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9. LP: Empfehlungen | Europa
Industriestrategie umsetzen und weiterentwickeln
- Starke und innovative Industrie ist Voraussetzung dafür, dass Europa globale Zukunftsthemen auf Augenhöhe mit USA und China mitgestalten kann.
- Europa büßt seit Jahrtausendwende spürbar an industrieller Stärke ein.
Deshalb:
- Konkreten Maßnahmenplan für starke EU-Industriepolitik post-COVID-19 erarbeiten.
- Perspektive der industriellen Wettbewerbsfähigkeit frühzeitig in umwelt-, klima- oder verbraucherpolitische Diskussionen einbringen.
Neustart für den Binnenmarkt forcieren
- Unternehmen können Potential des EU-Binnenmarkts wegen Protektionismus sowie ineffizienter Um- und Durchsetzung von EU-Recht nicht voll ausschöpfen.
Deshalb:
- Vertiefte Integration des EU-Binnenmarkts in allen Bereichen (Waren, Dienstleistungen, Arbeitnehmer, Kapital, Digitales, Energie) zum zentralen Eckpfeiler des europäischen Erholungs- und Wachstumsprogramms in der Post-Corona-Phase machen.
Investitionen und Infrastruktur fördern
- Hohe private und öffentliche Investitionen in Produkte, Wissen, Geschäftsfelder und Infrastruktur vordringlich, um Europas Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu stärken.
Deshalb:
- Konsequent in transeuropäische Verkehrsnetze, digitale Infrastruktur und europäische Energienetze investieren.
Wettbewerbsordnung stärken
- EU-Wettbewerbsordnung hat sich grundsätzlich bewährt.
- Offen protektionistische, auf die Schaffung nationaler Champions ausgerichtete Industriepolitik einiger Drittstaaten sowie zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft markieren neue Herausforderungen.
Deshalb:
- Europäischen Wettbewerbsordnung durch Förderung von Unternehmenskooperationen, bessere Fusionskontrollverfahren, verstärkte Berücksichtigung globaler Konkurrenz bei Fusionsentscheidungen und Fokussierung des Beihilferechts auf Investitions- und Innovationsförderung stärken.
Europäische Digitalwirtschaft zum Spitzenreiter machen
- Zukunft der EU hängt entscheidend davon ab, wie heute Weichen für erfolgreiche Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft gestellt werden.
Deshalb:
- Digitale Transformation der Wirtschaft durch Aufbau eines europäischen Datenraums, Fokussierung auf industrielle digitale Geschäftsmodelle und industriefreundliche Implementierung von Horizont Europa unterstützen.
Industrielle Basis für ein nachhaltiges Europa stärken
- Umgestaltung der EU hin zu klimaneutraler Wirtschaft und Gesellschaft ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.
Deshalb:
- Industriepolitische und ökologische Ziele bei Weiterentwicklung des Gassektors, Kreislaufwirtschaft, Mobilität sowie Klima- und Umweltpolitik in Einklang bringen.
Internationale Wirtschaftsordnung wahren und ausbauen
- Starke Außenwirtschaftspolitik unverzichtbar, um Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und marktwirtschaftliche Prinzipien und Werte zu verteidigen.
Deshalb:
- Welthandelsorganisation WTO als zentrale Ordnungskraft erhalten.
- Liberale Handelsregeln schaffen und international durchsetzen.
- Ambitionierte Außenwirtschaftspolitik gerade im Verhältnis zu USA und China vorantreiben.
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