
Publikationen
Wesentliche Anforderungen an den Digitalen Produktpass (DPP)
Digitale Produktpässe (DPP) ermöglichen die digitale Erfassung und Bereitstellung produktbezogener Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit werden sie zu einem strategischen Instrument für den angestrebten Übergang zu einer zirkulären, digitalen und resilienten Wirtschaftsweise auf europäischer wie nationaler Ebene. Sie eröffnen Unternehmen zugleich neue Chancen zur Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle, zur Stärkung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit und bieten Lösungen bei der Verfügbarkeit und dem Transfer von harmonisierten digitalen Daten. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssen die Anforderungen der Wirtschaft berücksichtigt werden.
Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von Ökodesign, Energieverbrauchskennzeichnung und weiterer Regelungen
Ökodesign mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktgestaltung und Ressourcenschonung ist ein zentrales Element für die Umsetzung der Circular Economy. Mit der EU-Ökodesignverordnung steht die Bundesregierung nun vor der Aufgabe, einen pragmatischen, EU-harmonisierten und mittelstandsfreundlichen Ansatz zu finden. Eine solche Umsetzung ist entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit, Rechtsklarheit und Akzeptanz in der Wirtschaft sicherzustellen. Andernfalls drohen erhebliche Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die die branchenweite Umsetzung der Circular Economy in Deutschland gefährden könnten.
Europäisches Umweltrecht auf den Prüfstand stellen
Das europäische Umweltrecht ist inzwischen ein deutlich zu enges Korsett, um die Verfahren wirklich nachhaltig beschleunigen zu können. Die zunehmend komplexe, unübersichtliche und teilweise veraltete europäische Rechtslage bedarf dringend einer Modernisierung, Deutschland muss hier auf EU-Ebene mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort EU auftreten.
Umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen
Der Entwurf der Europäischen Kommission vom November 2017 für eine Regelung mit Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Lichtquellen sieht vor, dass bereits ab September 2020 neue Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen gelten sollen und somit nur mit den Mindestanforderungen an die Stromeffizienz konforme Lösungen auf den Markt gebracht werden dürfen. Diese Frist erscheint für den Einsatz im industriellen Produktionsprozess in besonderen Fällen zu kurz.
EU-Ökodesign-Richtlinie
Die Europäische Kommission hatte in ihrem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft Anfang Dezember 2015 (2015/614/EG) festgelegt, dass bei der weiteren Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG Kriterien der Ressourceneffizienz stärker als bisher berücksichtigt werden sollen. Diese müssen marktkonform und widerspruchsfrei sein. Bei der Einbeziehung von Kriterien der Ressourceneffizienz in die weitere Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie fordert die Industrie daher die Beachtung bestimmter Grundsätze.