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Das internationale Umfeld ist von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt (VUCA-Welt). Globale Machtverschiebungen, unberechenbare Partner, die Instrumentalisierung wirtschaftlicher Abhängigkeiten und die wachsende Gefahr von Krisen und Angriffen stellen den Wirtschaftsstandort vor nie dagewesene Herausforderungen. Staatliche Institutionen und das Wirtschaftssystem sind darauf nicht ausreichend vorbereitet, das öffentliche Bewusstsein für diese Herausforderungen nicht stark ausgeprägt. Deshalb rücken wir „Resilienz“ in den Mittelpunkt, um die Grundlagen für Wohlstand, Sicherheit und Innovationsführerschaft zu sichern und Deutschland zukunftsfest zu machen.
Der BDI fokussiert sich in Sachen Resilienz auf Themenfelder, die direkt oder indirekt mit Fragen der nationalen Sicherheit zusammenhängen. Wir adressieren die Fähigkeit der Wirtschaft, externe Schocks abzufedern, sich schnell anzupassen und die Funktionsfähigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Außerdem schauen wir auf sichere Infrastrukturen. Sichere, kritische Infrastrukturen bilden das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft, der staatlichen Verwaltung und letztlich der Widerstandskraft der Gesellschaft. Und wir betrachten die technologische Souveränität - die Fähigkeit, in Schlüsseltechnologien unabhängig von externen Akteuren zu agieren.
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Wie gelingt der Chips Act 2.0?
Die Überarbeitung des European Chips Acts bietet die Chance, die technologische Souveränität Europas zu stärken und im globalen Wettbewerb aufzuholen. Damit Europa nicht weiter zurückfällt, muss es sich auf seine Stärken berufen und unverzichtbar in der globalen Wertschöpfungskette werden. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, müssen Partnerschaften mit vertrauenswürdigen internationalen Partnern gestärkt werden, um Resilienz zu gewährleisten.
Veröffentlichung10.12.2025 -
Lieferketten unter Druck: Deutsche Industrie kämpft mit Resilienzlücken
Deutsche Lieferketten bleiben verwundbar: 92% der Unternehmen verzeichnen höhere Resilienzkosten, 68% planen Produktionsverlagerungen ins Ausland. Trotz erkannter Risiken fehlt es an umfassender Transformation. Die Studie zeigt, wie Protektionismus, Zölle und geopolitische Unsicherheit die Industrie belasten – und welche Strategien jetzt nötig sind, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Veröffentlichung27.11.2025 -
Wirtschaftssicherheit und Resilienz als Fundament einer zukunftsfähigen Industrie
Deutschlands große Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen stellen in einer geopolitisch geprägten Welt nicht nur wirtschaftliche Risiken für die industrielle Transformationsfähigkeit Deutschlands dar, sondern gefährden Europas strategische Souveränität und unsere nationale Sicherheit. Werden Rohstoffe nicht geliefert, stehen Produktionsbänder still, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa werden beeinträchtigt. Eine strategische Rohstoffpolitik fördert Investitionen sowohl in den Aufbau eigener Kapazitäten als auch die Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Ländern ebenso wie Innovationen, die den Einsatz kritischer Rohstoffe reduzieren oder substituieren. Angesichts der wachsenden geopolitischen und ökonomischen Risiken ist es unerlässlich, dass Politik und Industrie gemeinsam ein zukunftsfähiges Modell zur Absicherung von Rohstofflieferketten entwickeln. Mit unserem Papier macht das Bündnis Zukunft der Industrie konkrete Vorschläge.
Veröffentlichung26.11.2025 -
Stellungnahme Gesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen (KRITIS-Dachgesetz)
Der BDI begrüßt, dass mit dem Entwurf des KRITIS-Dachgesetzes ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen unternommen wird. Zugleich besteht in zentralen Punkten weiterhin Anpassungsbedarf, damit der Rechtsrahmen der aktuellen sicherheitspolitischen Lage gerecht wird. Erforderlich sind insbesondere eine enge Harmonisierung mit dem NIS2UmsuCG, klare Zuständigkeiten, praktikable und rechtssichere Vorgaben sowie eine zügige gesetzliche Klärung der Zuständigkeiten bei der hoheitlichen Aufgabe der Drohnenabwehr. Betreiber kritischer Infrastrukturen benötigen verlässliche Prozesse, Transparenz und Planungssicherheit.
Veröffentlichung04.09.2025 -
Afrika als strategischer Partner
Der verlässliche Zugang zu Rohstoffen ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit der deutschen Industrie, insbesondere mit Blick auf Zukunftstechnologien. Angesichts der wachsenden Abhängigkeit von China bei Förderung und Verarbeitung vieler Schlüsselrohstoffe muss Deutschland seine Bezugsquellen dringend diversifizieren. Afrika gewinnt dabei als strategischer Partner an Bedeutung – durch einen stärkeren Direktbezug und dem Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten kann der Kontinent eine Schlüsselrolle für die Diversifizierung deutscher und europäischer Rohstoffbeziehungen übernehmen.
Veröffentlichung20.11.2025 -
Robuste Infrastrukturen & Logistik als Rückgrat europäischer Resilienz
Sicherheit erfordert resiliente Infrastrukturen und verlässliche Versorgungswege. Die Industrie übernimmt bei der Bereitstellung von Logistikdienstleistungen, Transportmitteln und Infrastrukturen zentrale Aufgaben. Das Paket für militärische Mobilität muss Europa für den Ernstfall rüsten und Geschwindigkeit schaffen, indem es Bürokratie reduziert und Infrastrukturen bedarfsgerecht finanziert.
Veröffentlichung19.11.2025 -
Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern für eine Nationale Luftsicherheitsprogramm-Verordnung (NLspV)
Eine Luftsicherheitsarchitektur, die grenzüberschreitend Zugewinne an Sicherheit schafft und zugleich die innereuropäische und internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sichert, muss praxisnah und bürokratiearm ausgestaltet sowie national und europäisch harmonisiert umgesetzt werden. Dies muss auch die neue Nationale Luftsicherheitsprogramm-Verordnung (NLspV) berücksichtigen.
Veröffentlichung18.11.2025 -
Aufholjagd im All
Die Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit Roland Berger, zeigt, warum Deutschland und Europa handeln müssen: Die Raumfahrt ist ein Schlüssel für Wachstum, Innovationstreiber und Sicherheitsfaktor. Zielgerichtete Investitionen, Mut zum Risiko, eine strategische Vision und Freiheit für Innovation eröffnen Chancen: für die Industrie, unsere Souveränität und Sicherheit.
Veröffentlichung25.09.2025 -
Erfolgreiche internationale Digitalpolitik in geopolitisch herausfordernden Zeiten
Die Bedeutung effektiver und enger digitalpolitischer Kooperationen nimmt durch geopolitische Verschiebungen weiter zu. Die Bundesregierung muss diese Partnerschaften ausbauen, indem Abkommen und Foren unter aktiver Einbindung der Industrie strategisch weiterentwickelt werden. Dafür formuliert der BDI in den Bereichen KI, Datenwirtschaft und Datenschutz, Cybersicherheit und Digitale Infrastruktur konkrete Handlungsempfehlungen.
Veröffentlichung24.09.2025 -
Weltraumbergbau – Zukunftschance für die Rohstoffversorgung
Weltraumbergbau rückt in den Bereich des technisch und wirtschaftlich Möglichen. Dank technologischer Durchbrüche wie der Wiederverwendbarkeit von Raketen und Raumfrachtern, sinkender Startkosten und neuer Trägerraketen werden Transporte ins All und zurück zur Erde deutlich günstiger. Es entsteht ein neues Marktsegment an der Schnittstelle von Raumfahrt, Rohstoffen und strategischer Industriepolitik. Deutschland hat das Potenzial, in diesem Feld eine führende Rolle einzunehmen, wenn Politik, Wirtschaft und Forschung entschlossen und koordiniert handeln.
Veröffentlichung18.09.2025 -
Gesamtverteidigung stärken
Russlands Angriffskrieg und geopolitische Umbrüche erfordern ein neues Sicherheitsverständnis. Gesamtverteidigung geht weit über das Militärische hinaus: Wirtschaft und Industrie sind unverzichtbare Pfeiler. Nötig sind strukturelle Reformen, Schutz kritischer Infrastrukturen und zielgerichtete Investitionen. Deutschlands sicherheitspolitische Architektur braucht eine Neuausrichtung als gemeinsame Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Kritische Abhängigkeiten müssen reduziert und belastbare Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.
Positionen Sicherheit und Verteidigung Sicherheits- und Verteidigungspolitik Sicherheits- und VerteidigungsindustrieVeröffentlichung23.06.2025 -
Elemente einer nationalen Mikroelektronik-Strategie
Das Papier "Elemente einer nationalen Mikroelektronik-Strategie" bietet umfassende Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen, um Deutschland und die EU in diesem entscheidenden Technologiebereich zu stärken. Die Kernforderungen der nationalen Mikroelektronik-Strategie umfassen die Stärkung der gesamten Mikroelektronik-Wertschöpfungskette, die Förderung von Synergien zwischen Forschung und Industrie, die Berücksichtigung der Anwenderbedarfe, Investitionen in Zukunftstechnologien und die Sicherung von Fachkräften.
Veröffentlichung04.04.2025 -
Stärkung der Cyberresilienz durch Schulungen der Geschäftsleitung besonders wichtiger und wichtiger Einrichtungen
Das NIS-2-Umsetzungsgesetz sieht in § 38 (3) vor, dass Geschäftsleitungen wichtiger und besonders wichtiger Einrichtungen in Risikomanagement geschult werden müssen, um die Cyberresilienz zu gewährleisten. Der BDI spricht sich in der Umsetzung durch das BSI für einen unbürokratischen, europaweit einheitlichen, funktions- und kompetenzbezogenen Ansatz aus, der den Unternehmen Gestaltungsfreiräume bietet.
Veröffentlichung04.04.2025 -
Gemeinsam sicher
Die geopolitischen Entwicklungen und hybriden Bedrohungen erfordern eine grundlegende Reform der Sicherheitsarchitektur Deutschlands, die eine engere Kooperation von Staat und Wirtschaft, klare Zuständigkeiten und ein tagesaktuelles Lagebild sicherstellt. Strategien und Gesetze müssen konsequent umgesetzt werden – dazu gehört auch die rasche nationale Umsetzung der NIS-2- und CER-Richtlinie durch die neue Bundesregierung.
Veröffentlichung12.03.2025 -
Wege aus der Abhängigkeit: Wie Deutschland die Rohstoffe für eine zukunftsfähige Wirtschaft sichert
Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im 21. Jahrhundert hängt entscheidend davon ab, die doppelte Herausforderung von Dekarbonisierung und Digitalisierung zu meistern. Eine sichere und stabile Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist deshalb unverzichtbar. Doch Deutschland ist bei kritischen Rohstoffen einseitig von Importen abhängig. Die neue Studie von Roland Berger und BDI zeigt Wege aus der Abhängigkeit.
Veröffentlichung11.11.2024 -
Gesetzentwurf der Bundesregierung zum NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung für das NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz muss im laufenden parlamentarischen Verfahren an zahlreichen Punkten umfangreich angepasst werden. Daneben müssen die neuen Kompetenzen des BSI mit ausreichenden personellen und finanziellen Ressourcen unterlegt werden, damit aus den Cybervorfallsmeldungen aus der Wirtschaft ein tagesaktuelles Lagebild erstellt werden kann.
Veröffentlichung31.10.2024
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BDI zum Angriff auf das Berliner Stromnetz: Politik unterschätzt Dringlichkeit
Zum Angriff auf das Berliner Stromnetz äußert sich Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer: „Die Politik unterschätzt offenbar nach wie vor die Dringlichkeit, auf wachsende Bedrohungen angemessen zu reagieren.“
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BDI zu Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität: Gipfel muss klares Signal senden, dass Europa seine Schwächen erkennt und sie strategisch angeht
Zum Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität äußert sich BDI-Präsident Peter Leibinger: „Der Gipfel muss ein klares Signal senden: Europa erkennt seine Schwächen und wird sie strategisch angehen.“
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BDI zum informellen EU-Rat: Stärkung der Verteidigungsfähigkeit geht nur mit wettbewerbsfähiger Industrie
Anlässlich des informellen EU-Rates in Kopenhagen sagt BDI-Präsident Peter Leibinger: „Beim informellen Europäischen Rat wird man darüber reden, die Verteidigungsfähigkeit entschlossen zu stärken – das ist gut, geht aber nur mit einer erfolgreichen und wettbewerbsfähigen Industrie. Dafür brauchen wir einen drastischen Bürokratieabbau.“
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BDI zum Weltraumkongress: Innovation schafft Wachstum - Raumfahrt ist Schlüssel für die Zukunft der deutschen Industrie
Die Raumfahrtindustrie ist ein Wachstumsmotor und Innovationstreiber für moderne Volkswirtschaften. Roland Berger zeigt in seiner Studie „Aufholjagd im All“, entstanden in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), welche Potenziale NewSpace für die Zukunft der deutschen Industrie eröffnet. Der globale Markt für weltraumgestützte Infrastruktur und Dienste wird sich bis 2040 vervierfachen – von heute knapp 500 Milliarden auf 2.000 Milliarden Euro. Auch für die deutsche Wirtschaft besteht erhebliches Potenzial, dank ihres spezialisierten Ingenieurs-Know-how, das die Raumfahrt dringend benötigt.
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BDI zur Unterzeichnung von CEPA: Südostasien zentraler Bestandteil deutscher Diversifizierungsstrategien
Die Unterzeichnung des Handelsabkommens CEPA ("Comprehensive Economic Partnership Agreement") mit Indonesien kommentiert Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Südostasien ist ein zentraler Bestandteil deutscher Diversifizierungsstrategien.“
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BDI-Präsident Leibinger: Starke Industrie ist Grundlage für Fähigkeit zur Gesamtverteidigung
BDI-Präsident Peter Leibinger lobt erste positive Signale für eine neue Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung. Zugleich betont er, dass strukturelle Reformen für langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und einen starken Standort notwendig sind. Eine starke Wirtschaft und Industrie sind entscheidend für unsere Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit. Das Grundsatzpapier ‚Gesamtverteidigung stärken‘ zeigt auf, dass Sicherheit ganzheitlich gedacht werden muss – und die Industrie ein zentraler Pfeiler der Gesamtverteidigung ist.
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TDI25: BDI-Präsident für entschlossenen Reformkurs, starke Wirtschaft ist auch Grundlage für starke Gesamtverteidigung
Zum TDI25 hebt BDI-Präsident Peter Leibinger positive erste Signale für eine neue Wirtschaftspolitik hervor, betont aber, dass die Regierung weitere Reformen angehen sollte für langfristige Stärkung Wettbewerbsfähigkeit. Eine starke Wirtschaft ist ein entscheidender Pfeiler einer wirksamen Gesamtverteidigung. Die Industrie will gemeinsam mit Staat und Gesellschaft Verantwortung für die Sicherheit des Standorts übernehmen.
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EU-Verteidigungsgipfel: Begrüßenswerte Vorschläge zu Stärkung und Ausbau europäischer Verteidigungskapazitäten
Zum EU-Verteidigungsgipfel äußert sich Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Die deutsche Industrie begrüßt die Vorschläge der Europäischen Kommission und des Rates zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten.“
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BDI-Präsident Peter Leibinger bei der Münchner Sicherheitskonferenz: Verteidigung ist eine Haltungsfrage.
Bei der Auftaktveranstaltung zur 61. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) von BDI und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft äußert sich BDI-Präsident Peter Leibinger: „Wir brauchen eine echte strategische Debattenkultur zu Sicherheit und Verteidigung – über das gesamte Land hinweg.“
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BDI zum Rohstoffkongress: Deutschlands Abhängigkeit ist so hoch wie nie
BDI fordert Politik auf Rohstoffkongress zum Gegensteuern auf: „Deutschlands Abhängigkeit ist so hoch wie nie.“










