Der Abbau der Steuerbürokratie ist eine Forderung des BDI an die Politik. © Oliver Helbig

Wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern in Deutschland

In einer neuen, international geprägten Ausgangslage sind strukturelle Anpassungen der steuerlichen Rahmenbedingungen nötig, um künftiges Wachstum sicherzustellen. Der BDI setzt sich für international wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern in Deutschland ein.

Dossiers

Handlungsempfehlungen

Steuerbelastung von max. 25 Prozent sicherstellen

Angesichts einer durchschnittlichen Steuerbelastung der Unternehmen in der OECD von 24,7 Prozent und in den 28 Mitgliedstaaten der EU von 22,7 Prozent sollte auch in Deutschland mittel- bis langfristig die (effektive) Steuerbelastung nicht mehr als 25 Prozent betragen.

Steuerrecht strukturell reformieren

Zur Stärkung des Innovationsstandortes fordert der BDI, eine Steuergutschrift in Höhe von zehn Prozent des Personalaufwands für Forschung und Entwicklung einzuführen.

Steuerrecht mit Einzelmaßnahmen verbessern

Umstrukturierungen dürfen nicht mehr von bürokratischen Hürden des Steuerrechts behindert werden. Der BDI fordert daher eine Reduzierung von Nachweis- und Dokumentationspflichten sowie der Anforderungen an eine steuerliche Organschaft.

Rechts- und Planungssicherheit (Tax Certainty) gewährleisten

Die Anzahl internationaler Besteuerungskonflikte ist stark gestiegen. Um Unternehmen vor dem Risiko der Doppelbesteuerung zu schützen, müssen Verfahren zur Streitbeilegung und Streitvermeidungsmechanismen optimiert sowie ihre Effizienz verbessert werden.

Bibliothek

Steuerliche Sofortmaßnahmen für den Unternehmensstandort Deutschland

Im internationalen Vergleich hat sich Deutschland mittlerweile zum Hochsteuerland entwickelt und andere Länder schaffen durch steuerliche Reformmaßnahmen Standortvorteile. In Deutschland gab es seit zehn Jahren weder nennenswerte Steuerstrukturreformen noch Entlastungen für die Unternehmen. Ein Konzept für eine zukunftsorientierte Steuerpolitik ist dringend erforderlich.