Wirtschaftssicherheit und Resilienz als Fundament einer zukunftsfähigen Industrie
Deutschlands große Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen stellen in einer geopolitisch geprägten Welt nicht nur wirtschaftliche Risiken für die industrielle Transformationsfähigkeit Deutschlands dar, sondern gefährden Europas strategische Souveränität und unsere nationale Sicherheit. Werden Rohstoffe nicht geliefert, stehen Produktionsbänder still, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa werden beeinträchtigt. Eine strategische Rohstoffpolitik fördert Investitionen sowohl in den Aufbau eigener Kapazitäten als auch die Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Ländern ebenso wie Innovationen, die den Einsatz kritischer Rohstoffe reduzieren oder substituieren. Angesichts der wachsenden geopolitischen und ökonomischen Risiken ist es unerlässlich, dass Politik und Industrie gemeinsam ein zukunftsfähiges Modell zur Absicherung von Rohstofflieferketten entwickeln. Mit unserem Papier macht das Bündnis Zukunft der Industrie konkrete Vorschläge.
BDI-Gremienstruktur
Der BDI ist so vielfältig wie auch die deutsche Industrie. Und doch spricht er mit einer Stimme! Die gemeinsame Meinungsbildung des Verbandes findet in einer Vielzahl von Gremien statt. Die Gremien-Broschüre bietet einen Überblick, welche Ausschüsse und Arbeitskreise für die Positionierung des BDI verantwortlich sind und welche Themen dort ganz konkret bearbeitet werden.
Stellungnahme Gesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen (KRITIS-Dachgesetz)
Der BDI begrüßt, dass mit dem Entwurf des KRITIS-Dachgesetzes ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen unternommen wird. Zugleich besteht in zentralen Punkten weiterhin Anpassungsbedarf, damit der Rechtsrahmen der aktuellen sicherheitspolitischen Lage gerecht wird. Erforderlich sind insbesondere eine enge Harmonisierung mit dem NIS2UmsuCG, klare Zuständigkeiten, praktikable und rechtssichere Vorgaben sowie eine zügige gesetzliche Klärung der Zuständigkeiten bei der hoheitlichen Aufgabe der Drohnenabwehr. Betreiber kritischer Infrastrukturen benötigen verlässliche Prozesse, Transparenz und Planungssicherheit.
BDI zum Nationalen Sicherheitsrat: Perspektive der Wirtschaft einbinden
Zur Verabschiedung der Geschäftsordnung des Nationalen Sicherheitsrats erklärt Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI:
Gemeinsam sicher
Die geopolitischen Entwicklungen und hybriden Bedrohungen erfordern eine grundlegende Reform der Sicherheitsarchitektur Deutschlands, die eine engere Kooperation von Staat und Wirtschaft, klare Zuständigkeiten und ein tagesaktuelles Lagebild sicherstellt. Strategien und Gesetze müssen konsequent umgesetzt werden – dazu gehört auch die rasche nationale Umsetzung der NIS-2- und CER-Richtlinie durch die neue Bundesregierung.
EU-Verteidigungsgipfel: Begrüßenswerte Vorschläge zu Stärkung und Ausbau europäischer Verteidigungskapazitäten
Zum EU-Verteidigungsgipfel äußert sich Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Die deutsche Industrie begrüßt die Vorschläge der Europäischen Kommission und des Rates zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten.“
BTW25: Strategisch souverän werden
Strategische Souveränität im europäischen Verbund ist für Deutschland in der Zeitenwende von entscheidender Bedeutung. Sie sichert dem Land in Zeiten großer geopolitischer und wirtschaftlicher Veränderungen Handlungsfähigkeit. Angesichts des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine, dem wachsenden Einfluss autoritärer Staaten und technologischer Umbrüche muss Deutschland mehr für seine Souveränität tun.
Bundestagswahl 2025: Eine neue Agenda für Wachstum
Drone Day 2024
Eckpunkte der Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie
Der Schutz der Wirtschaft ist elementarer Baustein innerer und äußerer Sicherheit. Der BDI begrüßt die Erarbeitung einer nationalen Wirtschaftsschutzstrategie. Viele der vorgesehenen Maßnahmen sind seit langem zentraler Bestandteil des Forderungskatalogs des BDI. Gleichwohl muss der angestrebte ganzheitliche Ansatz deutlich weiterentwickelt werden. Dies erfordert auf staatlicher Seite vor allem die Überwindung des Silodenkens - innerhalb und zwischen den Ressorts.
Vertrauenswürdigkeitsüberprüfung
Der Schutz von Unternehmen vor Spionage, Sabotage, Wirtschafts- sowie Cyberkriminalität setzt ein ganzheitliches Schutzkonzept voraus. Neben organisatorischen und technischen Maßnahmen müssen auch die Mitarbeitenden integraler Bestandteil ganzheitlicher Sicherheitsansätze sein. Der BDI schlägt daher die Einführung einer freiwilligen Vertrauenswürdigkeitsüberprüfung im Rahmen des NIS-2-Umsetzungsgesetzes und des KRITIS-Dachgesetzes vor.
Zeit für eine entwicklungspolitische Zeitenwende
Der Kontext, in welchem Entwicklungspolitik stattfindet, hat sich fundamental geändert. Im Kern steht ein globaler Systemwettbewerb zwischen autokratischen Regimen und demokratischen Staaten. Bestimmt wird er von politischen Machtmanövern mit militärischen und wirtschaftlichen Mitteln. Es geht neben dem Lösen globaler Herausforderungen um Allianzenbildung, geostrategische Interessen, Rohstoffsicherung und Technologieführerschaft. Dieses Grundsatzpapier liefert Ansätze und Handlungsempfehlungen für die dringend notwendige entwicklungspolitische Zeitenwende.
BDI-Präsident Russwurm auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Realität der Zeitenwende ist noch nicht in den Köpfen angekommen
BDI-Präsident Siegfried Russwurm äußert sich auf der Auftaktveranstaltung zur 60. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) von BDI und der vbw Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: „Die raue Realität der Zeitenwende ist noch nicht in den Köpfen angekommen – und im Handeln schon gar nicht: Der notwendige Wandel wird vor allem rhetorisch beschworen.“
EU-Strategie für Wirtschaftssicherheit: Mehr Balance zwischen wirtschaftlicher Offenheit und Verbesserung unserer Defensivinstrumente
Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, sagt zum heute vorgestellten Update der EU-Strategie für Wirtschaftssicherheit: „Die EU-Kommission sollte mehr für die versprochene Balance zwischen wirtschaftlicher Offenheit und der Verbesserung unserer Defensivinstrumente tun.“
Die Bedeutung von NewSpace für die deutsche Industrie
Die von der Strategieberatung Roland Berger und BDI gemeinsam erstellte Studie „Space-enabled Germany“ belegt die Bedeutung von NewSpace für die deutsche Industrie. Der Markt für weltraumgestützte Anwendungen wird bis 2040 jährlich um 7,4 Prozent auf 1,25 Billion Euro wachsen, so ein zentrales Ergebnis. Besonders groß ist die Bedeutung für die Landwirtschaft, den Automobilsektor und den Bereich Konsumgüter, Touristik und Gesundheit.
Halbzeitbilanz der Bundesregierung: Krise hat Belastungen für Wohlstand gebracht, Strukturprobleme erneut verstärkt
Anlässlich der Halbzeitbilanz der Bundesregierung sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Die Krise hat große Belastungen für unseren Wohlstand gebracht, aber auch längst vorhandene, tiefgreifende Strukturprobleme erneut verstärkt.“
Halbzeitbilanz der Bundesregierung – was zu tun ist
Der anfängliche Geist der „Fortschrittskoalition“ wurde mit der Realität des Krisenmanagements konfrontiert. Strukturelle Defizite wurden hierbei nochmals klarer: Der bürokratische Aufwand überlastet insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, es mangelt an Vertrauen der Politik gegenüber der Wirtschaft, Energiepreise und Steuerlast sind nicht international wettbewerbsfähig. Der Industriestandort bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wir brauchen in den kommenden zwei Jahren eine klare Agenda für mehr Wachstum und mehr private Investitionen.
Stellungnahme zum Referentenentwurf des KRITIS-Dachgesetzes
Der BDI begrüßt den im Gesetzesentwurf verfolgten All-Gefahren-Ansatz, dem Anspruch eines „Dachgesetzes“ wird er aber nicht gerecht: Er vernachlässigt die ineinander verschränkte Risikolage im Cyber- und physischen Raum. Zudem ist er in weiten Teilen ungenau, Begrifflichkeiten werden inkonsistent verwendet. Der BDI fordert eine engere Einbindung der Wirtschaft, speziell bei der Erarbeitung der nachgelagerten Rechtsverordnungen.
Schutz von Kritischen Infrastrukturen als Grundpfeiler nationaler Sicherheit
Ein Dachgesetz zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Dachgesetz) sollte primär darauf abzielen, das vielzitierte „Zuständigkeits-Wirrwarr“ im Sicherheitsbereich umfassend auszuräumen. Es gilt, unklare Zuständigkeiten sinnvoll zu ordnen, Behörden auf Bundes- und Landesebene eng miteinander zu vernetzen, Schutzpflichten konvergent, widerspruchsfrei und transparent zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen Akteuren von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in der Prävention und im Ernstfall zu verbessern.
Industriepolitik Dossier 04/2023
Der BDI rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um ein Prozent. Der Auftragsvorlauf in der Industrie reicht noch weit bis in die zweite Jahreshälfte. Gleichzeitig lösen sich die Lieferengpässe langsam auf. Im Verarbeitenden Gewerbe der Europäischen Union war eine sehr heterogene Entwicklung zu beobachten. Während Pharmageschäft und Elektroindustrie gut laufen, fahren energieintensive Branchen ihre Kapazitäten runter.