Die deutsche Industrie ist international konkurrenzfähig. Das gilt immer dann, wenn Industrieunternehmen in Deutschland unter den gleichen Bedingungen wirtschaften können wie die Wettbewerber in anderen Ländern. Wenn aber Standortfaktoren in anderen Ländern wesentlich günstiger sind, z. B. geringere soziale und ökologische Standards gelten, kann das zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen für die Industrieunternehmen in Deutschland führen. Industriepolitik kann helfen, derartige Nachteile auszugleichen.

Aktuelles zum Thema
Kon­junk­tur­pro­gno­se: Deut­sches BIP wächst 2026 nur noch um 0.4 Pro­zent

Die Konjunktur schwächt sich weiter ab: Der BDI senkt seine Wachstumserwartung für Deutschland 2026 von 1,0 auf 0,4 Prozent, auch im Euroraum und weltweit fällt das Wachstum geringer aus. Industrie und Nachfrage verlieren an Dynamik. Jetzt braucht es ein entschlossenes Reformpaket, um Investitionen zu stärken und Wachstum wieder anzukurbeln.

BDI-Prä­si­dent: La­ge der In­dus­trie kri­tisch – Auf­bruch braucht kla­res Ziel­bild und Re­form­pa­ket

Berlin, 22. Juni 2026 - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert von der Bundesregierung einen deutlich entschlosseneren wirtschaftspolitischen Reformkurs. „Die Lage der deutschen Industrie ist kritisch. Kritisch heißt aber nicht hoffnungslos. Kritisch heißt, dass es jetzt auf Entscheidungen ankommt“, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger anlässlich des Tags der Industrie (TDI) 2026 in Berlin.

TDI26: La­ge der In­dus­trie kri­tisch – kla­res Ziel­bild und Re­form­pa­ket not­wen­dig für ge­mein­sa­men Auf­bruch

Die deutsche Industrie ist in einer kritischen Lage. Der Weg aus der Krise liegt jedoch auf dem Tisch. Wir brauchen ein klares Zielbild für das Land und ein faires Gesamtpaket an Reformen. Die Politik muss liefern, konsequent, verlässlich und mit Priorität für Wachstum. Dann wird die Wirtschaft folgen - mit mehr Investitionen, Wachstum und einen neuen Aufbruch am Standort Deutschland.

Re­si­li­enz braucht Stra­te­gie – nicht nur Ein­zel­maß­nah­men

Unternehmen investieren bereits erheblich in ihre eigene Widerstandsfähigkeit. Doch viele Risiken lassen sich nicht allein auf betrieblicher Ebene bewältigen. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Aus Sicht vieler Unternehmen fehlt eine klare Vorstellung, wie ein resilienter Wirtschaftsstandort aussehen sollte ebenso wie eine übergreifende Strategie für den Weg dorthin. Gefragt sind klare Ziele, bessere Rahmenbedingungen und ein Staat, der dort handelt, wo Unternehmen an Grenzen stoßen.

Un­ter­neh­men stär­ken ih­re Re­si­li­enz – aber sie kön­nen es nicht al­lein

Geopolitische Spannungen, gestörte Lieferketten und veränderte Energiemärkte haben wirtschaftliche Resilienz zu einer Kernaufgabe der deutschen Industrie gemacht. Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag des BDI zeigt: Große Unternehmen stärken ihre Widerstandsfähigkeit proaktiv mit konkreten Strategien und Investitionen. Die hohen Kosten dafür tragen sie meist selbst. Dauerhafte Krisenfestigkeit entsteht jedoch nur im Schulterschluss mit den staatlichen Akteuren.

En­er­gie­preis­schock bremst Eu­ro­pas Wachs­tum deut­lich aus

Europas Wirtschaft verliert deutlich an Dynamik: Der Energiepreisschock infolge des Nahostkonflikts bremst das Wachstum im Euroraum spürbar aus. 2026 dürfte das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,7 Prozent zulegen – halb so stark wie im Vorjahr. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, droht der Wirtschaft eine Phase der Stagnation, im ungünstigen Fall sogar eine Rezession.

Re­de von BDI-Prä­si­dent Leib­in­ger bei der MSC 2026

Hier finden Sie die vollständige Rede von BDI-Präsident Peter Leibinger auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Leibinger: „Ohne starke Industrie gibt es keine Sicherheit, Freiheit und Handlungsfähigkeit.”

BDI: Stär­kung von Wett­be­werbs­fä­hig­keit und Wachs­tum an­ge­sichts der Welt­la­ge um­so not­wen­di­ger

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert auf seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz von der Bundesregierung eine konsequente Ausrichtung der Politik auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Dies sei angesichts der Weltlage und der jüngsten Zolldrohungen aus den USA umso notwendiger, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger am Mittwoch in Berlin.