Indirekte Steuern liefern den größten Beitrag zum Gesamtsteueraufkommen

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Der Anteil der indirekten Steuern am Steueraufkommen betrug 45,3 Prozent (insgesamt 331 Mrd. Euro) im Jahr 2017 (Quelle BMF). Darunter fallen mit 226 Mrd. Euro die Umsatzsteuer, mit 41 Mrd. Euro die Energiesteuer und mit 7 Mrd. Euro die Stromsteuer. Die Bedeutung indirekter Steuern für die deutschen Industrieunternehmen besteht in der Tatsache, dass bei fast allen Transaktionen des Wirtschaftsverkehrs indirekte Steuern eine Rolle spielen. Die Komplexität der bestehenden Abrechnungsmethoden führen jedoch zu einer großen Rechtunsicherheit, die mit hohen unternehmerischen Risiken verbunden ist.

Die zahlreichen Steuerarten werden in indirekte und direkte Steuern untergliedert. Bei einer indirekten Steuer schuldet das Unternehmen als Dritter die Steuer und ist Steuerschuldner gegenüber dem Finanzamt. Die letztendlich mit der Steuer belastete Person (Verbraucher) muss die Steuer nicht an das Finanzamt abführen. Bei indirekten Steuern wird die Steuer über den Preis einer Ware oder Dienstleistung erhoben.

Wichtigste indirekte Steuern

Zu den wichtigsten indirekten Steuern gehören für die Industrieunternehmen die Umsatzsteuer, die Strom- und die Energiesteuer wie auch die Mineralölsteuer. Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht regelmäßig Informationen über die Steuereinnahmen nach Steuergruppen mit Aufteilung auf indirekte und direkte Steuern.