
Current Tax Policy
A modern tax policy is essential for boosting investment, ensuring competitiveness, and positioning Germany as a sustainable business location for the future. We need simple, reliable, and internationally competitive rules so that investment decisions once again favor Germany. In this way, a smart tax policy provides the necessary momentum for industry.
Zu den Ergebnissen der aktuellen Steuerschätzung sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Die Steuerschätzung ist ein erneuter Weckruf: Solide Staatsfinanzen brauchen mehr Wachstum.“
Die Verschonung von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer ist entscheidend für den Fortbestand familiengeführter und mittelständischer Unternehmen. Sie schützt Arbeitsplätze und verhindert, dass beim Generationenwechsel dringend benötigte Mittel für Investitionen aus den Unternehmen abfließen. Eine Verschärfung der geltenden Regelungen würde die Unternehmensnachfolge erschweren und den Wirtschaftsstandort Deutschland zusätzlich belasten.
Die erbschaftsteuerliche Verschonung von Betriebsvermögen steht erneut auf dem verfassungsrechtlichen Prüfstand. Sie ist jedoch durch gewichtige Gemeinwohlgründe gerechtfertigt, weil sie produktiv gebundene Unternehmen, Investitionen und Arbeitsplätze beim Generationenwechsel schützt. Die geltenden Regelungen sind darüber hinaus an strenge Fortführungs-, Lohnsummen- und Nachversteuerungsvoraussetzungen geknüpft.
Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin zur Erbschaftsteuer: „Die Verschonung von Betriebsvermögen schützt produktive Unternehmen. Gebundenes Unternehmenskapital darf nicht wie frei verfügbares Privatvermögen besteuert werden, denn betriebliches Vermögen ist nicht liquide, sondern beispielsweise in Maschinen, Anlagen und Fabrikgebäuden gebunden.“
On 13 October 2026, the First Senate of the Federal Constitutional Court will hold a hearing on inheritance tax relief for business assets. The central question is whether the different tax treatment of qualifying business assets and non-qualifying private assets is compatible with the German Basic Law. The BDI has been invited to participate as an expert third party and will attend the oral hearing in Karlsruhe.
On 7 September 2026, representatives from politics, academia and the business community met at the BDI to discuss the planned adjustment of the personal income tax schedule and the reforms needed to simplify corporate tax law. The discussion focused on the impact of the Income Tax Reform Act on unincorporated businesses and on ways to simplify tax procedures. It demonstrated that the announced Tax Simplification Act provides an opportunity to remove structural obstacles and improve the tax framework for investment while remaining largely revenue neutral.
Ein Blumenstrauß zum Geburtstag, ein Gutschein für Beschäftigte oder ein Geschäftsessen: Sachzuwendungen und Bewirtungen gehören zum Unternehmensalltag. Steuerlich lösen sie jedoch häufig aufwendige Prüfungen und Aufzeichnungen aus. Unterschiedliche Regelungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht erschweren zudem eine digitale Abrechnung. Der BDI schlägt deshalb ein Wahlrecht für eine vereinfachte Pauschalierung vor, die an den tatsächlichen Aufwendungen ansetzt.
Zum Einkommenssteuerreformgesetz 2027 erklärt Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI: „Kleinteilige Korrekturen schaffen nur minimale Entlastung – sind aber keine echte Tarifreform.“
Komplexe ertragsteuerliche Regelungen verursachen in der Unternehmenspraxis unnötigen Zeit-, Ressourcen- und Bürokratieaufwand und beeinträchtigen damit die Attraktivität des Standorts Deutschland. Insbesondere beim Optionsmodell, bei der Thesaurierungsbegünstigung, der Gruppenbesteuerung, der Gewerbesteuer, der Forschungszulage sowie im internationalen Steuerrecht und im steuerlichen Verfahrensrecht besteht Verbesserungs- und Vereinfachungsbedarf. Der BDI legt zwölf Vorschläge für praxistaugliche, digitale und rechtssichere Verfahren vor, die Wirtschaft und Finanzverwaltung entlasten, ohne auf aufkommenswirksame Steuerentlastungen zu zielen.
Tanja Gönner, BDI-Hauptgeschäftsführerin, anlässlich der Kabinettsklausur: „Kabinettsklausur muss Auftakt für einen Herbst des Handelns sein."












