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Industriebericht 01/2025
Der BDI rechnet im Jahr 2025 mit einem Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies wäre nach der um 4,8 Prozent gesunkenen Produktion im Jahr 2024 und den Rückgängen in den beiden Jahren zuvor der vierte Rückgang in Folge. Im EU-Vergleich hat sich die deutsche Industrie verglichen mit dem Jahr 2019 wesentlich schlechter entwickelt. Der weltweite Warenhandel wird nach Einschätzungen des BDI im Jahr 2025 um rund drei Prozent ansteigen (nach plus 3,5 Prozent im Jahr 2024).
Quartalsbericht Deutschland I/2024: Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft
Nach Stagnation im Sommerhalbjahr ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal gesunken. Eine technische Rezession im Winterhalbjahr 2023 / 2024 wird immer wahrscheinlicher. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte werden sich nur langsam erholen. Die Investitionstätigkeit dürfte im laufenden Jahr etwas nachgeben. Der Außenhandel könnte sich bei steigendem Welthandelsvolumen in der zweiten Jahreshälfte etwas beleben.
Globaler Wachstumsausblick 06/2023: Weltwirtschaft auf der Durststrecke
Die weltwirtschaftliche Produktion dürfte in diesem Jahr um 2,7 Prozent wachsen. Dies wäre gut ein Prozentpunkt unter dem Trend. Industrieproduktion und Welthandel starten sehr schwach ins Jahr: Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum des Welthandels von gut zwei Prozent und einer Schwächephase der Industrieproduktion in den Industrieländern und in China.
Industriepolitik Dossier 04/2023
Der BDI rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um ein Prozent. Der Auftragsvorlauf in der Industrie reicht noch weit bis in die zweite Jahreshälfte. Gleichzeitig lösen sich die Lieferengpässe langsam auf. Im Verarbeitenden Gewerbe der Europäischen Union war eine sehr heterogene Entwicklung zu beobachten. Während Pharmageschäft und Elektroindustrie gut laufen, fahren energieintensive Branchen ihre Kapazitäten runter.
Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Industriepolitik Dossier 11/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um vier Prozent. Die Warenexporte aus den Schwellenländern dürften dabei deutlich stärker steigen als die aus den entwickelten Volkswirtschaften. Dem noch immer hohen Auftragsbestand ist es zu verdanken, dass im laufenden Jahr die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe nicht sinkt. In der Europäischen Union setzt die Industrie mit einem Plus von zwei Prozent ihren Wachstumskurs im dritten Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie fort.
Industriepolitik Dossier 05/20122
Der BDI rechnet im Jahr 2022 mit einem Anstieg des Welthandels um fünf Prozent. Die Warenexporte aus den hochentwickelten Volkswirtschaften dürften dabei deutlich langsamer steigen als die aus den Schwellenländern. Die Industrie rechnet mit einem Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um zwei Prozent. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Lieferengpässe in der zweiten Jahreshälfte auflösen und Versorgungssicherheit bei Energie weiter gewährleistet ist.
WTO-Reform dringend geboten
Die Welthandelsorganisation (WTO) sorgt für einen regelbasierten Handel und eine strukturierte Beilegung von Handelskonflikten zwischen ihren 164 Mitgliedern. Durch Infragestellung des multilateralen Handelssystems, zunehmenden Protektionismus und stockenden Verhandlungen in Genf droht jedoch ein Verlust der Relevanz. Die WTO muss dringend reformiert werden, um Stillstand zu beenden sowie sich den aktuellen Herausforderungen des Welthandels anzupassen.
Spannungen im internationalen Container-Seeverkehr
Angesichts der anhaltend angespannten Lage im internationalen Container-Seeverkehr fordert der BDI die Anpassung der EU Gruppenfreistellungsverordnung für Seeschifffahrtsunternehmen (GVO), um die maritimen Lieferketten auch nach der Pandemie nachhaltig und zuverlässig zu sichern. Die Defizite im Linienseeverkehr bzgl. Qualität, Transportkapazitäten und Pünktlichkeit der Schiffsankünfte beeinträchtigen die Lieferketten der Industrie massiv.
Industriepolitik Dossier 05/2021
Der BDI rechnet mit einer schnellen konjunkturellen Erholung in allen großen Volkswirtschaften. In Italien dürfte die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in diesem Jahr um zehn Prozent steigen, in Frankreich um sieben Prozent, in Spanien um sechs Prozent und in Deutschland um acht Prozent. Damit dürfte die längste, seit mehr als zwei Jahren anhaltende Rezession in der deutschen Industrie beendet sein.
Ausfuhrkontrollen und Exportverbote im Zuge der Covid-19-Pandemie
Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang des Welthandels von 13 bis 32 Prozent. Zu den Produktionsausfällen kommen zunehmend nationale Ausfuhrbeschränkungen. Diese senden ein verheerendes Signal und tragen nicht zur Lösung von Versorgungsengpässen bei. Zudem verzögern sie die notwendige Umrüstung von industrieller Produktionskapazität.
Globaler Wachstumsausblick 04/2020
Die weltweite Wirtschaftsleistung wird um bis zu drei Prozent sinken. In den vergangenen 50 Jahren fiel sie überhaupt nur ein einziges Mal – und zwar 2009 um 1,7 Prozent. Für Deutschland muss im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von drei bis sechs Prozent gerechnet werden. Voraussetzung ist eine Unterbrechung der wirtschaftlichen Aktivität von maximal sechs Wochen. Eine kräftige Rezession in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Japan ist in diesem Jahr nicht mehr zu vermeiden.
Globaler Wachstumsausblick 02/2020
Es wird ein schwaches Wachstum der Weltwirtschaft von erneut nur drei Prozent in diesem Jahr erwartet. Von der Außenwirtschaft gehen keine positiven Wachstumseffekte auf die deutsche Wirtschaft aus. Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts wird auch dieses Jahr außenwirtschaftlich ausgebremst werden. Deutschland wird sich nur dank einer steigenden Binnennachfrage durch Bautätigkeit und privaten Verbrauch über Null-Wachstum halten.
Änderungen der Durchsetzungsverordnung der EU
Die Europäische Kommission hat im Dezember 2019 die Änderungen der Durchsetzungsverordnung der EU vorgeschlagen, um handelspolitisch antworten zu können, solange die verbindliche WTO-Streitschlichtung blockiert ist. So soll die EU zum Beispiel Zollmaßnahmen einführen können, wenn ein Drittstaat sich in einem Handelskonflikt nicht auf ein Schlichtungsverfahren einlassen möchte. Der BDI hält den Vorschlag für grundsätzlich richtig.
Auswertung des G7-Gipfels 2019
Im August 2019 fand der G7-Gipfel unter französischer Präsidentschaft statt. Beim Gipfel verständigten sich die Staats- und Regierungschefs auf gemeinsame Positionen zum internationalen Handel und zu außenpolitischen Themen. Allerdings bleiben viele Streitthemen ungelöst, und die deutsche Industrie bewertet den Mangel an konkreten Vorschlägen in der Abschlusserklärung als kritisch.
Globaler Wachstumsausblick 08/2019
Der Welthandel dürfte nur wenig geringfügig gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für die globale Industrieproduktion ist mit einem Zuwachs von höchstens ein Prozent zu rechnen. Die weltwirtschaftliche Expansion wird im laufenden Jahr auf nur noch drei Prozent zurückgehen, den schwächsten Wert seit 2002.
Industriepolitik Dossier 04/2019
Weltweit ist die Industrieproduktion im Jahr 2018 um insgesamt 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Welthandel hat um 3,3 Prozent zugenommen. Der BDI erwartet für das Jahr 2019 eine stagnierende Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Die deutschen Warenausfuhren dürften 2019 nur um 1,5 Prozent steigen.
Industriepolitik Dossier 11/2018
Für das laufende Jahr erwartet der BDI einen Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um 2,5 Prozent. In der Europäischen Union (EU28) wird die Industrieproduktion das fünfte Jahr in Folge steigen. Die weltweite Industrieproduktion dürfte in diesem Jahr um insgesamt 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen und das Welthandelsvolumen um 3,75 Prozent.
Die Digitalisierung des Welthandels
Die neue EU-Handelsstrategie legt einen besonderen Fokus auf den digitalen Handel. Dieser erweitert den Welthandel nicht nur um einen weiteren Wirtschaftssektor, sondern verändert vielmehr bestehende Handels- und Produktionsstrukturen. Jedoch wird das Potential des digitalen Handels aufgrund bestehender Lücken des globalen Handelsregimes bisher nicht voll ausgeschöpft. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Rechtssicherheit hergestellt und Protektionismus eingeschränkt, ein freier grenzüberschreitender Datentransfer gewährleistet sowie geistiges Eigentum geschützt und interoperable, marktbasierte Normen und Standards gefördert werden.