Digitalisierung als Lösungsgeber in der Circular Economy
Die digitale Durchdringung von Produktion, Produkten, und Dienstleistungen vollzieht sich welt-weit. Die positive Verbindung von digitalen Technologien und die Nutzung von Daten mit der Fortentwicklung des zirkulären Wirtschaftens darf dabei nicht als Zusatz zur Circular Economy verstanden werden, sondern als einer der zentralen Enabler für Kreislaufschließung zwischen den und innerhalb der Wertschöpfungsphasen.
Das neue Verpackungsgesetz mit Leben füllen
Seit Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Es soll helfen die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt zu verringern. Für mehr Umweltschutz, Ressourcenschonung und einen fairen Wettbewerb um die besten Verpackungslösungen muss das neue Gesetz nun wirksam in die Praxis umgesetzt werden. Dabei hilft auch die von den Verpackungsherstellern gegründete und vorfinanzierte „Zentrale Stelle Verpackungsregister“.
Mit Kunststoff die Zukunft gestalten
Sie sind flexibel oder stabil, transparent oder bunt und gleichzeitig bei Bedarf federleicht und sehr belastbar. In der Europäischen Union werden jährlich etwa 49 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt. Doch warum wird dieses Material im Alltag benötigt und was kann getan werden, um Kunststoffanwendungen ein zweites Leben zu schenken?
Neue Europäische Ökodesign-Verordnung für fast alle Produkte
Recycelbares Material, längere Produktlebensdauer, verbesserte Reparaturfähigkeit – mit einer neuen Ökodesign-Verordnung möchte die Europäische Kommission nachhaltigen Produkten auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Ein ambitionierter Regulierungsansatz, der nur mit einer ausreichenden Beteiligung der Produkthersteller Erfolg haben wird.
Zirkuläre Märkte für industrielle Wertschöpfung „Made in Europe“
Mit dem Green Deal der EU von 2019 bis 2024 wurde die zirkuläre Wertschöpfung politisch aufgewertet. Mit Blick auf die Jahre 2024 bis 2029 benennt die BDI-Initiative Circular Economy fünf zentrale Handlungsfelder, um den Rechtsrahmen kohärent zu gestalten und zirkuläre Geschäftsmodelle zu skalieren.
Digitaler Produktpass als Teil der Sustainable Product Strategy der Europäischen Kommission
Im Rahmen der neuen Ökodesign-Verordnung sowie weiterer produktbezogener EU-Gesetze, darunter die Batterieverordnung, die Detergenzienverordnung und der EU-Spielzeugverordnung, ist die Einführung eines digitalen Produktpasses (DPP) geplant. Dieser soll Informationen über die materielle Zusammensetzung und Beschaffenheit von Produkten erfassen und diese Daten entlang der industriellen Wertschöpfungskette weiterleiten.
Anforderungen an kreislauforientierte Konstruktion von Fahrzeugen und Entsorgung von Altfahrzeugen
Der BDI begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine EU-Altfahrzeugverordnung. Um praxisgerechte Anforderungen entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs zu erzielen, die auch den Zielen einer Circular Economy entsprechen, bedarf es einiger Verbesserungen. Auch müssen Wechselwirkungen und Schnittstellen mit weiterer Regulatorik besser berücksichtigt werden.
Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle
Der BDI begrüßt den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission über Verpackungen und Verpackungsabfall. EU-weit harmonisierte und damit einheitliche verpackungsrechtliche Anforderungen sind die Grundlage für die dringend benötigte Planungssicherheit der Unternehmen für Investitionen in das nachhaltige Verpackungsdesign. Dennoch fehlt es an einigen Stellen an Klarstellungen und Konkretisierungen für eine funktionierende Circular Economy, weshalb der BDI Verbesserungsvorschläge vorlegt.
Batterierecycling: Volle Power für E-Mobilität und Energiewende
Ob E-Auto, E-Bike oder E-Scooter: Elektromobilität boomt. Die Zahl der batteriebetriebenen Fahrzeuge auf deutschen Straßen nimmt rasant zu. Laut Statistischem Bundesamt steigerten die deutschen Autohersteller die Produktion von E-Autos im Jahr 2021 um knapp 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen ähnlichen Anstieg gab es bei den Neuzulassungen. Der Bestand an E-Autos hat sich dadurch innerhalb eines Jahres verdoppelt.
BASF: Massenbilanzierte Hochleistungskunststoffe für Auto-Türgriffe
BASF erhält vom Cleantech-Startup, Pyrum Innovations, Pyrolyseöl. Das aus Altreifen gewonnene Pyrolyseöl wird ebenso wie Biomethan als alternativer Rohstoff am Beginn der Kunststoffproduktion eingesetzt.
BSH: „Refurbished“-Angebot mit wiederaufbereiteten Waschmaschinen
Waschmaschinen, die bereits in Betrieb waren, werden durch eine Wiederaufarbeitung in einen zweiten Lebenszyklus eingeführt. Der Prozess ermöglicht die Verlängerung des Produktlebenszyklus und spart geleichzeitig Ressourcen sowie CO2-Emissionen ein.
Entwurf Ökodesign Verordnung
Die EU-Kommission hat im März 2022 den Entwurf für eine neue Ökodesign-Verordnung zur Diskussion gestellt. Sie soll auf potenziell alle Produkte – mit wenigen Ausnahmen -angewendet werden. Bei den Kriterien geht es nicht wie bisher nur um Energieeffizienz sondern vor allem um die Erfordernisse einer Circular Economy wie zum Beispiel Recyclingfähigkeit und Reparierbarkeit. Der BDI unterstützt das Vorhaben und macht konkrete Verbesserungsvorschläge.
Sechs Schritte zur zirkulären Wirtschaft
Die Circular Economy bietet viel Potenzial, Wertschöpfungsprozesse und Geschäftsmodelle neu zu gestalten. Neben industriellen Innovationen braucht es aber auch passende Rahmenbedingungen der Politik, um langlebige, nachhaltige und kreislauffähige Produkte zu designen und in Kreisläufen zu führen. Die BDI-Initiative Circular Economy stellt mit Blick auf die 20. Legislaturperiode zusammen mit weiteren BDI-Gremien sechs Forderungen an die Politik.
Produktdesign für mehr Ressourcen- und Klimaschutz: Die „Sustainable Product Initiative“ der EU-Kommission
Mit ihrem „Green Deal“ zielt die Europäische Kommission auf eine umfassende Transformation der Industrie in Richtung Klimaneutralität und zirkuläre Wirtschaft. Ein Kernelement ist der im März 2020 verabschiedete Action Plan Circular Economy. Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets steht ein recyclingfähiges Produktdesign, das durch Maßnahmen im Rahmen der „Sustainable Product Initiative (SPI)“ erreicht werden soll.
Rohstoffversorgung nachhaltig und innovativ gestalten
Eine nachhaltige, sichere und innovative Rohstoffversorgung ist für das Industrieland Deutschland unabdingbar und Kernanliegen des BDI-Ausschusses für Rohstoffpolitik. Der Ausschussvorsitzende Herwart Wilms betont: „Wir brauchen den strategischen Dreiklang aus heimischen Rohstoffen, internationaler Handelsfreiheit und echter Kreislaufwirtschaft, um unser industrielles Herz in Deutschland weiter schlagen lassen zu können.“
Recycling in Rohstoffpartnerschaften
Deutschland verfügt über eine ausgeprägte Recyclingwirtschaft und hat eine der weltweit besten Recyclingquoten. Der BDI plädiert dafür, das Know-how der deutschen Industrie im Bereich Recycling für bestehende Rohstoffpartnerschaften nutzbar zu machen. Ziel ist es, eine win-win-Situation für die Partnerländer und das Industrieland Deutschland zu erreichen.