
Publikationen
Industriebericht 01/2025
Der BDI rechnet im Jahr 2025 mit einem Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies wäre nach der um 4,8 Prozent gesunkenen Produktion im Jahr 2024 und den Rückgängen in den beiden Jahren zuvor der vierte Rückgang in Folge. Im EU-Vergleich hat sich die deutsche Industrie verglichen mit dem Jahr 2019 wesentlich schlechter entwickelt. Der weltweite Warenhandel wird nach Einschätzungen des BDI im Jahr 2025 um rund drei Prozent ansteigen (nach plus 3,5 Prozent im Jahr 2024).
Klimapolitische Sektorleitlinien in der Außenwirtschaftsförderung
Exportkredit- und Investitionsgarantien des Bundes sind Schlüssel zur Diversifizierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten. Mit den klimapolitischen Sektorleitlinien gefährdet die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem Weltmarkt und verkennt den geopolitisch zugespitzten Wettbewerb um Einfluss, Märkte und Technologieführerschaft. Der BDI fordert, die Vorgaben zielgenauer, praxistauglicher und marktfreundlicher auszugestalten.
Sanktionsdurchsetzung des EU-Russlandembargos
Russlands Angriff auf die Ukraine ist ein dreister Verstoß gegen das Völkerrecht und darf nicht hingenommen werden. Wir unterstützen daher die Sanktionen. Leider stößt deren unternehmensbasierte Durchsetzung an Grenzen, weil viele Staaten Russland nicht sanktionieren. Die deutsche Industrie fordert daher gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss eine schwarze Liste, um die russische Beschaffung sanktionierter europäischer Güter aus dem Nicht-EU-Ausland zu unterbinden.
Quartalsbericht Deutschland I/2023: Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gewachsen
Die Wirtschaftsleistung ist zum Jahresende 2022 gesunken. Eine milde Rezession ist im Winterhalbjahr wahrscheinlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2022 etwas niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Konsumausgaben der Privaten Haushalte sind weiterhin schwach. Trotz steigender Beschäftigung entstanden erhebliche Kaufkraftverluste durch Inflation.
Neues Momentum für die Globalisierung
Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg hängt in hohem Maße vom Außenhandel ab. Die aktuellen geoökonomischen und geopolitischen Ereignisse erfordern von der Politik international konkurrenzfähige Anreize für aus- und inländische Direktinvestitionen. Zudem ist eine sowohl nationale als auch globale Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen übergreifende Strategie notwendig.
Zukunft der Außenwirtschaftsförderung und der deutschen Exportwirtschaft
Deutschland benötigt eine Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, eine Diversifizierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten und nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen. Eine starke, zukunftsgerichtete Außenwirtschaftsförderung muss dem Rechnung tragen. BDI und Bankenverband formulieren konkrete Vorschläge für eine strategisch und zukunftsgerichtete Exportkreditfinanzierung aus Sicht von Exporteuren und Finanzierern.
Quartalsbericht Deutschland II/2022: Krieg und Pandemie bremsen Wachstum aus
Aufgrund der russischen Invasion verzögert sich die Erholung von den Pandemie-Folgen. Zum Jahresbeginn war der BDI von 3,5 Prozent BIP-Plus ausgegangen. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau ist frühestens zum Jahresende zu erwarten. Die reale Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr nur um rund 1,5 Prozent steigen. Der Außenhandel wird zur Wachstumsbremse: Der BDI rechnet mit einem Anstieg der Exporte von Waren und Dienstleistungen um 2,5 Prozent. Die Importe werden mit 4,5 Prozent stärker steigen. Grund sind hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie anziehende Auslandsreisen.
COVID-19: Plädoyer für eine Impfpflicht
Mit dem Auslaufen weitreichender Corona-Beschränkungen zum 19. März 2022 stehen wir vor einer neuen Phase der Pandemie. Für diese erwartet die Industrie von Bund und Ländern nicht nur einen klaren bundeseinheitlichen Fahrplan, sondern auch Richtungsentscheidungen für den weiteren Umgang mit dem Corona-Virus. Dazu gehört die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland.
Quartalsbericht Deutschland IV/2021
Der BDI rechnet für das gesamte Jahr 2021 nur noch mit einem Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent (bisher 3,0 Prozent). Ein deutlich geringeres Exportwachstum und stark gestiegene Importe erfordern die Korrektur der BIP-Prognose. Das Bruttoinlandsprodukt müsste im vierten Quartal um 1,1 Prozent gegenüber des Vorquartals wachsen, um wieder auf Vorkrisenniveau zu gelangen – und das wird nicht gelingen. Die deutsche Wirtschaft wird erst im Jahr 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.
Spannungen im internationalen Container-Seeverkehr
Angesichts der anhaltend angespannten Lage im internationalen Container-Seeverkehr fordert der BDI die Anpassung der EU Gruppenfreistellungsverordnung für Seeschifffahrtsunternehmen (GVO), um die maritimen Lieferketten auch nach der Pandemie nachhaltig und zuverlässig zu sichern. Die Defizite im Linienseeverkehr bzgl. Qualität, Transportkapazitäten und Pünktlichkeit der Schiffsankünfte beeinträchtigen die Lieferketten der Industrie massiv.
EU Customs Union Action Plan
Im März 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Customs Union Action Plan. Ziel ist es, eine überarbeitete langfristige Zollunion-Strategie zu entwickeln. Hier fordert der BDI, dass berechtigte Ziele der Kommission zur Verbesserung des Schutzes finanzieller Interessen und zur Vermeidung illegalen Handels, der Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der Bürger ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Kontrollen und der Erleichterung des Handels gewährleisten müssen.
Zollrechtliche Erleichterungen im Zuge der Covid-19 Pandemie
Der wirtschaftliche Einschnitt durch die Covid-19 Pandemie ist massiv. Um den Schaden bestmöglich zu mildern, hat die Bundesregierung der deutschen Wirtschaft unterschiedlichste Hilfen zugesagt. Deutschland ist wirtschaftlich eng in globalisierte Wertschöpfungsketten eingebunden. Daher sollten auch solche zollrechtlichen Maßnahmen berücksichtigt werden, die in direktem Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie Unternehmen entlasten können.
Chinas Exportkontrolle
Ende Dezember 2019 veröffentlichten die chinesischen Behörden einen zweiten Entwurf zur Reform der Exportkontrolle in der Volksrepublik. Die Überarbeitung orientiert sich nun weitaus stärker an den international etablierten Normen der Exportkontrolle. Dennoch besteht Verbesserungsbedarf. Es müssen u. a. Rechtbegriffe präzisiert, der geplante Expertenmechanismus konkretisiert und auch sollten die behördlichen Zuständigkeiten in Exportkontrolle geklärt werden.
Quartalsbericht Deutschland III/2018
Die deutsche Wirtschaft ist in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gewachsen. Zudem sind die Preise stärker als erwartet angestiegen. In diesem Jahr ist deshalb nur noch mit einem Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Entgegen der Erwartungen sind die Exporte in der ersten Jahreshälfte 2018 in realer Rechnung nur um rund drei Prozent gestiegen.
Eine neue Agenda für die transatlantischen Handelsbeziehungen
Die transatlantischen Beziehungen befinden sich in schwierigem Fahrwasser. Mit US-Präsident Donald Trumps Ankündigung von Autozöllen droht der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU zu eskalieren. Verstöße gegen das WTO-Recht, wie US-Zölle auf Stahl und Aluminium, müssen geahndet werden. Eine weltweite Zollspirale gefährdet Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Der BDI hat daher eine positive Agenda für die transatlantischen Handelsbeziehungen vorgelegt.
Chinas Entwurf für ein nationales Exportkontrollgesetz
China will mit der Novelle seiner Exportkontrolle viele dezentrale Regelungen in einem Gesetz zusammenfassen. Der Entwurf hat jedoch erhebliche Mängel. Neben einer Reihe von schwammigen Begriffen gibt vor allem die wiederkehrende Nennung von Wirtschaftsinteressen Anlass zur Sorge. Es steht zu befürchten, dass China die Exportkontrolle zur Förderung der nationalen Wirtschaft missbrauchen könnte und damit die internationalen Schutzregime untergräbt.
Industriepolitik Dossier 05/2018
Der BDI erwartet für das Jahr 2018 einen Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland um 2,5 Prozent. Die deutsche Industrie partizipiert in großem Maße an der konjunkturellen Erholung in Europa. Darüber hinaus profitiert das stark exportorientierte Verarbeitende Gewerbe von der Belebung des Welthandels. Die weltweite Industrieproduktion ist im Jahr 2017 um insgesamt 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Industriepolitik Dossier 11/2017
Die Industrieproduktion in Deutschland wird nach Einschätzung des BDI im Jahr 2017 um drei Prozent steigen. Die deutsche Industrie profitiert in großem Maße von der konjunkturellen Erholung in Europa und der Belebung des Welthandels. Die Industrieproduktion in der Europäischen Union (EU28) wird im Jahr 2017 nicht nur das vierte Jahr in Folge weiter steigen. Die zu erwartende Produktionssteigerung um drei Prozent wäre die stärkste seit sechs Jahren.
Reform der Exportkontrolle
Umfangreiche Änderungen der EG-Dual-Use-Verordnung sieht die EU-Kommission in einem Reformvorschlag vor, den sie im September 2016 vorgelegt hat. Der Technologiestandort Europa kann hierdurch Schaden nehmen. Das Europäische Parlament und der Rat sind deshalb aufgerufen, im Gesetzgebungsverfahren Augenmaß walten zu lassen und offene Fragen zu klären. Der BDI schlägt hierzu konkrete Alternativen vor.