EP-Abstimmung über EU-USA-Handelsabkommen: Zustimmung stabilisiert transatlantische Handelsbeziehungen
Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, zur Abstimmung im Europäischen Parlament über die Umsetzung des EU-USA-Handelsabkommens:
„Die Zustimmung ist ein notwendiger Schritt zur Stabilisierung der transatlantischen Handelsbeziehungen und zur Wiederherstellung des gegenseitigen Vertrauens. Damit kann die EU ihren Zusagen aus dem Turnberry Deal nachkommen und ihre Verhandlungsposition gegenüber Washington stärken. Sie sendet zugleich ein klares Signal für unsere Verlässlichkeit im globalen Handel. Nun müssen die USA ihrerseits die Vereinbarungen ebenso konsequent umsetzen.
Für die deutsche Industrie ist Planungssicherheit mit den USA wichtig. Der Zolldeal trägt dazu erheblich bei. Ziel muss sein, neue Dynamik im transatlantischen Handel aufzubauen. Die USA wollen ihre Industrialisierung vorantreiben. Die deutsche Industrie kann passende Lösungen und Komponenten liefern, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Die US-Zölle bleiben allerdings eine erhebliche Belastung für die europäische Wirtschaft. Trotzdem darf der Deal nicht durch neue handelspolitische Maßnahmen erneut in Frage gestellt werden.
Wie sich die Beziehungen auch entwickeln: Wir können nicht auf die Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit verzichten. Deshalb müssen Deutschland und die EU ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Strukturreformen, bessere Rahmenbedingungen am Standort sowie konsequenten Bürokratieabbau weiter stärken.“
