China ist für viele deutsche Unternehmen einer der wichtigsten Märkte weltweit. Umgekehrt ist Deutschland für die aufstrebende asiatische Macht der größte Handelspartner in Europa und wichtiger Technologielieferant. Gleichzeitig stehen beide Länder mit ihren unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen in einem Spannungsfeld zwischen Partnerschaft und systemischen Wettbewerb.

Aktuelles zum Thema
Ana­ly­se zur in­dus­tri­el­len De­kar­bo­ni­sie­rung Chi­nas und ih­ren Aus­wir­kun­gen auf Eu­ro­pa

Das Repräsentanzbüro des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in China und CP Global Insight haben heute im Rahmen einer Veranstaltung in Peking ihr neues Policy Brief mit dem Titel „How is PRC Industry Decarbonising?“ vorgestellt. Die Veranstaltung beleuchtete, wie Chinas Bestrebungen zur Reduzierung industrieller Emissionen die globalen Klimaziele beeinflussen und die Wettbewerbsdynamik mit der europäischen Industrie verändern werden, während sich die EU auf die nächste Phase des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) im Jahr 2026 vorbereitet.

3 Fra­gen, 3 Ant­wor­ten: Han­dels­streit zwi­schen Chi­na und den USA: Me­tall­kri­se droht

Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich zu. Auf die hohen US-Zölle reagiert China mit einem Exportstopp auf schwere seltene Erden und Permanentmagneten. Das trifft auch die deutsche Industrie. Für die grüne und digitale Transformation sind seltene Erden unerlässlich. Wir haben bei unserem Rohstoffexperten Stefan Steinicke nachgefragt, welche Folgen zu erwarten sind für die deutsche und europäische Industrie und wie die Bundesregierung jetzt noch wichtige Rohstoffe sichern kann.

Zwi­schen Ko­ope­ra­ti­on und Kon­kur­renz – Ein Rei­se­be­richt aus Asi­en von Tan­ja Gön­ner

Von Indien über China bis Indonesien – der Welthandel verschiebt sich immer mehr hin zu den asiatischen Volkswirtschaften. Mit ihrer Marktgröße und Kaufkraft bietet die Asien-Pazifik-Region deutschen und europäischen Unternehmen Raum zum Wachsen und Diversifizieren. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner war vor Ort. In China und Indien traf sie Wirtschafts- und Regierungsvertreter, lotete Möglichkeiten für Kooperation aus, sprach Herausforderungen in der Zusammenarbeit und Lösungen für ein Level-Playing-Field an. Wir waren mit Kamera dabei.

Chi­na-Stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung – was soll­ten Un­ter­neh­men jetzt wis­sen?

Die Bundesregierung hat Mitte Juli 2023 ihre China-Strategie beschlossen, die aus Sicht des BDI richtig und angemessen ist. Sie analysiert klar die Herausforderungen, vor die China uns stellt. Die drei Dimensionen des Verhältnisses zu China sind benannt – China ist Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fordern gemeinsam, die richtige Balance herzustellen. Mit welchen Auswirkungen müssen deutsche Unternehmen jetzt rechnen?

Chi­na-Stra­te­gie – De­ris­king aber kein De­cou­pling ist rich­ti­ger An­satz

Offen adressiert die neue China-Strategie die Risiken im Umgang mit China. Insgesamt setzt die Bundesregierung die richtigen Schwerpunkte – doch bei der konkreten Ausgestaltung einiger Maßnahmen bleiben noch Fragen und Fallstricke. Vorsicht ist vor allem geboten, Handlungsspielräume von Unternehmen zu engmaschig kontrollieren oder einschränken zu wollen. Wie die China-Strategie im Detail aussieht und was sie konkret für deutsche Unternehmen mit China-Geschäft bedeutet, erklärt BDI-China-Expertin Patricia Schetelig im Interview.

BDI zur Chi­na-Rei­se von von der Ley­en und Macron: Re­si­li­enz stär­ken, Kom­mu­ni­ka­ti­on su­chen

Zur China-Reise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Es ist richtig und notwendig, dass Europa seine wirtschaftliche und technologische Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit stärkt, während es weiterhin Kommunikation und Austausch mit China sucht.“

Chi­nas Wirt­schafts­po­li­tik als Her­aus­for­de­rung für die eu­ro­päi­sche Wirt­schaft

Aus Chinas 14. Fünfjahresplan (2021–2025) und den langfristigen Plänen bis 2035 geht deutlich hervor, dass technologische Selbstständigkeit und globale Führung bei Zukunftstechnologien für Chinas Machthaber eine zentrale Rolle einnehmen. Auch ausländischen Beobachtern ist spätestens seit der 2015 ins Leben gerufenen Initiative »Made in China 2025« klar, dass die Volksrepublik in den entscheidenden Technologien der kommenden Jahrzehnten mit aller Macht an die Weltspitze drängt.

Eu­ro­päi­sche Uni­on im Wett­be­werb mit Chi­na stär­ken

China stellt die Europäische Union und Deutschland vor wachsende Herausforderungen. Mit seinem staatlich geprägten Wirtschaftsmodell ist das Land zugleich Partner und systemischer Wettbewerber. Die Bundesregierung und die Europäische Kommission sind gefordert, die EU im Wettbewerb mit China zu stärken. Nur ein starkes und geeintes Europa ist den wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen durch China gewachsen.