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Quartalsbericht Deutschland: Nach zwei Rezessionsjahren nur Mini-Wachstum in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft wächst nur langsam aus der Rezession heraus. Der BDI rechnet für das gesamte Jahr 2025 mit einem leichten Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um plus 0,1 Prozent. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sinkt das vierte Jahr in Folge. Allein von Januar bis Oktober 2025 sank die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um minus 2,1 Prozent.
Investitionen in der Warteschleife
Trotz des verschärften weltweiten Wettbewerbs dürfte der Euroraum moderat wachsen. Zwar wurde ein Zollkompromiss mit den USA erzielt, doch die Belastung für den Außenhandel bleibt hoch. Deutschland setzt mit umfangreichen Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben den stärksten fiskalischen Impuls im Euroraum. Dennoch ist keine deutliche Zunahme der europäischen Investitionstätigkeit im Sinne der Draghi-Agenda erkennbar. Insgesamt bleibt das Wachstumspotenzial im Euroraum zu niedrig, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Europa muss daher seine strukturellen Rahmenbedingungen dringend verbessern.
Industriebericht Dezember 2025
Der BDI rechnet mit einem Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe um minus zwei Prozent (bisher - 0,5 %). In der Europäischen Union dürfte die Industrierezession bereits beendet sein, daher korrigiert der BDI seine Prognose nach oben und rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Industrieproduktion um ein Prozent (bisher - 1 %). Die deutschen Warenexporte dürften im Jahr 2025 nicht weiter sinken.
Vorschläge zum Bürokratieabbau
Bürokratie kostet die Wirtschaft viel Zeit und Geld. Sie behindert Unternehmensübergaben und Existenzgründungen und hemmt Investitionen in Menschen, Maschinen und Geschäftsmodelle. Das Maß an Bürokratie entscheidet mit darüber, wie Deutschland und Europa als Standort im internationalen Wettbewerb erlebt und bewertet werden. Als BDI haben wir eine nicht abschließende Liste mit über 280 Vorschlägen für konkreten Bürokratieabbau auf Bundes- und Europa-Ebene vorgelegt. Es braucht jetzt politischen Mut, klare Ziele und hohes Tempo auf allen Ebenen, um bürokratische Entlastungen unternehmerisch spürbar zu machen und Wachstum zum Nulltarif zu erzeugen.
Die deutsche Industrie in Zeiten von Bitcoins, Stablecoins und digitalem Euro
Digitale Zahlungsmittel sind mehr als ein technisches Update. Sie können die Wettbewerbsfähigkeit von Währungsräumen beeinflussen und die industrielle Wertschöpfung verändern. Damit Europa nicht den Anschluss verliert, braucht es industriegerechte Lösungen.
Quartalsbericht Deutschland: Vor der Erholung?
Die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr mit 2,9 Prozent weiterhin verhalten wachsen. Wir erwarten ein weiterhin schwaches Wachstum von 0,9 Prozent im Euroraum. Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle. Die Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik belasten Exporte und Investitionen. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sank in der ersten Jahreshälfte 2025 im Vorjahresvergleich um mehr als zwei Prozent.
Gemeinsame Erklärung zur Resilienzstudie IGM und BDI
Vorstellung der Studie "Industrielle Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands" durch Prognos AG im Auftrag des Netzwerks Zukunft der Industrie e.V.
Industrielle Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands
Studie des Netzwerks Zukunft der Industrie identifiziert Risiken bei Rohstoffen, in der Fertigung und im Handel.
Erklärung der deutschen Wirtschaft zu den Koalitionsverhandlungen
Die deutsche Wirtschaft ist in Sorge. Mehr als 100 Verbände appellieren in einer gemeinsamen Erklärung an die Koalitionäre, die Wirtschaft in den Verhandlungen in den Fokus zu rücken. In den vergangenen Wochen hat sich die wirtschaftliche Lage dramatisch zugespitzt. Handelskonflikte eskalieren, die Inflation steigt, das Wachstum schwächt sich weiter ab – überall verdichten sich die Krisensignale. Inzwischen ist die Arbeitslosigkeit bei der Drei-Millionen-Marke angekommen.
Innovationsstandort Deutschland: Mehr strategische Innovationspolitik wagen
Unsere Unternehmensumfrage mit Allensbach zeigt die Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Fest steht: Es fehlt an politischer Unterstützung, unbürokratische Förderprogrammen und einem schnellen Netzausbau. Die Politik muss jetzt handeln, um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen.
Quartalsbericht Deutschland: Deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,2 Prozent geschrumpft
Die Konjunktur tritt weiter auf der Stelle. Die Wirtschaftsleistung ist nach leichter Erholung im Sommerhalbjahr im vierten Quartal 2024 wieder gesunken. Die Industrieproduktion ist im vergangenen Jahr mit minus 4,9 Prozent bereits das dritte Jahr in Folge gesunken. In diesem Jahr rechnen wir erneut mit einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte dürften mit plus 0,2 Prozent nur marginal wachsen. Zudem könnten Zölle der USA auf Einfuhren aus der EU den Außenhandel der EU und Deutschlands erheblich belasten.
Transformationspfade: In die Zukunft investieren
Die Transformation hin zu Klimaneutralität und Zukunftsfähigkeit erfordert massive Investitionen. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group (BCG) und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beleuchtet die Herausforderungen und Chancen für Unternehmen in Deutschland.
Nachhaltigkeit anders denken
Für den Erfolg der ökologischen Transformation, müssen alle ihren Beitrag leisten: Privat-personen, real- und finanzwirtschaftliche Unternehmen und die Politik. Ein neuer politischen Ansatz wird benötigt. Die Wirksamkeit der Kapitallenkungsfunktion des Finanzsektors ist zu gering, verursacht aber hohe Kosten durch komplexe und umfangreiche Vorgaben. Zudem sollten regulatorische Instrumente eine hohe Wirksamkeit aufweisen und die einhergehenden Kosten dabei kleinhalten.
Industriepolitik Dossier 11/2024
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wird nach Einschätzung des BDI im laufenden Jahr um drei Prozent sinken. Dies wäre der dritte Rückgang in Folge. Auch in der Europäischen Union hält die Industrierezession weiter an. Hier wird mit einem Produktionsrückgang in einer ähnlichen Größenordnung erwartet.
Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Industriepolitik Dossier 11/2016
Das rückgängige Wachstum der Arbeitsproduktivität stellt Deutschland und zahlreiche weitere entwickelte Länder vor große Probleme. Die ungünstige demographische Entwicklung verschärft außerdem zunehmend den mittelfristigen Ausblick – der demographische Druck belastet unser Wirtschafts- und Sozialmodell und hat direkte Auswirkungen auf das Produktivitätswachstum. Die wirtschaftspolitische Agenda muss sich deshalb konsequent auf eine Steigerung der Produktivität fokussieren, um diese Herausforderungen zu meistern. Die Arbeitsproduktivität müsste bis 2060 jedoch jährlich um über zwei Prozent wachsen, um moderate Einkommenssteigerungen von einem Prozent pro Jahr zu erreichen. Das größte Potential besteht darin, Innovationen und Produktivitätsanstiege der Unternehmen an der technologischen Spitze auch ins Mittelfeld zu diffundieren.