
Publikationen
Konsultation der Europäischen Kommission zum Circular Economy Act
Die Europäische Kommission hat vom 01.08. bis zum 06.11.2025 die öffentliche Konsultation zum Circular Economy Act durchgeführt, der im dritten Quartal 2026 veröffentlicht werden soll. In seiner Stellungnahme betont der BDI, dass er die Initiative der Kommission zur Vereinheitlichung der europäischen Circular Economy Rechtssetzung begrüßt und macht Vorschläge wie eine gelungene Ausgestaltung des Circular Economy Acts aussehen kann.
European Commission consultation on the Circular Economy Act
From August 1 to November 6, 2025, the European Commission conducted a public consultation on the Circular Economy Act, which is scheduled to be published in the third quarter of 2026. In its statement, the BDI emphasizes that it welcomes the Commission's initiative to harmonize European circular economy legislation and makes suggestions as to what a successful Circular Economy Act might look like.
Essential requirements for the Digital Product Passport (DPP)
Digital Product Passports (DPPs) enable the digital collection and provision of product-related information along the entire value chain. This makes them a strategic instrument for the transition toward a circular, digital, and resilient economy at both the European and national level. At the same time, they offer companies new opportunities to develop sustainable business models, strengthen their innovative capacity and competitiveness, and provide solutions for the availability and exchange of harmonized digital data. To fully unlock this potential, the needs of industry must be taken into account.
Wesentliche Anforderungen an den Digitalen Produktpass (DPP)
Digitale Produktpässe (DPP) ermöglichen die digitale Erfassung und Bereitstellung produktbezogener Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit werden sie zu einem strategischen Instrument für den angestrebten Übergang zu einer zirkulären, digitalen und resilienten Wirtschaftsweise auf europäischer wie nationaler Ebene. Sie eröffnen Unternehmen zugleich neue Chancen zur Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle, zur Stärkung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit und bieten Lösungen bei der Verfügbarkeit und dem Transfer von harmonisierten digitalen Daten. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssen die Anforderungen der Wirtschaft berücksichtigt werden.
Gesetz zur Modernisierung der nationalen Umsetzung von Ökodesign, Energieverbrauchskennzeichnung und weiterer Regelungen
Ökodesign mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktgestaltung und Ressourcenschonung ist ein zentrales Element für die Umsetzung der Circular Economy. Mit der EU-Ökodesignverordnung steht die Bundesregierung nun vor der Aufgabe, einen pragmatischen, EU-harmonisierten und mittelstandsfreundlichen Ansatz zu finden. Eine solche Umsetzung ist entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit, Rechtsklarheit und Akzeptanz in der Wirtschaft sicherzustellen. Andernfalls drohen erhebliche Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die die branchenweite Umsetzung der Circular Economy in Deutschland gefährden könnten.
Wertschöpfung neu denken
Die Circular Economy muss eine zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung Deutschlands zu einem resilienten und treibhausgasneutralen Industriestandort spielen. Zirkularität muss dazu fester Bestandteil der Industrie- und Standortpolitik werden und in Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Innovationen auslösen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dazu hat der BDI acht Forderungen für die 21. Legislaturperiode entwickelt.
15 Forderungen für zirkuläre Wertschöpfung „Made in Europe“
Mit dem Green Deal der EU von 2019 bis 2024 wurde die zirkuläre Wertschöpfung politisch aufgewertet. Mit Blick auf die Jahre 2024 bis 2029 benennt die BDI-Initiative Circular Economy fünf zentrale Handlungsfelder mit 15 Forderungen, um den entwickelten Rechtsrahmen kohärent zu gestalten und zirkuläre Geschäftsmodelle zu skalieren.
ISO/TC 323 Circular Economy
Um eine solide und harmonisierte Normenstruktur zu erarbeiten, die die Ziele des Green Deals, des Circular Economy Action Plans (CEAP) und der deutschen Industrie mitträgt, braucht es eine verlässliche und progressive Struktur, um die Transferleistung der internationalen in die europäische Normung – und umgekehrt – zu garantieren. Der ISO/TC 323 Circular Economy auf internationaler Ebene ist mit fünf Arbeitsgruppen eines der ambitioniertesten Projekte in der Gremienlandschaft horizontaler Normung. Die Initiierung und der Grundgedanke hinter dem TC sind grundsätzlich begrüßenswert, leider ziehen sich zum Teil große inhaltliche Diskrepanzen und Harmonisierungsbedarf durch die Arbeit in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen.
Eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie für Deutschland
Die Bundesregierung hat einen Dialogprozess zur Erarbeitung einer „Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie“ (NKWS) gestartet, die den Weg in eine zirkuläre Wirtschaft in Deutschland ebnen soll. Mit Blick auf die ehrgeizigen nationalen und europäischen Klimaziele sowie weiterer Herausforderungen für die Industrie unterstützt der BDI die Ziele der NKWS und wird den Dialogprozess konstruktiv begleiten. Im Fokus: eine sinnvolle Ergänzung des EU-Aktionsplans Circular Economy von 2020.