Kolumbien ist der größte Steinkohleexporteur Lateinamerikas. Angesichts knapper werdender Reserven hat sich das Land im Jahr 2015 zu dem ambitionierten Ziel verpflichtet, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen und bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 51 Prozent zu verringern. Die Nutzung von grünem Wasserstoff und Derivaten könnte einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen dieser Ziele leisten. Hier knüpft ein gemeinsames Projekt des BDI und des kolumbianischen Unternehmerverbands ANDI an.

Lateinamerika
Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.
Unter dem Motto „Neue Kooperationen für eine nachhaltige Wirtschaft“ trafen sich am 16. und 17. Juni 2025 in Salvador da Bahia zentrale Akteure der deutschen und brasilianischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu den 41. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen.
Lateinamerika gilt als Wachstumsregion mit großem Potenzial – auch aktuell mit wenig Wachstum und in schwierigen Zeiten. Die Region hat da großen Bedarf, wo die deutschen Unternehmen viel zu bieten haben. Trotzdem bleibt das wirtschaftliche Engagement Deutschlands in der Region weit unter seinen Möglichkeiten. Verbesserte Rahmenbedingungen und neue Handelsabkommen könnten wichtige Impulse für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen geben.
Brasilien bringt gute Voraussetzungen mit, ein starker Wirtschaftspartner zu sein: Eine breite Industriestruktur, riesige landwirtschaftliche Flächen, Bodenschätze sowie eine junge und konsumfreudige Bevölkerung. Das Land muss jedoch seine Industrie modernisieren und ausbauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und das fünftgrößte Land der Welt mit über 215 Millionen Einwohnern.
Die geografische Lage Mexikos und der Zugang zum US-Markt durch das Freihandelsabkommen USMCA macht Mexiko für viele internationale Unternehmen zu einem attraktiven Standort. Weiterhin bietet das Land politische Stabilität, freien Handel durch zahlreichen Abkommen, einen großen Binnenmarkt und ein gutes Ausbildungsniveau in technischen Berufen.
Mit der Einreichung der Beschlussvorlage für das EU-Mercosur-Abkommen durch die EU-Kommission an den Rat im September 2025 ist ein entscheidender Schritt getan. Nun müssen die Mitgliedsstaaten alles daransetzen, dass die Ratifizierung zügig gelingt. Das Abkommen würde einen Markt von mehr als 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern schaffen, eine der größten Handelszonen weltweit. Es eröffnet neue Chancen für Unternehmen, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Zugang zu wichtigen Märkten und Rohstoffen. Zugleich setzt es ein klares Signal für Offenheit und fairen, regelbasierten Handel in Zeiten zunehmenden Protektionismus.
In geopolitisch schwierigen Zeiten müssen Deutschland und Europa Ausschau halten nach neuen Partnern in der Welt. Lateinamerika spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Ausbau der bereits engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit – insbesondere mit Brasilien – bietet auch der deutschen Industrie neue Impulse. Bei den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen im Juni werden wir untersuchen, wie Kooperationen in den Bereichen Dekarbonisierung, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Innovationen und der Ausbau nachhaltiger Infrastrukturen konkret aussehen könnten. Wolfgang Niedermark erklärt im Video, warum Lateinamerika als Verbündeter und wichtiger Zukunftsmarkt mehr Aufmerksamkeit verdient.
Auf der Konferenz vom 22. bis 24. September in Wolfsburg haben wir intensiv für den Abschluss des EU-Mercosur Handelsabkommen getrommelt. Alle Teilnehmenden waren sich über die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile einig, die das Abkommen in dieser Größenordnung mit sich bringt.
Anlässlich der 40. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage äußern sich BDI-Präsident Siegfried Russwurm und Gunnar Kilian, Vorsitzender des Lateinamerika-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (LADW) und Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG.
Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, sagt anlässlich des EU-CELAC-Gipfeltreffens in Brüssel: „Das erste Gipfeltreffen der EU mit den Lateinamerika- und Karibikstaaten nach acht Jahren ist ein erster wichtiger Schritt, um wieder Fahrt in den Beziehungen aufzunehmen.“







