
Verkehrsministerkonferenz: Investitionen in Infrastruktur und Konnektivität priorisieren
Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer:
„Das Sondervermögen sollte mit zusätzlichen Investitionen endlich den massiven Sanierungsstau auflösen. Doch die Bilanz ist ernüchternd: Der Investitionshochlauf kommt erstmals seit 2022 ins Stocken und die Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur sinken 2027 im Vergleich zum Vorjahr um rund 700 Millionen Euro. Es wird nach wie vor zu wenig in die Verkehrsinfrastruktur investiert.
Deutschland verliert gleichzeitig die Anbindung an Europa und die Welt: Seit 2019 ist das Sitzplatzangebot an deutschen Flughäfen um 35 Millionen Plätze gesunken, während der Luftverkehr im Rest Europas wächst. Die Folge sind direkte Wertschöpfungsverluste im Luftverkehr sowie ein Rückgang an Konnektivität für Industrie und Bevölkerung.
Bund und Länder müssen Investitionen in Infrastruktur und Konnektivität priorisieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Industriestandorts zu sichern. Projekte müssen langfristig sicher finanziert, Verfahren beschleunigt und die Standortkosten im Luftverkehr halbiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Industriestandorts zu sichern.“
