BDI-Handlungsempfehlungen zur Hightech Agenda Deutschland
Die Hightech Agenda Deutschland setzt wichtige Impulse in der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik zur Stärkung unseres Industriestandorts. Durch die gezielte Förderung von sechs definierten Schlüsseltechnologien und zusätzliche Investitionen in fünf strategische Forschungsfelder wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um die Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologische Souveränität von Deutschland und Europa durch Forschung und Innovation nachhaltig zu sichern. Trotz vielversprechender Ansätze kommt es nun maßgeblich auf die Umsetzung der Agenda an. Es braucht klar definierte Ziele, Verantwortlichkeiten und Erfolgskontrollen. Dazu müssen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft miteinander kooperieren und auch Start-ups einbinden. Gleichzeitig sieht die deutsche Industrie weiterhin erheblichen Handlungsbedarf bei der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung in den jeweiligen Technologiebereichen.
BDI-Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Verkehr für ein Viertes Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften
Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren können einen Beitrag zur Defossilisierung des Straßengüterverkehrs leisten. Die bestehende Befreiung dieser Fahrzeuge von der Maut sollte daher beibehalten werden, um Anreize für deren Hochlauf zu setzen.
Wechsel zu elektrischen Antrieben beschleunigen
Die amtierende Bundesregierung hat sich für das Jahr 2030 das Ziel von 15 Millionen rein batterieelektrische Pkw im Fahrzeugbestand gesetzt. Gleichzeitig hat die Bundesregierung mit dem kurzfristigen Auslaufen des Umweltbonus im Dezember 2023 das zentrale Instrument für den erforderlichen beschleunigten Hochlauf der Elektromobilität bei Pkw abgeschafft. Der vollständige und vorzeitige Wegfall des Umweltbonus wird den Hochlauf von Elektrofahrzeugen verzögern. Die neu gewählte Bundesregierung ist dringend aufgefordert, rasch Entscheidungen für alternative Nachfrageanreize zu treffen
Verkehrsträgerwechsel, Multimodalität und Kombinierten Verkehr anreizen
Neben der Optimierung der einzelnen Verkehrsträger gilt es, das Zusammenspiel der Verkehrsträger zu optimieren. Wo immer möglich, sollte die Schiene und das Binnenschiff einen größeren Anteil an den Transport- und Logistikketten übernehmen.
Vielfältigen Instrumentenkoffer für Klimaschutz in der Mobilität nutzen
Unter der Voraussetzung, dass Klimaschutz im Verkehr ohne Mobilitätsverluste für Bevölkerung und Wirtschaft sowie sozial und ökonomisch ausgewogen erreicht werden soll, muss der Fokus auf einem in sich schlüssigen Instrumentenbündel liegen. Dieses sollte technologieoffen und im Einklang mit den auf europäischer Ebene bereits beschlossenen sowie zurzeit noch diskutierten Green-Deal-Vorhaben umgesetzt werden. Dabei gilt es auch die dringend erforderlichen Überprüfungen der beschlossenen EU-Dossiers zu einem kohärenten europäischen Gesamtansatz für Klimaschutz in der Mobilität voranzubringen.
BTW25: Zukunftsfähige Mobilität
Welche Maßnahmen sind notwendig, damit die Transformation zur klimaneutralen Mobilität gelingen kann? Das sind unsere Forderungen an die neue Bundesregierung für eine zukunftsfähige Mobilität.
#PowerUpEurope: Für eine nachhaltige Mobilität, eine wettbewerbsfähige Logistik und globale Konnektivität
Leistungsfähige Verkehrssysteme sind essenziell für den wirtschaftlichen Erfolg der EU. Wettbewerbsfähigkeit und die Transformation zur Klimaneutralität erfordern zuverlässige Infrastrukturen, eine nachhaltige Energie- und Rohstoffversorgung, den Ausbau der Kreislaufwirtschaft und fortschreitende Digitalisierung. Bürokratieabbau, weniger Berichtspflichten und eine bessere Abstimmung zwischen den Ressorts sind unerlässlich, um Effizienz und Innovation zu fördern. Der BDI setzt dafür folgende Prioritäten:
"Die Wettbewerbsfähigkeit mit all ihren Facetten wird eine Kernaufgabe dieser Legislatur sein"
Bei der Europawahl 2024 wurde Alexandra Mehnert als Kandidatin der CDU Sachsen-Anhalt erstmalig ins Europäische Parlament gewählt. Dort ist die 50-jährige Politikwissenschaftlerin Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Tourismus. Im Interview erläutert sie ihre Motivation, sich als Europaabgeordnete zu engagieren, nennt die größten Herausforderungen für europäische Unternehmen in den kommenden Jahren und ihre Prioritäten, wie sie Europa wieder zu einem attraktiven und starken Wirtschaftsstandort machen will.
Gesetz zur steuerlichen Behandlung von lediglich mit E-Fuels betreibbaren Kraftfahrzeugen
Das Erreichen der Klimaschutzziele im Straßenverkehr gelingt nur mit dem technologieoffenen Einsatz von alternativen Antrieben und grünen Kraftstoffen. Der Entwurf des Bundesfinanzministeriums für ein E-Fuels-only-Gesetz verfolgt diesen Ansatz. Künftig sollen E-Fahrzeuge und solche, die ausschließlich mit E-Fuels betreibbar sind, steuerlich gleichbehandelt werden. Für mehr Klimaschutz sollte das Gesetz aus BDI-Sicht alle CO2-neutralen Kraftstoffe umfassen und deutlich vor 2030 starten.
Infrastrukturentwicklung neu denken – Finanzierungsperspektiven schaffen
In Deutschland ist der Zusammenhang von Wohlstand einerseits und leistungsfähigen Verkehrsinfrastrukturen andererseits besonders stark ausgeprägt. Dennoch sind die deutschen Verkehrswege seit Jahrzehnten dramatisch unterfinanziert. Es brauch nicht nur eine nationale Kraftanstrengung zur Revitalisierung unserer Infrastrukturen, sondern vor allem auch ein Überdenken des bisherigen Finanzierungssystems sowie seiner wenig effizienten Mechanismen.
Transformationspfade – Handlungsempfehlungen zur Studie
Wie kann eine umfassende und ganzheitliche Transformation des Industriestandortes Deutschland als Antwort auf die vielen strukturellen Herausforderungen aussehen? Wie unterschiedlich ist die Industrie konkret betroffen und wie kann der Industriestandort wieder langfristig wetterfest gemacht werden, um Anschluss an die Wachstumsdynamik anderer großer Volkswirtschaften zu finden? Diesen Fragen beantwortet die Studie „Transformationspfade für das Industrieland Deutschland“, die wir bei BCG und dem IW in Auftrag gaben. Die vorliegenden BDI-Handlungsempfehlungen ergänzen diese Studie und befassen sich mit Möglichkeiten der Politik für konkrete nächste Schritte.
Transformationspfade für das Industrieland Deutschland | Langfassung
Die vom BDI bei BCG und IW in Auftrag gegebene Studie „Transformationspfade“ zeigt, wie das Industrieland Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig bleibt. Über 30 Unternehmen und Verbände und mehr als 40 Expertinnen und Experten analysierten von Oktober 2023 bis September 2024 die Standortbedingungen für die Industrie und industrienahe Dienstleistungen. Jetzt die Studie lesen!
Transformationspfade für das Industrieland Deutschland | Kurzfassung
Die vom BDI bei BCG und IW in Auftrag gegebene Studie „Transformationspfade“ zeigt, wie das Industrieland Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig bleibt. Über 30 Unternehmen und Verbände und mehr als 40 Expertinnen und Experten analysierten von Oktober 2023 bis September 2024 die Standortbedingungen für die Industrie und industrienahe Dienstleistungen. Jetzt die Studie lesen!
Transformationspfade-Studie
Die vom BDI bei der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Auftrag gegebene Studie „Transformationspfade“ ist ein Wake-Up Call und zeigt, wie das Industrieland Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig bleibt. Über 30 Unternehmen und Verbände und mehr als 40 Expertinnen und Experten analysierten von Oktober 2023 bis September 2024 die Standortbedingungen für die Industrie und industrienahe Dienstleistungen.
Überraschende Erkenntnisse und Empfehlungen an die Politik
Im Interview erklärt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer was hinter der Transformationspfade-Studie steckt, was untersucht wurde, warum die Transformation für die Industrie ein so wichtiges Thema ist, welche Erkenntnisse für ihn überraschend waren und welche Empfehlungen an die Politik abzuleiten sind.
Handlungsempfehlungen für den Industriestandort Deutschland
Deutschland ist Industrieland und soll es bleiben. Mehr als in den meisten hoch entwickelten Volkswirtschaften basiert Deutschlands Wohlstand auf industrieller Wertschöpfung. Doch dieses Geschäftsmodell ist stärker herausgefordert denn je. Aufbauend auf der Transformationspfade-Studie hat der BDI Handlungsempfehlungen definiert. Wie wird Deutschland wieder wettbewerbsfähig? Wie sichern wir die industrielle Basis? Und wie beschleunigen wir neues Wachstum?
#PowerUpEurope: Prioritäten zur Steuerpolitik in Europa
Zur neuen Legislaturperiode in Europa sind auch neue Weichenstellungen in der europäischen Steuerpolitik notwendig. Für die neue EU-Kommission muss nun der wirtschaftliche Aufbruch in der EU und die Stärkung des EU-Binnenmarkts im Mittelpunkt stehen. Der BDI bringt die Prioritäten der Wirtschaft zur Steuerpolitik in Europa zum Ausdruck.
#PowerUpEurope: Mobilität
Der wirtschaftliche Erfolg der Europäischen Union beruht auf leistungsfähigen Verkehrssystemen, die den Binnenmarkt ermöglichen und Arbeitsplätze schaffen. Mit fünf Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt und zehn Millionen Beschäftigten ist der Verkehrssektor unverzichtbar. Krisen wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg zeigen die Bedeutung stabiler Logistikketten. Der BDI bietet klare Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige, sowie wettbewerbsfähige Mobilität.
Gesetz zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes
Die Bundesregierung will den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur mit einer Tankstellenversorgungsauflage voranbringen. Der BDI unterstützt das Ziel, kritisiert aber die gewählte Maßnahme: Sie ist nicht zielgenau und verpflichtet Tankstellenbetreiber zu unrentablen Investitionen an schwach frequentierten Standorten. Für den weiteren Aufbau gilt es insbesondere zentrale Hemmnisse wie fehlende öffentliche Flächen und Netzanschlüsse aufzulösen.
#PowerTalk: Empfehlung zur Nachhaltigkeit und Mobilität
Die EU will Technologien und Innovationen für die grüne Transformation fördern. Warum reicht es nicht aus, dabei nur auf hohe CO2-Preise im EU-Emissionshandel zu setzen? Schaut man sich die bescheidenen Zulassungszahlen für E-Autos an, scheint das Ziel einer klimafreundlichen Mobilität noch in weiter Ferne zu liegen. Wie kriegt man mehr Tempo in die Verkehrswende und welche Rolle müssen dabei die sogenannten E-Fuels spielen?