Worauf es ankommt – Erwartungen der Industrie an die 55. Münchner Sicherheitskonferenz

Wenn im Februar Entscheider aus aller Welt in München zusammenkommen, steht viel auf dem Spiel. Statt einzelner Krisen hat die internationale Politik zusehends mit zusammenhängenden Krisenlandschaften zu tun. Umso mehr muss die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in diesem Jahr konkrete politische Fortschritte und eine Stärkung des Dialogs bringen.

Themen

Meinung

BDI-Präsident Kempf: „Wirtschaft ist immer Teil der Lösung“

BDI-Präsident Dieter Kempf

Zum Jahresauftakt warnt BDI-Präsident Dieter Kempf, die Konjunktur bleibe zwar noch robust, jedoch auf deutlich gedämpften Niveau. „Wirtschaftlich sind die besten Zeiten vorbei. Der Blick auf die Weltmärkte bereitet uns eine Menge Bauchschmerzen. Umso dringlicher ist in dieser kritischen Phase eine kluge Reaktion aus Europa. Europa ist nicht die Ursache, sondern die Lösung vieler Probleme.“ weiter

Aachener Vertrag

Deutsch-französische Freundschaft: „Konkrete Schritte müssen folgen“

Paris

BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang sieht den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag als starkes proeuropäisches Zeichen angesichts des bevorstehenden Brexits. Es brauche jetzt einen starken deutsch-französischen Zusammenhalt, um Europa wieder frischen Wind unter den Segeln zu geben. weiter

Auf den Punkt

Zu den Ergebnissen der Strukturkommission sagt BDI-Präsident Dieter Kempf, der auch Mitglied der Kommission war:

„Der Kompromiss verlangt allen Beteiligten viel ab. Es liegt ein schwieriges Ergebnis für den Standort Deutschland vor – mit großen Risiken. Die Bundesregierung muss Garantien und Hilfen geben. Sie muss dieses Votum einer gesellschaftlich breit aufgestellten und von ihr berufenen Kommission ernst nehmen.“

China

BDI-Präsident Kempf: Europäische Union im Wettbewerb mit China stärken

Yokohama/China

Das kürzlich vom BDI veröffentlichte Grundsatzpapier zu China ist international auf breite Medienresonanz gestoßen – auch in China. BDI-Präsident Dieter Kempf fordert die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, die Europäische Union im Wettbewerb mit China zu stärken. weiter

Klima

BDI analysiert Klimaschutzziel für Verkehrssektor: „Mehrinvestitionen zwischen 243 und 256 Milliarden Euro unter Einsatz aller technologischen Hebel“

Das Klimaschutzziel der Bundesregierung für den Verkehr bis 2030 ist bei Ausreizung aller technischen Hebel und mit Mehrinvestitionen zwischen 243 und 256 Milliarden Euro theoretisch erreichbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von Boston Consulting Group (BCG) und Prognos im Auftrag des BDI, die der Spitzenverband Ende Januar in Berlin präsentierte. weiter

Brexit

BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang zu den Brexit-Abstimmungen in London:

BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang

„Es ist für unsere Unternehmen schwer erträglich, dass London weiter wertvolle Zeit verspielt. Der Auftrag nachzuverhandeln ist unverantwortliches Wunschdenken und tut nichts dafür, die akute Gefahr eines chaotischen Brexits abzuwenden. Betriebe diesseits und jenseits des Ärmelkanals hängen weiter in der Luft. weiter

Singapur-Abkommen

Zum Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Japan am 1. Februar äußert sich Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung

Tokyo Tower/Japan

„Größtes Freihandelsabkommen der Europäischen Union ist ein wirtschaftlicher und politischer Meilenstein. Europaparlament sollte auch für Singapur-Abkommen stimmen.“ weiter

Raumfahrt

Deutschland muss im Weltraum schneller und innovativer werden

Der BDI initiiert die neue Formatreihe „New Space Breakfast“. Ziel ist die bessere Verzahnung der deutschen Akteure, um den Austausch zwischen institutioneller Raumfahrt, Start-ups, Raumfahrtunternehmen und klassischen Industrieunternehmen zu intensivieren und neue, innovative Formen der Zusammenarbeit zu etablieren. weiter

Israel-Briefing

Die Zukunft liegt mitten in der Wüste

Be’er Sheva/Israel

Be’er Sheva, eine Stadt in der Wüste Negev im Süden Israels, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit bedeutendsten Zentren für Cybersicherheit entwickelt. Die Stadt steht stellvertretend für Israels Innovationsstärke sowie für das Know-how israelischer Unternehmen in zukunftsweisenden Technologiefeldern. Ende Januar dieses Jahres veranstaltete der BDI eine dreitägige Delegationsreise nach Jerusalem, Tel Aviv und Be’er Sheva, um vor Ort Einblicke in das israelische Erfolgsmodell zu erhalten und den Austausch mit der deutschen Industrie voranzutreiben. weiter

„Deutschland – Land der Ideen“

Mutige Ideen für Bildung und Arbeit der Zukunft gesucht

Bewerbungen bis 12. Februar unter ausgezeichnete-orte.de / „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank prämieren die innovativsten Projekte rund um Bildung und Arbeit in Deutschland. weiter

Auf den Punkt

BDI-Präsident Dieter Kempf zur neuen Industriestrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier:

„Es ist gut, dass die Politik die Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Industrie noch stärker in ihren Fokus rückt. Deutschland als mit Abstand größtes Industrieland unseres Kontinents muss seinem produzierenden Gewerbe beste Bedingungen bieten. Dazu gehört eine industriepolitische Strategie, die den Standort stärkt – beispielsweise in der Energie- und in der Steuerpolitik.“

Zahl des Tages

1,5

Die Industrie rechnet mit einem BIP-Wachstum von 1,5 Prozent 2019. In seiner Prognose geht der BDI davon aus, dass es nicht zu einem ungeordneten, unkontrollierten Brexit kommt. „Bei massiven Störungen im Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU bliebe im besten Fall noch die Eins vor dem Komma“, warnte BDI-Präsident Dieter Kempf.

Meldungen aus den Mitgliedsverbänden

VDMA

Ostdeutscher Maschinenbau mit starkem Jahresendspurt

2018 war für den ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau trotz aller Unsicherheiten und Hürden ein erfolgreiches Jahr.
85 Prozent der Betriebe beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als sehr gut oder gut. „Die Mehrheit der Maschinen- und Anlagenbauer blickt auf volle Auftragsbücher und eine hohe Auslastung“, sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. weiter

VDA

Bräunig: Deutsche Hersteller und Zulieferer zeigen starkes Engagement in den USA

„Die Vereinigten Staaten sind neben China und Europa die wichtigste Absatzregion der deutschen Automobilindustrie. 2018 haben die deutschen Hersteller dort 1,34 Millionen Light Vehicles verkauft. Damit erreicht der Marktanteil der deutschen Pkw-Marken knapp acht Prozent“, sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). weiter

Bitkom

Europäischer KI-Markt verfünffacht sich binnen fünf Jahren

Der europäische Markt für Künstliche Intelligenz wird von rund drei Milliarden Euro in diesem bis auf zehn Milliarden Euro im Jahr 2022 wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 38 Prozent. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Grundlage einer Studie „AI in Europe – Ready for Take-off“ mit. weiter

VCI

Chemie und Pharma brauchen dringend Übergangslösungen bei ungeordnetem Brexit

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, bedauert die Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament.
Da die Gesetzgebung für chemische Stoffe und Produkte weitgehend europäisch harmonisiert ist, hätte ein ungeordneter Brexit große Nachteile für die Branche. weiter

ZVEI

Elektroindustrie bleibt auf Wachstumspfad

Die deutsche Elektroindustrie ist auch 2018 weiter gewachsen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Export konnten neue Rekordmarken erzielt werden. Die Zahl der Beschäftigten ist auf dem höchsten Stand seit 22 Jahren. weiter

WVMetalle

Breite Allianz aus Transport, Logistik, Industrie und Handel warnt vor Versorgungskollaps

Eine Initiative der führenden Verbände aus Transport, Logistik, Industrie und Handel hat gemeinsam einen Fünf-Punkte-Plan gegen Logistikengpässe und Fahrermangel im Straßengüterverkehr aufgestellt und diesen an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergeben. Die Initiative repräsentiert ca. 60 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands und macht mit dem Papier auf einen drohenden Versorgungskollaps aufmerksam. weiter

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