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Wirtschaftssicherheit und Resilienz als Fundament einer zukunftsfähigen Industrie
Deutschlands große Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen stellen in einer geopolitisch geprägten Welt nicht nur wirtschaftliche Risiken für die industrielle Transformationsfähigkeit Deutschlands dar, sondern gefährden Europas strategische Souveränität und unsere nationale Sicherheit. Werden Rohstoffe nicht geliefert, stehen Produktionsbänder still, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa werden beeinträchtigt. Eine strategische Rohstoffpolitik fördert Investitionen sowohl in den Aufbau eigener Kapazitäten als auch die Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Ländern ebenso wie Innovationen, die den Einsatz kritischer Rohstoffe reduzieren oder substituieren. Angesichts der wachsenden geopolitischen und ökonomischen Risiken ist es unerlässlich, dass Politik und Industrie gemeinsam ein zukunftsfähiges Modell zur Absicherung von Rohstofflieferketten entwickeln. Mit unserem Papier macht das Bündnis Zukunft der Industrie konkrete Vorschläge.
BDI-Gremienstruktur
Der BDI ist so vielfältig wie auch die deutsche Industrie. Und doch spricht er mit einer Stimme! Die gemeinsame Meinungsbildung des Verbandes findet in einer Vielzahl von Gremien statt. Die Gremien-Broschüre bietet einen Überblick, welche Ausschüsse und Arbeitskreise für die Positionierung des BDI verantwortlich sind und welche Themen dort ganz konkret bearbeitet werden.
Weltraumbergbau – Zukunftschance für die Rohstoffversorgung
Weltraumbergbau rückt in den Bereich des technisch und wirtschaftlich Möglichen. Dank technologischer Durchbrüche wie der Wiederverwendbarkeit von Raketen und Raumfrachtern, sinkender Startkosten und neuer Trägerraketen werden Transporte ins All und zurück zur Erde deutlich günstiger. Es entsteht ein neues Marktsegment an der Schnittstelle von Raumfahrt, Rohstoffen und strategischer Industriepolitik. Deutschland hat das Potenzial, in diesem Feld eine führende Rolle einzunehmen, wenn Politik, Wirtschaft und Forschung entschlossen und koordiniert handeln.
Wege aus der Abhängigkeit: Wie Deutschland die Rohstoffe für eine zukunftsfähige Wirtschaft sichert
Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im 21. Jahrhundert hängt entscheidend davon ab, die doppelte Herausforderung von Dekarbonisierung und Digitalisierung zu meistern. Eine sichere und stabile Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist deshalb unverzichtbar. Doch Deutschland ist bei kritischen Rohstoffen einseitig von Importen abhängig. Die neue Studie von Roland Berger und BDI zeigt Wege aus der Abhängigkeit.
Rohstoffförderung in der Tiefsee
Um die großen Transformationsvorhaben, wie Energiewende, fortschreitende Digitalisierung und Infrastrukturausbau zu erreichen, müssen klimaneutrale Technologien hochskaliert werden. Der enorme Mehrbedarf an kritischen Rohstoffen für diese Technologien kann durch Rohstoffförderung in der Tiefsee zum Teil mit gedeckt werden.
Wie abhängig ist Deutschland von kritischen Rohstoffen?
Der Supply Chain Pulse Check misst den Druck auf den Unternehmensstandort Deutschland. Die neueste Analyse zeigt anhand von kritischen Rohstoffen und zentralen Vorprodukten die Exponierung Deutschlands, Importtrends und Risiken. Aus drei Szenarien leiten sich Handlungsempfehlungen für die deutsche Industrie ab, zur Erhöhung der Planungssicherheit und der Widerstandsfähigkeit internationaler Lieferketten.
Zeit für eine entwicklungspolitische Zeitenwende
Der Kontext, in welchem Entwicklungspolitik stattfindet, hat sich fundamental geändert. Im Kern steht ein globaler Systemwettbewerb zwischen autokratischen Regimen und demokratischen Staaten. Bestimmt wird er von politischen Machtmanövern mit militärischen und wirtschaftlichen Mitteln. Es geht neben dem Lösen globaler Herausforderungen um Allianzenbildung, geostrategische Interessen, Rohstoffsicherung und Technologieführerschaft. Dieses Grundsatzpapier liefert Ansätze und Handlungsempfehlungen für die dringend notwendige entwicklungspolitische Zeitenwende.
Halbzeitbilanz der Bundesregierung – was zu tun ist
Der anfängliche Geist der „Fortschrittskoalition“ wurde mit der Realität des Krisenmanagements konfrontiert. Strukturelle Defizite wurden hierbei nochmals klarer: Der bürokratische Aufwand überlastet insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, es mangelt an Vertrauen der Politik gegenüber der Wirtschaft, Energiepreise und Steuerlast sind nicht international wettbewerbsfähig. Der Industriestandort bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wir brauchen in den kommenden zwei Jahren eine klare Agenda für mehr Wachstum und mehr private Investitionen.
Industriepolitik Dossier 04/2023
Der BDI rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um ein Prozent. Der Auftragsvorlauf in der Industrie reicht noch weit bis in die zweite Jahreshälfte. Gleichzeitig lösen sich die Lieferengpässe langsam auf. Im Verarbeitenden Gewerbe der Europäischen Union war eine sehr heterogene Entwicklung zu beobachten. Während Pharmageschäft und Elektroindustrie gut laufen, fahren energieintensive Branchen ihre Kapazitäten runter.
Modernisierung des Bundesbergrechts
Heimischer Bergbau ist der natürliche Verbündete, um die politischen Ziele bei grüner und digitaler Transformation zu erreichen und den Standort Deutschland erfolgreich auf den Leitmärkten der Zukunft zu positionieren. Er erhöht die Versorgungssicherheit und hat einen geringeren CO2-Fußabdruck als viele Importe. Die Weiterentwicklung des Bundesberggesetz (BBergG) muss darauf abzielen, mehr heimische Förderung zu ermöglichen.
Industriepolitik Dossier 11/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um vier Prozent. Die Warenexporte aus den Schwellenländern dürften dabei deutlich stärker steigen als die aus den entwickelten Volkswirtschaften. Dem noch immer hohen Auftragsbestand ist es zu verdanken, dass im laufenden Jahr die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe nicht sinkt. In der Europäischen Union setzt die Industrie mit einem Plus von zwei Prozent ihren Wachstumskurs im dritten Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie fort.
Fünf-Punkte-Forderung zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen
Die Zeitenwende gilt auch für die Versorgung mit kritischen mineralischen Rohstoffen. Die Abhängigkeit von seltenen Erden aus China ist bereits größer als bei russischem Gas. Ohne Lithium und Co. wird es keine Energiewende, E-Mobilität, Digitalisierung geben – ebenso keinen Infrastrukturausbau und keine schlagkräftige Verteidigungsindustrie. Die deutsche Industrie schlägt einen Fünf-Punkte-Plan für eine strategische Rohstoffpolitik vor.
Rohstoffe Made in Germany – Schlüssel für eine nachhaltige Wirtschaft
Heimische Rohstoffe sind neben Import- und Recyclingrohstoffen unabdingbar für das Gelingen der grünen und digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verringern die Importabhängigkeit und erhöhen die Versorgungssicherheit. Die Politik muss die richtigen Weichen stellen, damit Rohstoffe auch zukünftig wettbewerbsfähig aus heimischem Abbau gewonnen werden können.
Quartalsbericht Deutschland II/2022: Krieg und Pandemie bremsen Wachstum aus
Aufgrund der russischen Invasion verzögert sich die Erholung von den Pandemie-Folgen. Zum Jahresbeginn war der BDI von 3,5 Prozent BIP-Plus ausgegangen. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau ist frühestens zum Jahresende zu erwarten. Die reale Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr nur um rund 1,5 Prozent steigen. Der Außenhandel wird zur Wachstumsbremse: Der BDI rechnet mit einem Anstieg der Exporte von Waren und Dienstleistungen um 2,5 Prozent. Die Importe werden mit 4,5 Prozent stärker steigen. Grund sind hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie anziehende Auslandsreisen.
Analyse bestehender Abhängigkeiten und Handlungsempfehlungen
Deutschland ist bei vielen für die Energiewende und E-Mobilität benötigten mineralischen Rohstoffen aus China bereits heute abhängiger als von Öl und Gas aus Russland. Da es keine nationalen Reserven gibt, würde ein Lieferstopp die deutsche Industrie folglich sofort und weitreichend treffen. Im zunehmenden globalen Verteilungskampf muss die Bundesregierung ihre Rohstoffstrategie schärfen und mit schlagkräftigen Instrumenten und Maßnahmen unterlegen.
Angebotsengpässe und Störungen der globalen Lieferketten
Die angebotsseitige Verfügbarkeit von Roh- und Vorprodukten hat sich seit 2021 massiv verschlechtert. Mittlerweile ist die Mehrzahl der Unternehmen mit Engpässen konfrontiert, wobei die Verfügbarkeit von nahezu allen Rohstoffen beeinträchtigt ist. Angebotsengpässe bremsen die industrielle Wertschöpfung 2021 und 2022 um jeweils mehr als 50 Milliarden Euro. Besonders betroffen sind die Automobil-, Elektro-, Bau- und Kunststoffindustrie sowie der Maschinenbau. Auch das Handwerk leidet darunter.
Kommentierung des Koalitionsvertrags von SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP
In ihrem Koalitionsvertrag stellen sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP den enormen Herausforderungen der deutschen Industrie. Dies betrifft die Modernisierung des Staates durch Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Transformation des Industriestandortes Deutschland zur Klimaneutralität sowie eine selbstbewusste Außen- und Europapolitik. Die Bedeutung der Industrie und ihrer Innovationskraft steht an vielen und zentralen Stellen sehr deutlich und positiv im Vertrag. Darauf lässt sich aufbauen.
#WirMachen New Space: Empfehlungen für die 20. WP
Raumfahrt ist Vorreiterin für die Wissenschaft und die Entwicklung neuer Technologien. Sie begeistert junge Menschen für Naturwissenschaft, Technik und MINT-Berufe. Deshalb muss die deutsche Industrie Raumfahrt als Teil der Lösung für Nachhaltigkeit und Klimaschutz sehen, auf europäischer Ebene Ziele verfolgen und ambitionierte Projekte realisieren. Dafür bedarf es positiver Rahmenbedingungen sowie einer Stärkung des New Space-Ökosystems.
#WirMachen Rohstoffe: Empfehlungen für die 20. WP
Das Industrieland Deutschland will auch weiterhin eine führende Rolle auf den Märkten für Zukunftstechnologien einnehmen und High-Tech-Produkte „Made in Germany“ produzieren. Dafür muss eine nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen unbedingt gewährleistet sein. Die deutsche Industrie will die wichtigen Zukunftsprojekte, wie die Energiewende, die Elektromobilität und die Digitalisierung und den Wandel dorthin aktiv mitgestalten. Dies gilt es mit wettbewerbsfähiger Rohstoffversorgung und fortschrittlichen industriellen Lösungen zu realisieren.