Normen und Standards stärken den internationalen Handel, schaffen Vertrauen in einer vernetzten Welt und gestalten die grüne Transformation Deutschlands, Europas und der Welt. Starke Ambitionen autoritär regierter Staaten offenbaren die politische und strategische Dimension von Normung und Standardisierung und stellen westliche Industriestaaten vor neue Herausforderungen.

Technikpolitik und Normung
Normen und Standards stärken den internationalen Handel, schaffen Vertrauen in einer vernetzten Welt und gestalten die grüne Transformation Deutschlands, Europas und der Welt. Starke Ambitionen autoritär regierter Staaten offenbaren die politische und strategische Dimension von Normung und Standardisierung und stellen westliche Industriestaaten vor neue Herausforderungen.
Unter dem Motto „Setting the Standard: Driving resilience and circularity in the European market“ diskutierte am 1. April 2025 der BDI die strategische Bedeutung von Normen – als Hebel zur Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, zur Förderung der Transformation hin zu einer Circular Economy und zur Sicherung der technologischen Souveränität der EU.
Wird der Rechtsrahmen des Binnenmarkts bei Einsatz von delegierten Rechtsakten und Durchführungsrechtsakten über eine zunehmende und rechtsverbindliche Detailregelung durch die Kommission selbst und eine Schwächung der Stellung von harmonisierten EU-Normen wieder in die Phase der starren Regulierung von vor 1985 zurückfallen? Aufkommenden Innovationshindernissen ist im Interesse von Wettbewerbsfähigkeit und Binnenmarkt rechtzeitig zu begegnen.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im März 2024 entschieden, dass ein überwiegendes öffentliches Interesse am freien Zugang zu vier harmonisierten europäischen Normen (hEN) besteht. Was zunächst positiv erscheinen mag, lässt jedoch noch viele Fragen offen und beunruhigt Vertreter der Wirtschaft und Normungsorganisationen.



