Zusätzliche Wertschöpfung, resilientere Lieferketten, geringere Rohstoffabhängigkeiten und ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz – die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein strategischer Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland. Die Boston Consulting Group (BCG) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die Effekte der Kreislaufwirtschaft auf die Branchen Mobilität, Maschinenbau, Bauwesen, Energie sowie Textil untersucht. Die Studie „Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz: Chancen der Circular Economy für die deutsche Industrie“ zeigt: Die zirkuläre Bruttowertschöpfung kann sich von heute 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro im Jahr 2045 mehr als verdoppeln – und das innerhalb bestehender Industrie- und Wertschöpfungsstrukturen.

Resilienz
Das internationale Umfeld ist von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt (VUCA-Welt). Globale Machtverschiebungen, unberechenbare Partner, die Instrumentalisierung wirtschaftlicher Abhängigkeiten und die wachsende Gefahr von Krisen und Angriffen stellen den Wirtschaftsstandort vor nie dagewesene Herausforderungen. Staatliche Institutionen und das Wirtschaftssystem sind darauf nicht ausreichend vorbereitet, das öffentliche Bewusstsein für diese Herausforderungen nicht stark ausgeprägt. Deshalb rücken wir „Resilienz“ in den Mittelpunkt, um die Grundlagen für Wohlstand, Sicherheit und Innovationsführerschaft zu sichern und Deutschland zukunftsfest zu machen.
Der BDI fokussiert sich in Sachen Resilienz auf Themenfelder, die direkt oder indirekt mit Fragen der nationalen Sicherheit zusammenhängen. Wir adressieren die Fähigkeit der Wirtschaft, externe Schocks abzufedern, sich schnell anzupassen und die Funktionsfähigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Außerdem schauen wir auf sichere Infrastrukturen. Sichere, kritische Infrastrukturen bilden das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft, der staatlichen Verwaltung und letztlich der Widerstandskraft der Gesellschaft. Und wir betrachten die technologische Souveränität - die Fähigkeit, in Schlüsseltechnologien unabhängig von externen Akteuren zu agieren.









