
Systemkompetenz – Komplexität ist unsere Kernkompetenz
Wertschöpfung ist heute ein dynamisches, vernetztes Gewebe. Unternehmen, Technologien, Märkte und gesellschaftliche Erwartungen greifen eng ineinander.
Die industrielle Realität hat sich grundlegend verändert. Produkte entstehen nicht mehr in isolierten Wertschöpfungsketten, sondern in komplexen Netzwerken aus Zulieferern, Plattformen, Dienstleistungen und digitalen Infrastrukturen. Diese Komplexität produktiv zu organisieren, zählt zu den Kernkompetenzen der deutschen Industrie.
Besonders sichtbar wird das in großen industriellen Systemen Chemieparks, Energie- und Produktionsinfrastrukturen oder hochautomatisierte Fertigungsverbünde.
Hier arbeiten Großunternehmen, Mittelstand, Familienunternehmen und Start-ups täglich zusammen – hochspezialisiert und dennoch eng verzahnt. Diese Fähigkeit, zur Orchestrierung komplexer Systeme zu verzahnen, ist unser strategischer Standortvorteil. Sie erlaubt Skalierung, Effizienz und Innovation zugleich. In einer Welt wachsender Unsicherheit wird genau diese Kompetenz zum entscheidenden Unterschied.
Weitere Perspektiven
Wofür sich der BDI einsetzt und was wir gemeinsam umsetzen müssen:
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Wir als BDI zeigen mit den Transformationspfaden, dass Zukunftsmärkte über gekoppelte Systeme (Energie, Industrie, Infrastruktur, Regulierung, Finanzierung) funktionieren.
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Wir als BDI fördern digitale B2B-Plattformen „Made in Germany“, die Akteure entlang industrieller Wertschöpfung vernetzen, Daten nutzen und neue kollaborative Geschäftsmodelle ermöglichen.
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Wir als BDI setzen uns dafür ein, Europas Halbleiter-Ökosystem zu stärken (Chips Act 2.0) – als systemische Voraussetzung für nahezu alle Zukunftsmärkte.
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Wir als BDI positionieren das Industrial Metaverse als Chancenträger für die Industrie von morgen – als neue Ebene industrieller Kooperation.
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Wir als BDI setzen uns seit über einer Dekade dafür ein, dass die deutsche Industrie die digitale Vernetzung von realen und virtuellen Produktionssystemen (Industrie 4.0) produktiv nutzt, um komplexe Wertschöpfungsnetzwerke zu gestalten.
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Wir als BDI setzen uns für erfolgreiche Wasserstoffverbünde ein.
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Wir als BDI zeigen am Beispiel Stromnetze, dass industrielle Systeme nur durch hochkomplexe „Orchestrierung Tausender Reglerparameter“ stabil beherrschbar sind.
Gestaltungskraft
Deutschland steht inmitten tiefer technologischer, wirtschaftlicher und geopolitischer Veränderungen. Alte Ordnungen lösen sich auf – eine neue geoökonomische Ordnung entsteht.
Diese Neuordnung ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern prägt bereits heute industrielle Entscheidungen. Globale Lieferketten werden neu bewertet, technologische Abhängigkeiten offen benannt, geopolitische Risiken in wirtschaftliche Kalkulationen integriert.
Verbinden
Nicht die Exzellenz einzelner Unternehmen macht die industrielle Stärke aus, sondern die Fähigkeit, technologische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Akteure intelligent zu verbinden. Studien zeigen: Industrielle Wertschöpfung entfaltet ihre größte Wirkung im Verbund.
Handlungsfähigkeit
Die Zukunft Europas hängt von unserer Fähigkeit ab, Innovation, Verteidigung und Demokratie gemeinsam und entschlossen voranzutreiben – durch enge industrielle Zusammenarbeit – durch mehr europäische Integration – durch die Stärkung des europäischen Binnenmarkts.
Dauerwandel
Transformation ist zu einer gesellschaftlichen Aufgabe geworden, die unseren Wohlstand sichern und mehren kann. Die Industrie trägt Verantwortung, diese Aufgabe anzupacken und voranzutreiben. Veränderung ist kein kurzfristiges Projekt, sie ist ein Dauerzustand. Klimawandel, demografische Entwicklung, Digitalisierung und sicherheitspolitische Anforderungen verändern Märkte und Produktionsweisen grundlegend. Innovation wird damit zur zentralen Quelle zukünftigen Wohlstands.
Leadership
Die Frage ist nicht, ob die deutsche Industrie führt, sondern wie sie in dieser neuen Ordnung vorangeht – für Deutschland und Europa. Führungsverantwortung ergibt sich aus Fähigkeit und Wirkung. Die deutsche Industrie verfügt über beides: technologische Exzellenz, hohe industrielle Wertschöpfungstiefe und internationale Vernetzung.
Fundament
Ein glaubwürdiger Führungsanspruch basiert auf wirtschaftlicher Stärke. Sie ermöglicht es, in einer veränderten Welt handlungsfähig zu bleiben und Souveränität und Resilienz zu sichern. Wirtschaftliche Stärke ist die Voraussetzung politischer Gestaltungsfähigkeit. Sie schafft Investitionsspielräume, ermöglicht technologische Entwicklung und erhöht die Fähigkeit, auf Krisen zu reagieren. Ohne industrielle Substanz bleibt strategische Autonomie eine Illusion.
Verbundkraft
Innovation und Transformation entstehen dort, wo sich Branchen-, Sektoren- und Technologien verbinden. Viele der entscheidenden Innovationen unserer Zeit entstehen an Schnittstellen: zwischen Energie und Industrie, zwischen Digitalisierung und Gesundheit, zwischen Mobilität und Infrastruktur.
Verlässlichkeit
Deutschland und Europa verfügen über ein stabiles, rechtssicheres Umfeld, das verlässliche Kooperation ermöglicht – ein entscheidender Standortvorteil in der globalen Konkurrenz. Rechtssicherheit, Verlässlichkeit und institutionelle Stabilität sind zentrale Voraussetzungen für langfristige industrielle Kooperation. Deutschland und Europa bieten hier ein Umfeld, das Vertrauen schafft – zwischen Unternehmen, Investoren und Staaten.
Zusammenhalt
Das internationale Umfeld ist volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig. Veränderte weltweite Machtverhältnisse, hybride Bedrohungen und bewusst eingesetzte wirtschaftliche Abhängigkeiten verändern die Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort grundlegend.








