtschaft im Corona-Zyklus
Die Weltwirtschaft legt dieses Jahr voraussichtlich mit gut vier Prozent zu und bleibt auf dem Kurs aufholenden Wachstums. Die Beeinträchtigungen durch die Pandemie setzen sich fort, wenn auch etwas schwächer als zuvor. Auch die Angebotsengpässe in einer Vielzahl von Marktsegmenten werden zumindest das erste Halbjahr noch prägen, dann jedoch allmählich nachgeben. Die internationale Bekämpfung der Pandemie insbesondere in Entwicklungsländern liegt deutlich hinter dem ohnehin unzureichenden Zeitplan zurück. Dies schafft dauerhafte Risiken für die weltweite Erholung.
Konferenz zur Zukunft Europas
Im 21. Jahrhundert stellt uns die Globalisierung vor immer neue politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Die deutsche Industrie unterstützt das Ziel der Konferenz zur Zukunft Europas, die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union (EU) zu stärken und sie zukunftsfähig zu machen. Er stellt die Kernforderungen für die Bereiche vor, in denen die Konferenz Impulse für die Weiterentwicklung der Europäischen Union geben sollen.
Engpässe als Risikofaktoren für Aufschwung und Wertschöpfung
Angebotsseitige Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten zählen aktuell zu den größten gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Davon ist auch die deutsche Industrie aufgrund ihres hohen globalen Vernetzungsgrades betroffen. Im Jahr 2021 beliefen sich die engpassinduzierten Wertschöpfungsverluste der Industrie schätzungsweise auf über 50 Milliarden Euro. Auch 2022 ist mit ähnlich gravierenden Auswirkungen zu rechnen.
Angebotsengpässe und Störungen der globalen Lieferketten
Die angebotsseitige Verfügbarkeit von Roh- und Vorprodukten hat sich seit 2021 massiv verschlechtert. Mittlerweile ist die Mehrzahl der Unternehmen mit Engpässen konfrontiert, wobei die Verfügbarkeit von nahezu allen Rohstoffen beeinträchtigt ist. Angebotsengpässe bremsen die industrielle Wertschöpfung 2021 und 2022 um jeweils mehr als 50 Milliarden Euro. Besonders betroffen sind die Automobil-, Elektro-, Bau- und Kunststoffindustrie sowie der Maschinenbau. Auch das Handwerk leidet darunter.
Industriepolitik Dossier 11/2021
Die Corona-Pandemie hat weltweit einen Produktionsausfall in der Industrie im vergangenen Jahr von mehr als sieben Prozent verursacht. Dieser Verlust ist ein erheblicher Rückschlag. Die Industrieproduktion in Deutschland wird durch Lieferengpässe erheblich behindert. Die jüngste Entwicklung des internationalen Infektionsgeschehens erhöht die Risiken für die Industrieproduktion in diesem Winter massiv.
#WirMachen Gesundheit: Empfehlungen für die 20. WP
Das Thema Gesundheit steht im absoluten Mittelpunkt unseres politischen und wirtschaftlichen Handelns, gerade m Zuge der Covid-19 Pandemie. „Made in Germany“ gilt in vielen Bereichen der Branche als verlässliches Gütesiegel. Um etwaige Herausforderungen der industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW) weiterhin zu bewältigen, muss die Versorgungsqualität durch Forschung, Innovation und Digitalisierung auch zukünftig global erhalten und verbessert werden.
Halbleiter – essenzielle Grundlage in allen industriellen Bereichen
Angesichts des aktuell bestehenden Halbleitermangels in Folge geopolitischer Spannungen, Unterbrechungen von Wertschöpfungsketten und sich Corona-bedingt wandelnder Nachfrage bedarf es einer europäischen Halbleiterstrategie. Zudem muss das IPCEI Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien vorangetrieben und an europäischen Industriebedarfen ausgerichtet werden. Der BDI stellt diese und weitere Handlungsempfehlungen vor.
Das spanische Wiederaufbauprogramm – Chance für vertiefte Zusammenarbeit
Aus dem 750-Milliarden-Euro-Paket des EU-Wiederaufbaufonds „NextGenerationEU“ (NGEU) soll Spanien alleine 152 Milliarden Euro erhalten. Die vorgesehenen Investitionen in den Bereichen Klima, Digitales, Bildung und Forschung bieten Chancen auch für deutsche Unternehmen, die sich in Spanien engagieren wollen.
Der europäische Wiederaufbauplan nach der Corona-Pandemie
Die schweren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie veranlassten die politischen Entscheider der Europäischen Union zum Handeln. Auf eine deutsch-französische Initiative hin schlug die Europäische Kommission im Mai 2020 „NextGenerationEU“ (NGEU) vor, ein befristetes Programm im Umfang von 750 Milliarden Euro. Die finanziellen Mittel sollen die EU-Mitgliedsstaaten bei ihren Maßnahmen für einen nachhaltigen Aufschwung unterstützen.
11. Deutsch-Italienisches Wirtschaftsforum
Deutschland, Italien und die Europäische Union befinden sich an einem kritischen Punkt, was die Bewältigung der Pandemie und die Förderung einer wirtschaftlichen Erholung von der tiefsten Rezession der Nachkriegsgeschichte betrifft. Dies wurde beim Treffen zwischen dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Confindustria, während des 11. Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforums festgestellt.
Nachhaltigkeit in der sozialen Marktwirtschaft
Die Zustimmung zur sozialen Marktwirtschaft in Deutschland ist groß. Das ist ein Ergebnis der Studie Nachhaltigkeit in der sozialen Marktwirtschaft, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Juli 2021 durchgeführt hat. Anders als in früheren Befragungen trägt die soziale Marktwirtschaft nach Einschätzung der befragten Personen auch zu mehr Gerechtigkeit bei.