Richtlinie zu Green Claims: Teure Doppelregulierung oder notwendiger Schutz vor Greenwashing?
Die geplante EU-Richtlinie zu umweltbezogenen Werbeaussagen soll für mehr Transparenz sorgen und Verbraucher wirksam vor Greenwashing schützen. Gleichzeitig drohen Unternehmen jedoch erhebliche, teils prohibitive Zusatzkosten und eine kontraproduktive Doppelregulierung – zumal bestehende Vorschriften den Verbraucherschutz bereits umfassend abdecken.
Deutsches Ressourceneffizienzprogramm setzt neue Akzente
Mit der dritten Auflage ProgRess III berücksichtigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) insbesondere nachhaltige Ressourcennutzung und -lieferung sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Bewährte Maßnahmen der vorherigen Auflagen wie die Innovationsförderung werden dabei fortgesetzt. Der BDI begrüßt die Fortschreibung des Programms und wird dessen Umsetzung konstruktiv begleiten.
EU schränkt Verwendung von Kunststoffen in ausgewählten Produkten drastisch ein
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben eine schnelle politische Einigung zur sogenannten Richtlinie über Einwegkunststoffe erzielt. Die Europäische Kommission hatte die Initiative zur Richtlinie über Einwegkunststoffe ergriffen, um dem immer massiver werdenden Problem des Kunststoffeintrags in die Weltmeere und an Stränden entgegenzuwirken.
Das neue Verpackungsgesetz mit Leben füllen
Seit Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Es soll helfen die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt zu verringern. Für mehr Umweltschutz, Ressourcenschonung und einen fairen Wettbewerb um die besten Verpackungslösungen muss das neue Gesetz nun wirksam in die Praxis umgesetzt werden. Dabei hilft auch die von den Verpackungsherstellern gegründete und vorfinanzierte „Zentrale Stelle Verpackungsregister“.
Mit Kunststoff die Zukunft gestalten
Sie sind flexibel oder stabil, transparent oder bunt und gleichzeitig bei Bedarf federleicht und sehr belastbar. In der Europäischen Union werden jährlich etwa 49 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt. Doch warum wird dieses Material im Alltag benötigt und was kann getan werden, um Kunststoffanwendungen ein zweites Leben zu schenken?
BDI unterstützt Entwurf für eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie
Die Bundesregierung hat im Juni 2024 den Entwurf für eine „Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie“ (NKWS) veröffentlicht, die den Weg in eine zirkuläre Wirtschaft in Deutschland ebnen soll. Mit Blick auf die ehrgeizigen nationalen und europäischen Klimaziele sowie weiterer Herausforderungen für die Industrie unterstützt der BDI die Ziele der NKWS und wird ihre Umsetzung konstruktiv begleiten.
Neue Europäische Ökodesign-Verordnung für fast alle Produkte
Recycelbares Material, längere Produktlebensdauer, verbesserte Reparaturfähigkeit – mit einer neuen Ökodesign-Verordnung möchte die Europäische Kommission nachhaltigen Produkten auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Ein ambitionierter Regulierungsansatz, der nur mit einer ausreichenden Beteiligung der Produkthersteller Erfolg haben wird.
Circular Economy in Europa: Perspektiven in der EU und den Mitgliedstaaten
Vor den Europawahlen im Juni und zum Ende der Amtszeit der aktuellen Europäischen Kommission ist es Zeit, Bilanz über den European Green Deal zu ziehen, insbesondere über das von der Kommission mit großer Energie vorangetriebene Konzept einer zirkulären Wirtschaft – Circular Economy. Anlass genug für die europäische Industrie auf einem Workshop im Januar 2024 über die Perspektiven und Entwicklungen der Circular Economy in den Mitgliedstaaten und der EU zu diskutieren.
Digitaler Produktpass als Teil der Sustainable Product Strategy der Europäischen Kommission
Im Rahmen der neuen Ökodesign-Verordnung sowie weiterer produktbezogener EU-Gesetze, darunter die Batterieverordnung, die Detergenzienverordnung und der EU-Spielzeugverordnung, ist die Einführung eines digitalen Produktpasses (DPP) geplant. Dieser soll Informationen über die materielle Zusammensetzung und Beschaffenheit von Produkten erfassen und diese Daten entlang der industriellen Wertschöpfungskette weiterleiten.
Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
Die Bundesregierung will zum Januar 2024 eine Vorgabe einführen, dass bei neu eingebauten Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden. Für den BDI weist das Vorhaben in die richtige Richtung. Bei dem Gesetzentwurf vom März 2023 gibt es allerdings eine ganze Reihe dringender Änderungsbedarfe.
Produktdesign für mehr Ressourcen- und Klimaschutz: Die „Sustainable Product Initiative“ der EU-Kommission
Mit ihrem „Green Deal“ zielt die Europäische Kommission auf eine umfassende Transformation der Industrie in Richtung Klimaneutralität und zirkuläre Wirtschaft. Ein Kernelement ist der im März 2020 verabschiedete Action Plan Circular Economy. Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets steht ein recyclingfähiges Produktdesign, das durch Maßnahmen im Rahmen der „Sustainable Product Initiative (SPI)“ erreicht werden soll.
Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Motor für den Green Deal
Jedes Jahr werden in der EU Milliarden Tonnen an Abfall produziert – statistisch gesehen kommen auf jeden einzelnen Bürger rund fünf Tonnen zusammen. Dabei ist ein großer Teil des gigantischen Müllbergs vermeidbar. Der European Green Deal beschleunigt daher den Übergang zur Kreislaufwirtschaft in Europa. Die deutsche Industrie verfolgt bereits einen nachhaltigen Ansatz, um Abfallprodukte als Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen.
„Rohstoffe werden nicht verbraucht, sondern gebraucht“
Johannes F. Kirchhoff ist geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe und damit Entwicklungspartner der Automobilindustrie für komplexe Metall- und Hybridstrukturen für Rohkarosserie und Fahrwerk sowie führender Anbieter von Lösungen für Entsorgungslogistik und Straßenreinigungstechnologien. Im Interview spricht er über geschlossene Rohstoffkreisläufe, die Herausforderungen der Industrie im Umgang mit Rohstoffen und was die BDI-Initiative Circular Economy dazu beiträgt.
Circlenomics
Die Idee des effizienten Rohstoffkreislaufs kann die Debatte um Müllvermeidung ablösen. Wenn es keinen Müll, sondern nur noch Rohstoffe in verschiedenen Herstellungs- und Verwendungszyklen gäbe, hätte dieses Prinzip seinen Höhepunkt erreicht.
Industrielle Kreislaufwirtschaft als europäischer Wettbewerbsvorteil
Abfall gewinnt als Rohstoffquelle immer mehr an Bedeutung. Denn für den Wirtschaftsstandort Europa entsteht ein doppelter Wettbewerbsvorteil, wenn diese Ressource intelligent genutzt wird: eine stabile Rohstoffversorgung schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Neue Recyclingtechnologien und Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft bieten zudem große Chancen für Innovation in Europa. Um das Potenzial der Kreislaufwirtschaft in Europa stärker nutzen zu können, müssen in der neuen Legislaturperiode die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Wer Produkte länger nutzt, spart damit Ressourcen
Die Verfügbarkeit von primären und sekundären Rohstoffen ist die Grundlage für die industrielle Wertschöpfung und damit für Beschäftigung, Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Europa. Die Europäische Union steht vor der Aufgabe, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft weiter zu fördern.
Ressourceneffizienz in der Kreislaufwirtschaft
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen ist die Grundlage für die industrielle Wertschöpfung und damit für Beschäftigung, Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Aufgrund der weltweit weiter steigenden Nachfrage nach Rohstoffen führt an einer nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen kein Weg vorbei.