Blüte mit Tautropfen
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Resilienz: Grundlage für Wohlstand, Sicherheit und Handlungsfähigkeit

Die Welt ist unsicherer geworden. Chinas Rolle bei kritischen Rohstoffen, Handelskonflikte mit den USA, geopolitische Spannungen und neue Fragen zur Gestaltung der transatlantischen Sicherheit zeigen: Wer von einzelnen Ländern, Lieferwegen oder Technologien zu abhängig ist, macht sich verwundbar. Solche Abhängigkeiten können Wirtschaft und Politik gleichermaßen unter Druck setzen und die politischen und wirtschaftlichen Handlungsspielräume Deutschlands und deutscher Unternehmen empfindlich einschränken.

Wirtschaftliche Resilienz im Fokus

Wirtschaftliche Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Unternehmen und Standort, Krisen, Schocks und geopolitische Veränderungen zu bewältigen, ohne dauerhaft an Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Innovationskraft zu verlieren. Eine resiliente Wirtschaft kann Störungen abfedern, sich schnell an neue Rahmenbedingungen anpassen und ihre Leistungsfähigkeit langfristig erhalten.

Resilienz bedeutet explizit nicht Abschottung oder Autarkie. Es geht darum, Risiken zu erkennen, Prävention als Chance zu begreifen, Abhängigkeiten zu verringern, Lieferketten breiter aufzustellen und in strategisch wichtigen Bereichen eigene Fähigkeiten zu stärken. Je widerstandsfähiger Deutschland und Europa werden, desto eher wir uns in einer volatilen Welt behaupten und unsere Souveränität stärken.

Welche Aspekte sind entscheidend für die wirtschaftliche Sicherheit in Deutschland?

  • Widerstandsfähige Lieferketten und Rohstoffversorgung: Wie können Unternehmen kritische Vorprodukte und Rohstoffe auch in Krisenzeiten verlässlich beziehen?
  • Sichere und leistungsfähige Infrastrukturen: Energie-, Verkehrs-, Digital- und Kommunikationsnetze sind das Rückgrat von Industrie, Staat und Gesellschaft.
  • Technologische Souveränität: Deutschland und Europa müssen bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Halbleitern oder Quantentechnologien eigene Kompetenzen aufbauen und sichern.
  • Cyber- und Wirtschaftssicherheit: Unternehmen, öffentliche Institutionen und Forschungseinrichtungen müssen sich besser gegen Cyberangriffe, Sabotage und andere hybride Bedrohungen schützen können.
  • Ausbau der Verteidigungsfähigkeit und industrielle Stärke: Äußere Sicherheit braucht eine starke industrielle Basis. Produktionskapazitäten, technologische Kompetenz und sichere Lieferketten sind Voraussetzungen einer leistungsfähigen Verteidigungsindustrie. Diese entscheidet darüber, ob Deutschland und Europa zukünftig die eigene konventionelle Verteidigungsfähigkeit sichern können.

Eine resiliente Wirtschaft ist Voraussetzung für Stabilität, Handlungsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Sie schafft die Grundlage dafür, dass Deutschland und Europa ihre Interessen selbstbewusst vertreten und ihre Zukunft in einer zunehmend unsicheren Welt eigenständig gestalten können.

Industry Spotlight Resilienz Hannover Messe 2026 - SEW Eurodrive

Industry Spotlight #Resilienz: Im Gespräch mit SEW Eurodrive

Wie können Unternehmen ihre Produktion effizienter, nachhaltiger und widerstandsfähiger machen? Das Beispiel SEW-EURODRIVE zeigt, wie der innovative Einsatz von Energie und Rohstoffen die Versorgungssicherheit stärkt, Emissionen senkt und Resilienz vorantreibt. Hans Krattenmacher erklärt im Gespräch mit Tanja Gönner, wie Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen.

Industry Spotlight Resilienz Hannover Messe 2026 - Mönninghoff

Industry Spotlight #Resilienz: Im Gespräch mit Mönninghoff

Wie stärken vielseitig einsetzbare Technologien die Resilienz der Industrie? Die Maschinenfabrik Mönninghoff zeigt, wie Dual-Use-Anwendungen Innovationen fördern und neue Märkte erschließen. Im Gespräch zwischen Tanja Gönner und Charlotte Finger wird klar: Zukunftsfähigkeit, Souveränität und Skalierung hängen entscheidend vom Ökosystem ab: wir brauchen starke Zulieferer, innovative Forschung und einen breiten industriellen Mittelstand für einen resilienten Standort.

Industry Spotlight Resilienz Hannover Messe 2026 - Agile Robots

Industry Spotlight #Resilienz: Im Gespräch mit Agile Robots

Wie gelingt der Weg von exzellenter Forschung in die industrielle Anwendung? Agile Robots zeigt, wie KI, Robotik und Sensorik in Deutschland entwickelt und produziert werden. Bettina Schön-Behanzin erklärt im Gespräch mit Tanja Gönner, was Deutschland braucht, um Schlüsseltechnologien schneller zu skalieren und Innovationskraft in Wettbewerbsfähigkeit zu übersetzen.

Industrie auf dem Weg zu wirtschaftlicher Resilienz

Die deutsche Industrie stärkt aktiv ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen. Eine neue Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des BDI zeigt, wie Unternehmen Resilienz strategisch angehen, wo sie die größten Risiken sehen und welche Rahmenbedingungen entscheidend sind. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 154 großen Industrieunternehmen in Deutschland ab 500 Beschäftigten bzw. 100 Millionen Euro Jahresumsatz.

Rohstoff-Resilienz: Wie Zirkularität Deutschlands Industrie stärkt

Deutschlands Industrie steht unter Druck: Geopolitische Spannungen, volatile Rohstoffpreise und fragile Lieferketten gefährden Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Eine neue Studie von BCG und BDI zeigt: Circular Economy ist weit mehr als Nachhaltigkeitspolitik. Kreislaufwirtschaft kann Importabhängigkeiten reduzieren, Wertschöpfung steigern und die industrielle Resilienz Deutschlands langfristig stärken.

Unsere Publikationen zum Thema
Aktuelle Pressemeldungen
  • Um­fra­ge von Al­lens­bach und BDI: Un­ter­neh­men in­ves­tie­ren in Re­si­li­enz – struk­tu­rel­le Ri­si­ken blei­ben

    Die deutsche Industrie steigert angesichts geopolitischer Spannungen und struktureller Veränderungen ihre Resilienz. Das gilt für das Risikobewusstsein ebenso wie für konkrete Maßnahmen. In einer Befragung gaben 77 Prozent der Unternehmen an, bereits eine eigene Strategie zu haben, um ihre wirtschaftliche Resilienz zu stärken, weitere 16 Prozent bereiten eine solche vor. Gleichzeitig schätzen mehr als acht von zehn Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit als hoch ein. Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Entscheider in 154 Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit mindestens 500 Mitarbeitern oder 100 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland befragt.

  • Kreis­lauf­wirt­schaft: 880 Mil­li­ar­den Eu­ro Wert­schöp­fungs­po­ten­zi­al für die deut­sche In­dus­trie

    Zusätzliche Wertschöpfung, resilientere Lieferketten, geringere Rohstoffabhängigkeiten und ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz – die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein strategischer Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland. Die Boston Consulting Group (BCG) hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die Effekte der Kreislaufwirtschaft auf die Branchen Mobilität, Maschinenbau, Bauwesen, Energie sowie Textil untersucht. Die Studie „Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz: Chancen der Circular Economy für die deutsche Industrie“ zeigt: Die zirkuläre Bruttowertschöpfung kann sich von heute 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro im Jahr 2045 mehr als verdoppeln – und das innerhalb bestehender Industrie- und Wertschöpfungsstrukturen.

  • BDI zur Chi­na-Rei­se von von der Ley­en und Macron: Re­si­li­enz stär­ken, Kom­mu­ni­ka­ti­on su­chen

    Zur China-Reise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Es ist richtig und notwendig, dass Europa seine wirtschaftliche und technologische Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit stärkt, während es weiterhin Kommunikation und Austausch mit China sucht.“

Resilienzkongress der Wirtschaft

Wirtschaft. Sicher. Machen. Zukunftsfähige Wertschöpfung durch Rohstoff- und Energiesicherheit. Rohstoffe und Energie stehen am Anfang jeder industriellen Wertschöpfungskette. Dort beginnt die Debatte um die Resilienz der Wirtschaft.

Resilienz im Gespräch

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